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Ticker: Jeder zweite Flug ausgefallen

Die Behinderungen im europäischen Luftverkehr durch die Aschewolke aus Island lassen langsam nach. Die aktuellen Entwicklungen im stern.de-Live-Ticker.

Die Behinderungen im europäischen Luftverkehr durch die isländische Aschewolke lassen langsam nach. In zahlreichen Ländern sind die Flugverbote inzwischen aufgehoben, auch in Deutschland soll der Luftraum ab 11 Uhr wieder komplett freigegeben werden. Zu Behinderungen wird es jedoch noch kommen. Die aktuellen Entwicklungen im stern.de-Live-Ticker.

11.55 Uhr: Jeder zweite Flug ausgefallen

In den sechs Tagen mit Flugverboten an Europas Himmel ist mehr als jeder zweite Flug gestrichen worden. Seit Beginn der Asche-Gefahr am vergangenem Donnerstag fielen mehr als 100 000 Verbindungen aus - normalerweise hätten in dieser Zeit rund 190.000 Flüge über Europa abgewickelt werden sollen. Diese erste Bilanz zog die europäische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol am Mittwoch in Brüssel.

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11.21 Uhr: Vulkanasche: Wetterdienst gibt Entwarnung

Die Meteorologen geben Entwarnung: Weil der Wind dreht, wird die Vulkanasche aus Island in den kommenden Tagen über den Atlantik nach Nord-Nordost getrieben. "Mitteleuropa wird nicht mehr betroffen sein", sagte Ansgar Engel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Mittwoch. "Die Rutschbahn von Island hier runter ist vorbei." Über dem Atlantik entwickle sich gegen Ende der Woche ein Tief, daher sei die genaue Strömungsrichtung zunächst unklar. Außerdem werden Schauer erwartet, die die Asche aus der Luft waschen könnten. Auch am Vulkan wird es ruhiger. "Er spuckt zwar noch, aber nicht mehr in große Höhen und in der Masse wie bisher", sagte der DWD-Experte.

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10.31 Uhr: 1,7 Milliarden Dollar Einnahmeausfälle für die Fluglinien

Die bisherigen Einnahmeausfälle der Fluglinien wegen der Startverbote belaufen sich nach Schätzungen des Internationalen Flugverbandes IATA auf etwa 1,7 Milliarden Dollar (1,26 Milliarden Euro). Allein für der Zeitraum zwischen dem 17. und 19. April, als die meisten Lufträume geschlossen waren, wurde ein Schaden von 400 Millionen Dollar am Tag errechnet, wie die IATA am Mittwoch in Genf und Berlin mitteilte.

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10.05 Uhr: Alle deutsche Flughäfen ab 11 Uhr offen

An allen deutschen Flughäfen soll der Flugbetrieb ab 11.00 Uhr wieder komplett aufgenommen worden. Elf internationale Airports in Deutschland wurden bereits geöffnet, die übrigen sollen am späten Vormittag folgen, wie eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) am Mittwoch sagte.

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9.40 Uhr: Flugsicherung gibt Luftraum weitgehend frei

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat den wegen Vulkanasche gesperrten Luftraum über Deutschland weitgehend wieder freigegeben. Das teilte die DFS am Mittwoch in Langen bei Frankfurt mit. Gesperrt waren am Vormittag nur noch die Flughäfen in Dresden, Leipzig, Erfurt und Münster. Die Flugsicherung rechnet mit einer kompletten Freigabe bis zur Mittagszeit.

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9.17 Uhr: Britische Flughäfen öffnen

Auch nach dem Ende des Flugverbots in Großbritannien gibt es noch große Behinderungen. Zwar waren Flughäfen wie London Heathrow am Mittwoch nach sechs Tagen Stillstand wieder geöffnet - aber an dem wichtigen Drehkreuz waren am Morgen die meisten Flüge noch gestrichen. Ein Sprecher von BAA, dem Betreiber von Flughäfen wie Heathrow und Stansted, rief Passagiere dazu auf, vor dem Abflug ihre Airline zu kontaktieren. Der Reiseverband Abta warnte, dass es lange dauern könne, bis sich die Situation normalisiere. Flugzeuge und auch Besatzungen seien nicht an den Orten, wo sie gebraucht würden. British Airways wollte am Mittwoch alle Langstreckenflüge von Heathrow und London-Gatwick aufnehmen, jedoch bis zum Mittag Kurzstreckenflüge an den Londoner Flughäfen streichen. Der britische Billigflieger Easyjet wollte "einige" Flüge in Europa und Großbritannien wieder aufnehmen.

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8.40 Uhr: Lufthansa-Chef kündigt 500 Flüge an

Lufthansa-Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber rechnet damit, dass die Fluggesellschaft am Mittwoch rund 500 Flüge durchführen kann. Er sagte am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin": "Die Deutsche Flugsicherung hat bekanntgegeben, dass der Himmel wieder aufgemacht werden soll. Wir werden unser System so weit wie möglich hochfahren."

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8.25 Uhr: Flughafen Frankfurt bleibt vorerst dicht

Wegen der Vulkan-Aschewolke bleibt der Flughafen Frankfurt bis auf weiteres für den allgemeinen Flugverkehr geschlossen. Nur die Flughäfen in Hamburg, Bremen, Hannover und Berlin bleiben für den normalen Betrieb vorerst geöffnet, wie eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung am Mittwochmorgen sagte. Für alle weiteren Airports sei keine feste Uhrzeit für eine allgemeine Öffnung festgelegt worden. Die Lage werde laufend überprüft und angepasst.

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7.07 Uhr: Kaum noch Asche aus dem Vulkan

Europas Luftfahrt droht vorerst keine neue Vulkanasche aus Island. Wie das Meteorologische Institut in Reykjavik am Mittwochmorgen mitteilte, stößt der Vulkan unter dem Eyjafjalla-Gletscher wie am Vortag nur noch wenig Rauch mit Asche aus. Die Rauchsäule erreicht nur noch eine Höhe von drei Kilometern.

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7.06 Uhr: Finnischer Luftraum bis auf weiteres offen

Finnland gibt seinen Luftraum wieder frei. Die Regelung gelte bis auf weiteres, teilte der Flughafenbetreiber Finavia am Mittwoch mit. Ab 11 Uhr MESZ werde der Betrieb an den meisten Flughäfen - mit Ausnahme von Mariehamn - wieder aufgenommen. Am Dienstagabend hatte das Land den Luftraum bereits ab einer gewissen Höhe zum Überflug freigegeben.

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6.22 Uhr: Flugsicherung macht Hoffnung

Die Deutsche Flugsicherung sieht "gute Chancen", dass bis zum späten Abend alle Lufträume über Deutschland wieder verfügbar sein werden. Dies teilte die Behörde am Mittwochmorgen mit. Im Laufe des Vormittags würde weiterer Luftraum freigegeben. Damit können Flugzeuge an immer mehr deutschen Airports nach Instrumentenflugregeln starten und landen.

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1.51 Uhr: Deutscher Luftraum bleibt bis 8 Uhr gesperrt

Der Luftraum über Deutschland bleibt bis Mittwoch, 8 Uhr, für Instrumentenflüge geschlossen. Das teilte die Deutsche Flugsicherung in der Nacht mit. Vorerst könnten nur die Flughäfen Bremen, Hamburg, Berlin-Tegel und Schönefeld nach Instrumentenflugregeln an- und abgeflogen werden.

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Mittwoch, 00.14 Uhr: Luftfahrt-Chef hält europäischen Luftraum für sicher

Der Präsident der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) hat den Luftraum über Europa für sicher erklärt. "Jetzt wo die Behörden entschieden haben, den Flugverkehr über Europa wieder aufzunehmen, ist es sicher. Wenn ich jetzt über Europa fliegen müsste, würde ich es tun", sagte Roberto Kobeh González aus Mexiko.

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23.27 Uhr: Verletzte Soldaten wieder daheim

Nach der Freigabe des europäischen Luftraumes für Sichtflüge mit Sondergenehmigungen sind auch die in Afghanistan verletzten Bundeswehrsoldaten nach Deutschland zurückgekehrt. Ein Flugzeug brachte die fünf Männer am Dienstagabend von ihrer Zwischenstation Istanbul nach Köln-Wahn. Von dort aus wurden sie mit Fahrzeugen ins Bundeswehrkrankenhaus Koblenz transportiert, wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte.

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23.07 Uhr: Bremen und Hamburg bis 8 Uhr geöffnet

Auf den Flughäfen in Hamburg und Bremen ist bis 8 Uhr am Mittwochmorgen regulärer Flugverkehr möglich. Für alle anderen deutschen Flughäfen bleibt zunächst bis 2 Uhr das Flugverbot bestehen, wie die Deutsche Flugsicherung in Langen am späten Abend mitteilte. Sichtflüge sind dort je nach Wetterlage aber weiterhin möglich.

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22.03 Uhr: Britischer Luftraum öffnet wieder

Der britische Luftraum öffnet nach fünf Tagen Stillstand am Dienstagabend wieder. Ab 22 Uhr (23 Uhr MESZ) würde das Flugverbot über Großbritannien aufgehoben, teilten die zivile Luftfahrtbehörde Civil Aviation Authority und Verkehrsminister Andrew Adonis mit. Einige wenige Einschränkungen sollen allerdings noch gültig bleiben. Ein Sprecher des Flughafens in London-Heathrow, Europas größtem Drehkreuz, sagte, sie seien bereit, wieder zu öffnen. Passagiere sollten vor dem Abflug dennoch ihre Airline kontaktieren. Nicht alle Flüge würden gleich zu Beginn wieder aufgenommen.

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21.59 Uhr: Polen hebt Flugverbot Mittwoch auf

In Polen dürfen ab Mittwochmorgen wieder Flugzeuge starten und landen. Der Luftraum wird ab 7 Uhr geöffnet, wie die Behörde für Flugnavigation am Abend mitteilte. Die Fluggesellschaft LOT erklärte, als erste sollten am Vormittag Maschinen aus den USA eintreffen.

19.39 Uhr: Oberer Luftraum wieder frei

Während in Deutschland der Luftraum vorerst gesperrt bleibt und nur Flüge auf Sicht unterhalb von 3000 Metern erlaubt sind, sieht es weiter oben am Himmel besser aus: Nach Angaben der europäischen Flugsicherheitsagentur Eurocontrol ist der gesamte Luftraum in Europa oberhalb von 20.000 Fuß (6.100 Metern) freigegeben. Ausgenommen sei lediglich Finnland, wo noch ein vollständiges Flugverbot gelte, teilte Eurocontrol am Abend mit. In knapp 75 Prozent des Luftraums seien alle Beschränkungen aufgehoben worden.

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18.57 Uhr: Deutscher Luftraum bleibt gesperrt

Die Deutsche Flugsicherung hat ihre Sperrungen im deutschen Luftraum bis Mittwochnacht 2 Uhr verlängert. Sichtflüge sind allerdings weiterhin möglich. Zudem wird der Luftraum an den beiden Flughäfen Hamburg und Bremen zwischen 23 und 2 Uhr komplett freigegeben, sodass dort auch wieder normale Flüge stattfinden können, wie die Flugsicherung in Langen am Abend mitteilte.

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17.57 Uhr: Lufthansa: Staub im Triebwerk, aber keine Vulkanasche

Die Lufthansa hat bei zwei Flugzeugen aus den USA nach deren Landung in Düsseldorf Staubrückstände entdeckt. Es sei aber auszuschließen, dass es sich dabei um Vulkanasche handelt, teilte die Lufthansa am Dienstag in Frankfurt mit und bestätigte damit in Teilen einen Vorabbericht der "Neuen Ruhr Zeitung/Neuen Rhein Zeitung". Es sei nichts ungewöhnliches, dass Staubrückstände im Triebwerk entdeckt würden. Weil einer der beiden Jets vom Typ Airbus A 330 noch weiter untersucht werden sollte, wurde ein Flug nach Newark in den USA gestrichen. Die beiden Maschinen waren in Chicago und Miami gestartet und sicher in Deutschland gelandet.

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16.55 Uhr: Freier Eintritt für britische Sehenswürdigkeiten

Viele Reisende kommen wegen der Aschewolke zwar seit Tagen nicht mehr aus Großbritannien weg, dafür haben sie dort nun freien Eintritt zu einigen Sehenswürdigkeiten. Gestrandete Besucher aus dem Ausland dürfen Gärten, Schlösser und Denkmäler des National Trust gratis besuchen. Die Reisenden müssen dazu ihren Pass und ein Flugticket für den Zeitraum vorzeigen, in dem Flüge wegen der Vulkanasche gestrichen wurden. Die Organisation verwaltet Hunderte Sehenswürdigkeiten und Naturparks in England, Wales und Nordirland.

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16.46 Uhr: 130.000 Urlauber warten auf Rückreise

Rund 130.000 Urlauber, die über Reisebüros und Veranstalter gebucht haben, warten derzeit noch auf ihre Rückreise. Diese Zwischenbilanz zog der Deutsche Reiseverband am Dienstag nach dem seit fünf Tagen geltenden allgemeinen Flugverbot über weiten Teilen Europas wegen der Aschewolke aus Island. Zehntausende von Deutschen seien inzwischen schon wieder in ihrer Heimat gelandet. Einige Fluggesellschaften hatten am Montagnachmittag Rückholflüge gestartet. Auch am Dienstag wurden diese fortgesetzt. Der Reiseverband forderte unterdessen die Politik zur schnellen und unbürokratischen Hilfe für die Branche auf. Zudem sollten die Nachtflugbeschränkungen für eine gewisse Zeit ausgesetzt werden

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15.22 Uhr: Keine Gesundheitsgefahr wegen Feinstaubs

Die erhöhte Feinstaubbelastung nach dem Vulkanausbruch auf Island stellte nach Expertenansicht keine ernste Gefahr für die Gesundheit der Menschen dar. "Es besteht kein Grund zur Panik, von den derzeit gemessenen Konzentrationen geht keine Gesundheitsgefährdung aus", sagte der Experte für Luftqualität des Umweltbundesamtes (UBA), Arno Graff. Der Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter sei am Montag nur an einigen Messstationen im Südwesten Deutschlands überschritten worden.

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14.54 Uhr: Aschewolke könnte bald USA und Kanada erreichen

Die Wolke aus Vulkanasche könnte in den nächsten ein, zwei Tagen über den Atlantik die Ostküste der USA und Kanada erreichen. Diese Vorhersage machte am Dienstag ein Experte der UN-Wetterorganisation WMO in Genf. Die Staubwolke werde sich aber in einer mittleren Höhe bewegen, so dass sie von Flugzeugen überflogen werden könne. ür Europa, wo die Asche des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull rund zwei Drittel des Luftverkehrs lahmgelegt hatte, kündigte sich unterdessen eine Entspannung an: Ein Tiefdrucksystem sei auf dem Wege nach Island und könnte in der zweiten Wochenhälfte dazu beitragen, die Asche aus der Atmosphäre zu waschen, sagte der Experte.

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14.12 Uhr: Britisches Kriegsschiff nimmt Urlauber auf

Ein britisches Kriegsschiff ist am Dienstag in der nordspanischen Hafenstadt Santander eingetroffen, um von dort aus Soldaten und gestrandete Touristen nach Großbritannien zurückzubringen. Die HMS Albion werde am Nachmittag mit 250 aus Afghanistan zurückgekehrten Soldaten und 200 Zivilisten zurückfahren, die durch die Aschewolke in Spanien festsaßen, sagte ein Sprecher der britischen Botschaft. Unter den Zivilisten seien diejenigen ausgewählt worden, die besonders dringend in die Heimat zurückmüssten. Der britische Premierminister Gordon Brown hatte am Montag angekündigt, im Ausland festsitzende Briten mit Kriegsschiffen der Marine zurückzuholen. Neben der HMS Albion sind zwei weitere Kriegsschiffe unterwegs. +++

13.23 Uhr: Eurocontrol sieht merkliche Entspannung am Himmel

An Europas Himmel wird es wieder geschäftiger: Die europäische Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol rechnete am Dienstagmittag damit, dass rund 50 Prozent der eigentlich für den Tag geplanten Flugverbindungen gewährleistet werden können. Das wäre eine merkliche Entspannung - verglichen mit den fast 80 Prozent Ausfall vom Sonntag und den nahezu 70 Prozent vom Montag. Wie die Behörde in Brüssel weiter mitteilte, bleibt die Aschebelastung allerdings vorerst vor allem in Nordwest-Europa eine Gefahr. Daher sei auch weiter mit Flugverboten zu rechnen. "Wann die Dinge wieder ganz zur Normalität zurückkehren, ist jetzt noch nicht abzusehen", sagte eine Sprecherin. Allerdings sei jenseits von sechs Kilometern Höhe schon wieder der komplette europäische Luftraum frei.

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13.12: WHO sieht keine Gesundheitsgefahr durch Aschewolke

Die von einem isländischen Vulkan ausgestoßene Asche stellt der WHO zufolge für die Menschen in Europa bislang keine Gefahr da. Lediglich in der Umgebung des Eyjafjallajökull auf Island selbst gebe es Anlass zur Sorge, sagte Carlos Dora von der UN-Gesundheitsbehörde am Dienstag in Genf. Wer in der Nähe des Vulkans wohne, solle sich nicht im Freien aufhalten oder einen Mund- und Augenschutz tragen. Am gefährlichsten seien dabei die kleinsten Partikel, die Tief in die Lunge gelangen könnten, sagte Dora. Sie seien allerdings noch "sehr hoch in der Luft". Die Wetterbedingungen könnten dazu führen, dass sich die Wolke auflöse, bevor die Asche zu einem Problem werde.

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12.29 Uhr: Lufthansa startet Messflug über Europa

Die Deutsche Lufthansa will einen eigenen Messflug zur Untersuchung der Vulkanaschewolke im europäischen Luftraum unternehmen. Dazu sollte am Nachmittag in Frankfurt ein speziell ausgerüsteter Langstreckenjet vom Typ Airbus A340-600 starten und mehrere Stunden unterwegs sein, teilte das Unternehmen mit. Das Flugzeug sollte den Klimaforschungscontainer "Caribic" an Bord haben. Die Untersuchung erfolge in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz. Die Wissenschafter erwarteten sich Werte zur Vulkanaschekonzentration und -verteilung über Europa. Es handele es sich um den ersten weiträumigen Messflug im europäischen Luftraum.

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12.19 Uhr: BMW unterbricht wegen europäischen Flugverboten die Produktion

BMW stoppt infolge der Flugverbote Teile seiner Produktion. Schon am Dienstagabend würden im Werk Dingolfing zur Spätschicht die Bänder angehalten, sagte ein Sprecher des Münchner Autokonzerns am Dienstag. Am Mittwoch und Donnerstag werde dann die Produktion an den Standorten München und Regensburg unterbrochen. Durch den vorübergehenden Produktionsstopp verzögere sich die Fertigung von rund 7000 Fahrzeugen. Hintergrund der Unterbrechungen sei, dass Bauteile für die Elektronik der Autos und der Innenausstattung, die der Konzern normalerweise per Luftfracht geliefert bekommt, durch die Flugverbote innerhalb Europas zeitweise nicht mehr verfügbar seien. +++

11.56 Uhr: Auswertung des Forschungsfluges läuft

Nach dem Forschungsflug in die Vulkanaschewolke über Deutschland lief die Auswertung der Daten am Dienstagvormittag auf Hochtouren. "Die Wissenschaftler haben bis in die frühen Morgenstunden gearbeitet", sagte der Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Andreas Schütz, in Oberpfaffenhofen bei München. "Wir hoffen, heute Daten übergeben zu können." Die Auswertung soll unter anderem an das Bundesverkehrsministerium und den Deutschen Wetterdienst als Auftraggeber gehen. Am Montagnachmittag war das DLR-Forschungsflugzeug Falcon 20 E quer über Deutschland geflogen und hatte Dichte und Konsistenz der Aschewolke sowie die Größe der Teilchen gemessen. Nach dem ersten Augenschein habe es keine Schäden an der Maschine gegeben, sagte Schütz. Derzeit würden die Triebwerke jedoch nochmals genau untersucht.

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11.50 Uhr: Flugverbote bis Dienstag 20 Uhr verlängert

Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrungen des deutschen Luftraums bis Dienstag 20 Uhr verlängert. Dies sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa. Flüge nach Sichtflug sind aber von diesem Flugverbot ausgenommen.

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11.42 Uhr: Island bestätigt: Keine neue Vulkanasche nach Europa

Aus Island kommt kaum noch neue Vulkanasche auf den europäischen Kontinent. Wie das Meteorologische Institut in Reykjavik am Dienstag mitteilte, stößt der Vulkan unter dem Gletscher Eyjafjallajökull jetzt nur Lava und "fast reinen Wasserdampf" aus. Die dennoch erneut zunehmenden Probleme für die Luftfahrt in mehreren europäischen Ländern würden ausschließlich durch Verschiebungen der schon vorhandenen Wolke über dem Kontinent herrühren. Die Experten auf der Atlantikinsel widersprachen damit Angaben des Meteorologischen Institut in London aus der Nacht, wonach "die Eruption sich verstärkt hat und sich eine neue Aschewolke in südöstlicher Richtung auf Großbritannien zubewegt". Die Wetterbehörde in London vermied es am Vormittag allerdings, erneut von einer "neuen" Wolke zu sprechen.

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11.39 Uhr: Ramsauer gibt Regierungserklärung zu Luftsicherheit

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gibt heute im Bundestag wegen der massiven Behinderungen im Luftverkehr eine Regierungserklärung ab. Das teilte der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Peter Altmaier (CDU), am Dienstag in Berlin mit. Es sei nicht Aufgabe der Politik, sachliche Bewertungen zu treffen, ob Flugzeuge starten dürfen oder nicht. Dafür seien andere Stellen zuständig. "Für uns geht es darum: Die Sicherheit hat Vorrang", sagte Altmaier. Die Politik werde keinen Druck auf Flugunternehmen ausüben, die Flüge wieder aufzunehmen.

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11.27 Uhr: Kenias Blumenfarmen vernichten tausende Rosen

Der gestörte Flugverkehr in Europa hat gravierende Folgen für die kenianische Blumenindustrie. "Unsere Kühlhäuser sind brechend voll", berichtete der niederländische Besitzer der Blumenfarm Maridadi, Jack Kneppers. Seit Donnerstag konnten die Hersteller im zentralkenianischen Anbaugebiet Rift Valley tausende Schnittblumen, meist Rosen, nicht mit Flugzeugen nach Europa verschicken. Zu Wochenbeginn entschlossen sich die Blumenfarmer schließlich, einen Teil ihrer bereits geernteten Produktion zu zerstören. Die von der Aschewolke ausgelösten Störungen im Flugverkehr von und nach Europa kommen laut Kneppers "zum schlechtesten Zeitpunkt", da am 9. Mai in Europa Muttertag gefeiert wird und die Nachfrage nach Blumen groß sei. Aus Kenia stammt rund ein Drittel aller in Europa verkauften Schnittblumen.

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11.22 Uhr: Piloten müssen Asche-Risiko selbst abwägen

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat die Verantwortung der Piloten bei den derzeitigen Flügen über Deutschland betont. Es werde teilweise nach Sicht geflogen. "Von den Verfahren her ist das absolut sicher, was die Aschewolke angeht, können wir das nicht sagen - das muss der Pilot selbst entscheiden", sagte DFS- Sprecher Axel Raab am Dienstag am Frankfurter Flughafen.

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10.54 Uhr: Tui fliegt 11.000 gestrandete Urlauber heim

11.000 gestrandete Urlauber können aufatmen: Deutschlands größter Reiseveranstalter Tui will sie am Dienstag nach Hause fliegen. "Bis Mitternacht haben wir alle Starts ab Deutschland abgesagt. Die Rückholaktionen haben Vorrang", sagte ein Tui-Sprecher. Neben 19 Maschinen von Tui-Fly seien noch 15 andere, darunter zwei Jumbos, gechartert worden. Sämtliche Feriengäste, die auf der Kanareninsel Teneriffa auf den Heimflug gewartet hatten, waren am Morgen in Deutschland angekommen. 17 Maschinen bringen insgesamt 2500 Urlauber von Mallorca aus zu den Flughäfen Hannover, Leipzig, Köln und Düsseldorf.

Die Tui plant von Mittwoch an wieder einen normalen Flugbetrieb. Die Gäste, die am Mittwoch in den Urlaub fliegen sollten, werden über geänderte Abflugzeiten informiert. Dazu hat der Reiseveranstalter eine Hotline eingerichtet (Tel. 0511/5678000).

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10.22 Uhr: Besuch von US-General McChrystal verschoben

Die Anfang der Woche wegen des Flugverbots über Europa abgesagten Gespräche von US- General Stanley McChrystal zu Afghanistan sind nun für diesen Mittwoch in Berlin geplant. Eine Sprecherin der US-Botschaft in Berlin sagte am Dienstag, es sei vorgesehen, dass McChrystal an dem Tag in der Stadt sei und Termine wahrnehme. Der Kommandeur der Afghanistan-Schutztruppe ISAF sollte ursprünglich bereits am Montag Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) treffen.

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9.40 Uhr: Dänischer Luftraum bleibt auch Dienstag dicht

In Dänemark sind auch am Dienstag keine Starts oder Landungen von Flugzeugen möglich. Die nationale Luftfahrtbehörde hat die Sperrung aller Flugplätze bis 2 Uhr am Mittwochmorgen verlängert. Sie begründete die Maßnahme mit dem anhaltenden Zustrom von Vulkanasche aus Island.

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9.04 Uhr: Eurocontrol: Luftraum in großen Teilen wieder frei

Der Himmel rund um Deutschland öffnet sich wieder: Mit den seit Dienstagmorgen geltenden neuen Regeln für Flugverbote in Europa darf wieder in weitaus mehr europäischen Gebieten geflogen werden. Nach Angaben der europäischen Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol in Brüssel liegt Deutschland, wo der Luftraum noch komplett geschlossen ist, inzwischen am Rand der Sperrgebiete. Mit Stand 8.45 Uhr lag Deutschland an der östlichen Grenze des gesperrten Luftraums. Tschechien, Südpolen und das östliche Österreich waren bereits frei. Nur noch ein Korridor im nördlichen Polen blieb gesperrt. Auch der Luftraum über großen Teilen Frankreichs war am Dienstag offen. Das Zentrum der Sperrzone lag in etwa über der Nordsee. Norwegen und der größte Teil Schwedens waren frei. Ein Ausläufer der Sperrzone zog sich noch über Dänemark, Südschweden und Finnland. Das Gebiet über Großbritannien und Irland war wie in den Tagen zuvor noch mit Flugverboten belegt.

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8.07 Uhr: Air Berlin erwägt Bitte um Staatshilfe

Wegen der finanziellen Ausfälle durch die Aschewolke schließt Air Berlin eine Bitte um Staatshilfen nicht aus. "Wenn wir zum Normalbetrieb zurückgekommen sind, werden wir sicherlich ein Fazit ziehen und dann werden wir gucken, ob wir hier nicht eine vergleichbare Situation mit den Terroranschlägen vom September 2001 haben", sagte der Vorstandsvorsitzende von Air Berlin, Joachim Hunold. Er reagierte damit am Dienstagmorgen im Deutschlandfunk auf die Frage, ob das Unternehmen Staatshilfe beantragen werde. Tatsache sei, "dass wir hier riesige Verluste erleiden".

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7.15 Uhr: Betrieb an Flughäfen nimmt zu

Trotz der Luftraum-Sperre bis mindestens 14 Uhr nimmt der Betrieb auf den deutschen Flughäfen seit Dienstagmorgen zu. Die Deutsche Flugsicherung hatte am Montag die Sperrung des Luftraums wegen der isländischen Aschewolke verlängert, Flüge zu Sonderkonditionen aber erlaubt.

Die Lufthansa plant für den Tag 140 Flüge. In München will die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin ihr reguläres Programm wieder aufnehmen. Ein Flughafensprecher rechnete mit 457 Flügen, was etwa 40 Prozent eines normalen Flugtages entspreche.

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6.39 Uhr: Island-Vulkan spuckt weniger Asche

Der Gletschervulkan auf Island schickt kaum noch Asche Richtung Europa. Wie das Meteorologische Institut in Reykjavik am Dienstagmorgen mitteilte, ist der Vulkan unter dem Gletscher Eyjafjallajökull zwar weiter unvermindert aktiv. Er stößt aber immer mehr Lava statt Wasserdampf und Asche aus. Außerdem erreicht die Rauchsäule nur eine sehr geringe Höhe.

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Dienstag, 1.03 Uhr: Koalitionspolitiker kritisieren Ramsauer

Nach der Luftfahrtbranche haben auch Koalitionspolitiker Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer wegen des weiträumigen Flugverbots kritisiert. Der CDU-Obmann im Wirtschaftsausschuss, Andreas Lämmel, sagte der "Bild"-Zeitung, Ramsauer (CSU) müsse sich fragen lassen, wie die unterschiedlichen Bewertungen der Aschewolken in einzelnen Staaten zu erklären seien. Es dürfe nicht sein, dass Deutschland sich angesichts der immensen wirtschaftlichen Schäden vor allem im Tourismus allein auf Messungen berufe, die höchst umstritten seien.

FDP-Verkehrsexperte Horst Friedrich sagte der Zeitung, es sei zwar selbstverständlich, dass die Sicherheit vorgehe. "Aber der Verkehrsminister hat zu starr ausschließlich die Sicherheit im Blick und vernachlässigt die Probleme von den Leuten, die im Ausland darauf warten, endlich zurück zu kommen."

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22.34 Uhr: Flugverbote bis Dienstag 14 Uhr verlängert

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat die Sperrungen des deutschen Flugraums bis Dienstag 14 Uhr verlängert. Flüge nach Sichtflug sind nach Angaben der DFS aber von diesem Flugverbot ausgenommen, ebenso seien auch Nachtflüge möglich, wenn es die regionalen Bestimmungen zuließen.

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22.17 Uhr: Schweiz öffnet Luftraum ab Dienstagfrüh

Die wegen der Vulkanasche aus Island bestehende Luftraumsperre über der Schweiz wird am Dienstag aufgehoben. Ab 8 Uhr dürfen Flugzeuge wieder fliegen, wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt mitteilte. Die Aschewolke liege zwar vorerst immer noch über der Schweiz, ihre Konzentration habe jedoch beträchtlich abgenommen. Testflüge und Messergebnisse hätten gezeigt, dass der Flugverkehr wieder aufgenommen werden könne.

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21.56 Uhr: Eyjafjallajökull spuckt nun auch Lava

Geologen haben in dem isländischen Vulkan Eyjafjallajökull am Montag erstmals seit seinem Ausbruch Lava gesichtet. Der Asche-Austoß sei deutlich zurückgegangen, sagte die Geologin Kristin Vogfjord vom isländischen Wetterdienst. Dies dürfte dem europäischen Flugverkehr zugutekommen. Allerdings warnen Forscher davor, dass der Ausbruch weitere Eruptionen bei umliegenden Vulkanen auslösen könnte.

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21.52 Uhr: Airlines pumpen offenbar Staat an

Deutsche Fluggesellschaften und Reisekonzerne haben einem Medienbericht zufolge wegen der Verluste durch die tagelangen Flugverbote bereits um Staatshilfen gebeten. Wie die Tageszeitung "Die Welt" berichtet, wurde bei dem Treffen mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Montag um Geld gebeten. Offizielle Anträge seien allerdings noch nicht gestellt worden.

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21.48 Uhr: Air Berlin beförderte bereits 15.000 Passagiere

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin hat am Montag trotz der Sperrung des Luftraumes insgesamt rund 15.000 Passagiere befördert. "Nach derzeitigem Stand wird Air Berlin bis Mitternacht insgesamt 104 Flüge durchgeführt haben", teilte das Unternehmen mit. Für Dienstag seien "deutlich mehr" Flüge geplant.

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21.12 Uhr: Tui bringt 16 Flieger in die Luft

Der deutsche Reiseveranstalter Tui hat am Montagabend 16 Flugzeuge starten lassen, um rund 3000 gestrandete Urlauber aus der Türkei, den Kanarischen Inseln und Ägypten zurückzuholen. Sie sollen am frühen Dienstagmorgen in Hannover, Köln-Bonn und Stuttgart eintreffen. Bei den Flügen handelte es sich angesichts des Flugverbots um sogenannte kontrollierte Sichtflüge mit Sondergenehmigung.

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20.23 Uhr: 70 Prozent der Flüge ausgefallen

Nach Angaben der europäischen Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol sind am Montag etwa 70 Prozent der Flüge im Laufe des Tages ausgefallen. Nur rund 8700 der normalerweise 28.000 Verbindungen hätten stattgefunden. Im größten Teil Europas, und zwar in 14 Ländern, sei der Luftraum gesperrt gewesen. Nur in Süd- und Zentraleuropa konnten Flugzeuge starten und landen.

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19.48 Uhr: Höhere Feinstaubwerte

Wahrscheinlich als Folge des Vulkanausbruchs auf Island steigen nach Angaben des Umweltbundesamtes die Feinstaubwerte in einigen Regionen Deutschlands. So habe die gemessene Konzentration auf der am höchsten gelegenen Messstationen der Behörde auf der Zugspitze in 2650 Metern Höhe um das achtfache über dem langjährigen Mittelwert gelegen, teilte das Umweltbundesamt am Abend mit. "Mit großer Wahrscheinlichkeit geht der Anstieg auf die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull zurück", erklärte die Umweltbehörde.

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19.45 Uhr: Gratis-Spaß in SeaWorld

Trostpflaster für gestrandete Touristen: Florida-Urlauber aus Europa, die wegen der Aschewolke nicht nach Hause fliegen können, haben ab sofort freien Eintritt in den Vergnügungsparks der SeaWorld-Gruppe. Die Touristen dürften sich kostenlos für einen Tag die Zeit mit den Delfin- und Walshows in den Themenparks in Florida vertreiben. Das Angebot gilt zunächst bis Mittwoch - oder bis zur Wiederaufnahme der planmäßigen Flüge. Normalerweise kostet eine Tageskarte für SeaWorld in Orlando 68,95 Dollar (51 Euro).

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19.42 Uhr: Erster Lufthansa-Flieger auf dem Weg nach Berlin

Nach tagelangem Stillstand ist die erste Lufthansa-Maschine wieder vom Frankfurter Flughafen gestartet. Ziel war Berlin-Tegel, wo das Flugzeug gegen 20 Uhr landen sollte. Weitere Flüge sollten am Abend unter anderem in die USA, nach Afrika und Asien führen.

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19.10 Uhr: Erste Maschinen in Deutschland gelandet

Nicht nur die Lufthansa fliegt wieder: Am Drehkreuz Frankfurt landete als erstes eine Maschine des Ferienfliegers Condor, die aus der Dominikanischen Republik kam. In München landete eine Maschine von Air Berlin aus Palma de Mallorca.

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18.55 Uhr: Luftraum über Europa wird teilweise wieder geöffnet

Der Luftraum über Europa wird ab Dienstagmorgen 8 Uhr teilweise wieder geöffnet, wie EU-Verkehrskommissar Siim Kallas am Montagabend in Brüssel bekanntgab. "Ab 8 Uhr werden wir wieder mehr Flugzeuge am Himmel sehen", sagte Kallas im Anschluss an eine Videokonferenz der EU-Verkehrsminister. Nach französischen Regierungsangaben werden Sicherheitszonen eingerichtet, in denen die Gefahr durch die Aschewolke nicht so groß sei und Flüge unter strikten Sicherheitsauflagen genehmigt würden.

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17.52 Uhr: Air Berlin nimmt Flugbetrieb eingeschränkt wieder auf

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin nimmt wieder einen eingeschränkten Betrieb auf. Noch am Montag sollten mehrere Ziele im Inland, in Europa und in Übersee angesteuert werden, wie das Unternehmen in Berlin mitteilte. Möglich sei dies nach einer Entscheidung der Deutschen Flugsicherung und des Luftfahrtbundesamts, wonach Passagierjets in Deutschland wieder im kontrollierten Sichtflug in niedrigerer Höhe fliegen dürfen.

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17.34 Uhr: Hamburg hebt Nachtflugverbot vorübergehend auf

Hamburg hebt das Nachtflugverbot vorübergehend auf. Sobald der deutsche Luftraum für den Flugverkehr wieder freigegeben ist, sollen in der Hansestadt zwei Nächte lang Maschinen starten und landen dürfen, teilte die staatliche Pressestelle am Montag mit. "Wir bitten die betroffenen Anwohner des Flughafens im Interesse der seit Tagen festsitzenden Fluggäste um ihr Verständnis", sagte Umweltsenatorin Anja Hajduk (GAL). In Hamburg gilt ein Nachtflugverbot zwischen 23.00 und 6.00 Uhr.

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17.24 Uhr: Vereinigung Cockpit lehnt Sichtflüge ab

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) lehnt die von der Lufthansa geplanten Sichtflüge ab. "Entweder der Luftraum ist sicher oder er ist es nicht", sagte ein Sprecher am Montag in Frankfurt. Offensichtlich wolle die Regierung nicht die Verantwortung für eine Öffnung des aschebelasteten Luftraums übernehmen. Es werde wegen des wirtschaftlichen Drucks nach Wegen gesucht, das Flugverbot zu umgehen

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17.17 Uhr: Britischer Luftraum öffnet am Dienstag teilweise

Der britische Luftraum wird am Dienstag teilweise wieder geöffnet. Von 7 Uhr (8 Uhr MESZ) dürfe über Schottland und Teile Nordenglands geflogen werden, teilte am Montag die britische Flugsicherung Nats mit. Die Lage verbessere sich "kontinuierlich". Da sich die Vulkanasche nach Süden verlagere, bestehe die Möglichkeit, dass auch Flughäfen in England und Wales - darunter auch in London - am Dienstag wieder den Betrieb aufnehmen könnten.

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16.09 Uhr: Testflug von British Airways zeigt keine Probleme

Ein Testflug der Fluggesellschaft British Airways (BA) über dem gesperrten Luftraum in Großbritannien hat keine Probleme gezeigt. Die derzeitigen pauschalen Flugverbote wegen der Vulkanasche seien daher "unnötig", kritisierte der Chef der britischen Airline, Willie Walsh, am Montag. Bei dem Flug habe es keinerlei Störungen gegeben. Alle vier Triebwerke der Maschine hätten normal funktioniert. Experten kritisierten die sogenannten Testflüge der Fluggesellschaften jedoch als "PR-Aktionen". "Die Leute werden in die Irre geführt", sagte Max Sukkhasantikul, Airline-Experte der Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Die Maschinen hätten keinerlei Test-Ausrüstung an Bord und müssten sowieso an einen anderen Ort verlegt werden.

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16.08 Uhr: Deutsche Flughäfen bleiben geschlossen

Trotz der heftigen Kritik vieler Fluggesellschaften bleiben die deutschen Flughäfen geschlossen. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) verlängerte das Flugverbot zunächst bis Dienstagmorgen um 2 Uhr. Die rigorosen Flugverbote wurden aber zum Teil etwas gelockert. So wollte die Deutsche Lufthansa mit Ausnahmegenehmigungen 15.000 Passagiere zurück nach Deutschland holen. Aus Asien, Nord- und Südamerika sowie Afrika dürften 50 Langstreckenflugzeuge starten, sagte eine Unternehmenssprecherin. Sie würden am Dienstag in Frankfurt, München und Düsseldorf erwartet. Die Maschinen würden im sogenannten kontrollierten Sichtflug fliegen, was von den Behörden genehmigt sei. Auch Air Berlin flog mit Ausnahmegenehmigungen Passagiere aus Mallorca nach Deutschland. Eine Maschine sei nach einem kontrollierten Sichtflug in München gelandet, sagte eine Unternehmenssprecherin. Ein weiterer Flug sei unterwegs.

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15.41 Uhr: Lufthansa holt 15.000 Passagiere nach Deutschland

Die Deutsche Lufthansa holt 15.000 gestrandete Passagiere nach Deutschland zurück. 50 Langstrecken-Jets würden in den nächsten Stunden in Nord- und Südamerika, Afrika und Asien starten. Sie sollen dann am Dienstagmorgen in Frankfurt, München und Düsseldorf landen, sagte Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt.

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15.05 Uhr: Aschewolke ist löchrig

Die Aschewolke aus Island ist nach Beobachtungen von Forschern löchrig. "Wir können mittlerweile sagen, dass es Zeiträume gibt, die kritischer sind und solche, wo die Luft rein ist", stellte der Jülicher Atmosphärenforscher Cornelius Schiller am Montag in einer Mitteilung fest. Die Wissenschaftler messen die Wolke mit einem Laserscanning-System zur optischen Erfassung von Partikeln in der Atmosphäre - Lidar genannt. Die Wolke sei eindeutig erkennbar in einer Höhe von 7,5 bis 10 Kilometern. Damit sei der für den innereuropäischen Flugverkehr wichtigste Höhenbereich "zunächst einmal potenziell belastet".

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14.45 Uhr: EU erleichtert staatliche Hilfen für Airlines

Brüssel eilt den von Flugverboten betroffenen Airlines zu Hilfe: Wegen ihrer Millionenverluste infolge der Asche-Wolke will die EU-Kommission staatliche Finanzspritzen für die Unternehmen erleichtern. "Wir sind bereit, ähnlich zu reagieren wie nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001", sagte EU- Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia. Die Kommission beabsichtigt nun, Regeln neu zu definieren. Innerhalb dieser Grenzen dürften die Staaten ihren Airlines dann Notfallhilfen gewähren, ohne dass sie jeweils einzeln in einem langen Verfahren in Brüssel genehmigt werden müssten.Nach Ansicht des europäischen Branchenverbandes Association of European Airlines (AEA) sind die Auswirkungen schlimmer als nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Die europäischen Flughäfen hätten mehr als 136 Millionen Euro Verluste gemacht, meldete AEA. Einige Fluglinien könnten sogar vor dem Aus stehen.

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14.31 Uhr: CSU-Landesgruppe verschiebt Aussprache mit Söder

Nun verhindert die Aschewolke auch noch das Ende eines Streites: Die Aussprache von Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) in der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Das für Montagabend geplante Treffen sei auf die Sitzung der CSU-Bundestagsabgeordneten am 3. Mai verschoben worden, teilte die CSU-Landesgruppe am Montag in Berlin mit. Söder war zwar am Montag in Berlin, musste aber für die bayerische Kabinettssitzung an diesem Dienstag wieder in München sein und wegen der geschlossenen Flughäfen mehr Reisezeit einplanen. Söder hatte unter CSU-Bundestagsabgeordneten für Ärger gesorgt, weil er ein Konzept zur Gesundheitsreform vorgelegt hatte, ohne sie einzubinden.

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14.30 Uhr: Kaum CO2-Einsparung durch Flugausfälle

Die Einsparung des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) durch Flugausfälle in Europa ist nach Experten-Einschätzung zu vernachlässigen. Bei einem weltweiten jährlichen Ausstoß von fast 50 Milliarden Tonnen CO2 und einem Anteil des Flugverkehrs daran von rund zwei Prozent liege ein Ausfall von wenigen Tagen im europäischen Luftverkehr unterhalb der Nachweisgrenze ("below noise level"), sagte Klimaforscher Hartmut Graßl vom Max-Planck-Institut für Meteorologie am Montag in Hamburg. Das Unternehmen Atmosfair, das Flugreisen durch Spenden für die Umwelt auszugleichen versucht, hatte zuvor berechnet, dass zwei Tage ohne Flugverkehr in Europa rund zwei Millionen Tonnen CO2 einsparen. Nach Berechnungen des Online-Magazins "Wir-Klimaretter.de" nützt das dem Klima so viel, als würden eine Million Deutsche ihre Autos ein Jahr lang stehen lassen.

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14.28 Uhr: Ausnahmevisa für Reisende in den Transitbereichen

Mehrere hundert Reisende, die in den Transitzonen der deutschen Flughäfen festhingen, haben Ausnahmevisa erhalten. Bis Montagmorgen habe es bundesweit 1600 Fälle gegeben, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin. Es gebe ein schnelleres und vereinfachtes Verfahren direkt am Flughafen. Die Bundespolizei sei bereits in den vergangenen Tagen aktiv geworden, um unbürokratisch zu helfen. Die Ausnahmevisa erlauben die Einreise nach Deutschland. Dadurch können die Menschen beispielsweise per Bahn weiterreisen oder in einem Hotel unterkommen. In den Transitbereichen mussten in den vergangenen Tagen Hunderte auf Feldbetten übernachten. Noch immer müssen dort zahlreiche Passagiere ausharren.

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14.16 Uhr: Air Berlin fliegt Passagiere nach München

Trotz einer generellen Sperrung des deutschen Luftraums wegen der Aschewolke aus Island fliegt Air Berlin Passagiere aus Palma de Mallorca nach München zurück. Wie die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft am Montag mitteilte, sei die Maschine mit rund 170 Passagieren von der Baleareninsel gestartet und werde gegen 15.45 Uhr in München erwartet. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung handelt es sich dabei um einen kontrollierten Sichtflug, für den eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden war. Auch der Ferienflieger Condor fliegt derzeit gestrandete Urlauber aus Mallorca, Kenia und der Karibik zurück, allerdings nach Österreich.

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14.16 Uhr: 80.000 zusätzliche Eurostar-Plätze

Angesichts der anhaltenden schweren Beeinträchtigungen im Flugverkehr will die französische Staatsbahn SNCF in dieser Woche 80.000 zusätzliche Plätze in Eurostar-Zügen zwischen Paris und London anbieten. Der Preis für ein einfaches Ticket betrage 96 Euro, teilte SNCF-Chef Guillaume Pepy am Montag in Paris mit. Normalerweise kostet ein Ticket für diese Strecke, das in letzter Minute gekauft wird, bis zu 245 Euro. Nach der Schließung der meisten französischen Flughäfen am vergangenen Freitag wegen des Vulkanausbruchs in Island hatte die SNCF bereits 25.000 zusätzliche Plätze für Fahrten in Richtung der Benelux-Staaten, Deutschland, Großbritannien und der Schweiz angeboten.

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14.04 Uhr: Forschungsflug zu Aschewolke startet um 16 Uhr

Der Forschungsflug zur Untersuchung der Vulkanaschewolke über Deutschland sollte am Montag um 16 Uhr von Oberpfaffenhofen bei München starten. Das Forschungsflugzeug Falcon 20 E werde bis an die holländische Grenze fliegen, um die Dichte der Ascheteilchen in der Luft sowie ihre Größe zu messen, sagte eine Sprecherin vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen. Der Flug werde zwei bis drei Stunden dauern, gemessen werden soll in einer Höhe von 3000 bis 10.000 Metern. Die nötigen Messinstrumente seien nun eingebaut. "Die Ergebnisse des Fluges hängen davon ab, wie viele Daten während des Fluges gesammelt werden können", sagte Kamin. Außerdem nehme die Auswertung einige Zeit in Anspruch. Manche Ergebnisse sollen erst in den nächsten Tagen vorliegen.

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13:31: Bundesregierung für vorübergehende Lockerung des Nachtflugverbots

Die Bundesregierung macht sich für eine vorübergehende Lockerung des Nachtflugverbots stark. Verkehrsminister Peter Ramsauer habe an die zuständigen Länderminister appelliert, flexibel zu reagieren und das Nachtflugverbot eventuell zeitweise zu lockern, wenn die Luftverkehr wieder freigegeben sei, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. Er betonte, die Zuständigkeit liege bei den Ländern.

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13.13 Uhr: Nach Asche-Flug hat Nato-Jet Glas im Triebwerk

Vulkanasche hat einen Nato-Kampfjet vom Typ F-16 bei einem Testflug über Europa beschädigt. Die Maschine landete am Wochenende mit Glas im Triebwerk, sagte ein hoher US-Beamter am Montag in Brüssel. Das Glas sei aus Vulkanasche entstanden, die in das heiße Triebwerk geriet.

Der Beamte machte keine genaueren Angaben darüber, wann und wo der Jet flog. Er wollte auch nicht bestätigen, dass es sich um eine US- Maschine handelte: "Jemand flog den Jet und er hatte Glas im Triebwerk." Der Beamte sagte weiter: "Man kann fliegen, aber es ist gefährlich."

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12.47 Uhr: UEFA berät über Europa-League-Spiele

Die UEFA berät weiter über die Ausrichtung der Halbfinal-Hinspiele in der Europa Leauge. Ob der Hamburger SV am Donnerstag in der heimischen Arena gegen den FC Fulham antreten kann, soll noch am Montag entschieden werden, teilte ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union mit. Die Entscheidung soll am Nachmittag bekanntgegeben werden. Im zweiten Halbfinale sollen Atlético Madrid und der FC Liverpool aufeinandertreffen. Die Anreise der englischen Teams nach Deutschland und Spanien ist noch ungewiss. In der Champions League traten der FC Barcelona und Olympique Lyon ihre Reisen zu den Auswärtspartien bei Inter Mailand und dem FC Bayern München per Bus an.

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12.38 Uhr: Schweizer Forscher messen gefährliche Ascheteilchen

Die isländische Aschewolke über Europa enthält tatsächlich die für Flugzeuge gefährlichen Vulkanaerosole. Das haben Forscher der Eigenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich bei Messungen bestätigt. Wie die Universität am Montag mitteilte, hat sie in der Schweiz mit Wetterballons, Lasern und Messflugzeugen über das Wochenende verschiedene Messungen durchgeführt und ausgewertet. "Wir konnten in einer Höhe zwischen vier und fünf Kilometern eine besonders hohen Anteil an Vulkanaerosolen feststellen", sagte der ETH-Professor für Atmosphärenchemie, Thomas Peter. Erstmals habe so die Höhe und Struktur der Aerosolschicht wissenschaftlich erfasst werden können. Um die genaue Aerosolkonzentration und Teilchengröße festzustellen werden die Daten jetzt weiter ausgewertet.

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12.35 Uhr: Tausende deutsche Urlauber mit Bussen auf Heimweg

Tausende deutsche Urlauber sind nach dem Flugverbot auf einem mühsamen Heimweg. Am Montag sollten 1300 Feriengäste von den Kanarischen Inseln nach Rom geflogen werden, teilte Reiseveranstalter TUI in Hannover mit. Von dort aus werden sie mit Bussen nach Hause gebracht. "Am Morgen sind bereits rund 500 Mallorca-Urlauber in Bussen am Frankfurter Hauptbahnhof angekommen", sagte TUI-Sprecher Mario Köpers am Montag. Sie hatten eine 20-stündige Fahrt von Barcelona hinter sich, zuvor waren sie von Mallorca aus in die katalanische Stadt geflogen. Insgesamt seien 1200 auf Mallorca gestrandete TUI Gäste mittlerweile auf dem Landweg in Richtung Heimat.

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12.25 Uhr: Lyons Fußballer kommen in Minivans nach München

Die Vulkanasche aus Island zwingt Bayern Münchens Champions-League-Gegner Olympique Lyon vor dem Hinspiel zu einer zweitägigen Busreise. Mit bis zu zehn Minivans werde sich die Delegation am Montag nach dem Mittagessen um 13.30 Uhr auf die Reise in die bayerische Landeshauptstadt machen, berichteten französische Medien unter Berufung auf Clubsprecher. Nach den ersten 625 Kilometern wolle man in Stuttgart übernachten und am Dienstag die letzten 230 Kilometer in Angriff nehmen, hieß es. Das Halbfinal-Hinspiel in der Fußball-Königsklasse findet am Mittwoch (20.45 Uhr) in der Münchner Allianz Arena statt.

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12.23 Uhr: Flugsicherung verlängert Flugverbote bis Dienstag 2 Uhr

Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrungen des deutschen Flugraums bis Dienstag 2.00 Uhr verlängert. Dies sagte Pressesprecher Axel Raab am Montag in Langen bei Frankfurt der Nachrichtenagentur dpa. Die Sperrung stehe aber unter dem Vorbehalt, dass Messergebnisse nach einem geplanten Forschungsflug neue Erkenntnisse liefern.

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12.11 Uhr: Vulkan spuckt mehr Lava

Der isländische Gletschervulkan stößt zunehmend mehr Lava statt Asche aus. Ein Sprecher des Meteorologischen Institutes in Reykjavik sagte der Nachrichtenagentur dpa am Montagmittag: "Das sind gute Nachrichten für Flugreisende in Europa." Ein Überwachungsflug per Hubschrauber habe entsprechende Messungen bestätigt. Auch die viel geringere Höhe der Rauchsäule mit Vulkanasche zeige eine Veränderung des Ausbruchs an. Sie hat an diesem Montag nur noch eine Höhe von maximal vier Kilometern erreicht. "Dadurch kann nur sehr viel weniger Asche auf den europäischen Kontinent gelangen", sagte der Meteorologe Hjorleifur Sveinbörnsson. In den letzten Tagen war die Säule auf eine Höhe von bis zu elf Kilometern gelangt.

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12.11 Uhr: Briten setzen Marine zur Rettung Gestrandeter ein

Großbritannien hat drei Marineschiffe auf den Weg geschickt, um gestrandete Briten nach Hause zu bringen. Die Schiffe sollten im Ärmelkanal und wahrscheinlich in Spanien zum Einsatz kommen, sagte Premierminister Gordon Brown am Montag nach einer Sitzung des Notfall-Komitees in London. Es müsse zudem geprüft werden, ob die Fluggesellschaften finanziell unterstützt werden könnten.

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12 Uhr: Eurocontrol: 70 Prozent der Flüge in Europa fallen aus

Die europäische Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol rechnet für diesen Montag nur mit einer leichten Entspannung der chaotischen Situation im Luftverkehr. Etwa 70 Prozent der Flüge sollen im Laufe des Tages ausfallen, wie die Behörde am Montag mitteilte. Demnach würden nur etwa 8000 bis 9000 Verbindungen der normalerweise gut 28 000 Verbindungen an einem normalen Montag zustande kommen. Bisher hatte es nach dem Beginn der Aschegefahr am vergangenen Donnerstag mit jedem Tag mehr Ausfälle gegeben. Dieser Trend kehrt sich der Prognose zufolge nun erstmals wieder um: Von rund 80 Prozent Ausfall vom Sonntag auf nunmehr 70 Prozent.

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DPA/APN/AFP/Reuters/DPA/Reuters

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