Startseite

Albtraum "Traumschiff"-Reise

Auf der "Queen Elizabeth 2" passieren mysteriöse Dinge. Menschen verschwinden spurlos und Viren setzen Passagiere und Besatzung außer Gefecht. Für letzteres war offenbar ein blinder Passagier verantwortlich.

Ein "blinder Passagier" hat die "Traumschiff"-Reise auf dem Luxusliner "Queen Elizabeth 2" für Hunderte zum Albtraum gemacht. Das hoch ansteckende Noro-Virus setzte 276 Passagiere und 28 Besatzungsmitglieder mit Erbrechen und Durchfall außer Gefecht. Fast jeder fünfte Passagier auf dem legendären Kreuzfahrtriesen habe sich seit dem Auslaufen des Schiffes in Fort Lauderdale, Florida, am 10. Januar angesteckt, berichtete die "San Jose Mercury News". Bei der Ankunft der "Queen" im kalifornischen San Francisco zwei Wochen später seien aber nur noch vier Passagiere krank gewesen, und niemand sei von der Reise abgesprungen, beteuerte ein Sprecher der britischen Reederei "Cunard Lines".

In Los Angeles mussten alle Passagiere von Bord gehen, um den Putzkolonnen mit Desinfektionsmitteln Platz zu machen, berichtete die Webseite "CruiseCritic.com". Es gab keine Selbstbedienung mehr am Buffett zum Schutz vor schmutzigen Händen. Türgriffe, Geländer, Aufzugknöpfe bis hin zu den Plastikchips im Casino würden mehrmals täglich abgewischt, hieß es weiter. Kreuzfahrtschiffe seien eben die ideale Brutstätte für Noro-Viren, sagte Neil Rau, Experte für ansteckende Krankheiten, im kanadischen Rundfunk.

Der über 300 Meter lange Kreuzfahrt-Riese, der bis zu 2000 Passagieren und 1000 Crew-Mitgliedern Platz bietet, ist mit Magen-Darm-Viren nicht allein auf hoher See. Erst im Dezember war das weltgrößte Kreuzfahrtschiff "Freedom of the Seas" mit 108 Durchfallkranken an Bord von einer Karibik-Kreuzfahrt in einen Hafen bei Miami, US-Bundesstaat Florida, zurückgekehrt. Nur zwei Wochen zuvor hatten sich auf dem von der US-Kreuzfahrtgesellschaft "Royal Caribbean" betriebenen Schiff 380 Menschen mit dem Noro-Virus infiziert.

Kreuzfahrt wird zum Kriminalfall

Auf der Webseite des Verbands "International Cruise Victims", der sich für "Kreuzfahrtopfer" stark macht, rechnet Verbands-Chef Kendall Carver vor, dass allein im letzten Jahr weltweit über 5000 Passagiere an Durchfall erkrankten. Doch für den Amerikaner ist das ist nur die Spitze des Eisbergs der Kreuzfahrt-Albträume. Im August 2004 verschwand seine 40-jährige Tochter auf einer Schiffsreise vor der Küste von Alaska spurlos. Der Fall wurde nie gelöst. Den Reedereien wirft er mangelnde Unterstützung bei der Aufklärung von möglichen Verbrechen auf hoher See vor. Auf der Webseite schildern Betroffene das mysteriöse Verschwinden von Freunden und Verwandten, Überfälle, Vergewaltigungen und andere kriminelle Handlungen.

Der jüngste Fall dreht sich um eine 62-jährige Deutsche. Die Hamburgerin Sabine L. war zuletzt am 31. Dezember auf der "Queen Elizabeth 2" gesehen worden, als sie auf dem Kreuzfahrtschiff zum Baden in den Swimmingpool gehen wollte. Das Schiff befand sich damals auf der Heimreise von der portugiesischen Insel Madeira in die englische Hafenstadt Southampton. Seither fehlt von ihr jede Spur.

24 Passagiere gingen "verloren"

Das spurlose Verschwinden der Hamburgerin auf hoher See ist längst kein Einzelfall. Nach einem Bericht des US-Kongresses, gingen allein zwischen Januar 2003 und März 2006 auf den verschiedenen Luxus-Linern mindestens 24 Passagiere "verloren". Seither kamen nochmals ein Dutzend Fälle von vermissten Passagieren und Besatzungsmitgliedern hinzu. Die Ursache - Unfall, Selbstmord oder Verbrechen - ist selten zu klären. Der kanadische Soziologe Ross Klein kreidet den Schiffsbetreibern an, die Gefahren einer Kreuzfahrt herunterzuspielen.

Fälle wie das Verschwinden des Amerikaners George Smith auf seinen Flitterwochen sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Der gut aussehende, wohlhabende 26-Jährige verschwand am 5. Juli 2005 im Mittelmeer spurlos von Bord der "Brilliance of the Seas". Eine kleine Blutlache neben der Kabine deutete auf ein Verbrechen hin, das aber nie aufgeklärt wurde. Anfang Januar einigte sich die Reederei "Royal Caribbean Cruises" mit den Angehörigen auf Zahlung einer Abfindung in Höhe von über einer Million Dollar.

Barbara Munker/DPA/DPA

Kommentare (0)

    Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

    Was tun gegen ständige Lärmbelästigung in der Straße durch Lokal
    Hallo, was kann man dagegen unternehmen wenn jedes Wochenende eine große Afterwork Studenten Party in dem Tanzlokal nebenan stattfindet. Es findet jedes mal eine massive Ruhestörung vor. Es geht meistens von 23:00 bis 03:00 Morgens. Unsere Lebensqualität ist momentan arg eingeschränkt. Wir wussten schon als wir hierher gezogen sind das es ab und zu etwas lauter sein kann. Aber das es jetzt solche extremen Ausmaße nimmt konnten wir nicht ahnen. Bei der Polizei ist dieses Party/Lokal wegen Ruhestörung bekannt. Nur leider unternimmt niemand etwas dagegen. Wir wohnen jetzt 5 Jahre in der Wohnung neben dem Lokal. Aber wir sind jetzt am überlegen deshalb nächstes Jahr wenn es finanziell möglich ist umzuziehen. Was kann man solange tun? Fenster im Sommer geschlossen halten ist unzumutbar. Beschweren beim Lokal Besitzer sowie bei der örtlichen Stadt die sowas genehmigt bringt auch nichts. Wenn es heißt war um wir dort hin gezogen sind, leider ist Heilbronn momentan eine reine Studentenstadt , das heißt als wir hierher gezogen sind waren damals nicht viele für uns preiswerte Wohnungen verfügbar, außerdem wurden damals schon sehr viele Wohnung nur an Studenten vermietet. Das heißt , uns ist nichts anderes übrig geblieben die günstigste Wohnung zu nehmen. Wie oben beschrieben hatten wir kein Problem damit das ab und an eine Veranstaltung stattfindet. Nur , es findet jetzt jedes Wochenende etwas sehr lautstarkes statt.
    Ionisiertes Wasser oder Osmosewasser ?
    Klar
    Liebe Sternchen Community. Vor kurzem war ich bei einem Arzt und er hatte Azidose bzw. eine latente Übersäuerung festgestellt. Daraufhin habe ich viel recherchiert und einige Bücher gelesen. Erst bin ich auf die basische Ernährung gestoßen, die sehr effektiv sein soll, allerdings auch schwierig immer im Alltag zu praktizieren ist. Dann habe ich zufällig einen guten Bericht über ionisiertes Wasser bzw. basisches Wasser gefunden und mir auch ein Buch gekauft, "trink dich basisch" und "jungbrunnenwasser" da wird sehr positiv davon gesprochen. Insbesondere soll es auch das stärkste Antioxidanz sein mit Wasserstoff. Außerdem soll es den Körper basischer und Wiederstandsfähiger machen. Darmmileu und Blutmileu werden günstig beinflusst, heißt es. Sogar Haarausfall soll verhindert werden, weil die Hauptursache davon ist wohl Mineralienmangel, wegen Übersäuerung (pH Wert im Blut und Körper), weniger wegen der Genetik. Und noch einige weitere Vorteile hat es wohl, wie Obst und Gemüse wieder zu erfrischen. Und der Kaffee und Tee schmeckt wohl besser. Und noch einiges mehr.. Stimmt das? Allerdings habe ich "ionisiertes Wasser" gegoogled und bin auf einige Berichte gestoßen, die negativ davon sprechen. Meistens scheinen es Umkehrosmose Wasser Verkäufer zu sein, die so schlecht davon schreiben. Ich habe mal gehört Umkehrosmosewasser ist schädlich, weil es die Osteoporose verstärkt. Einige nennen es auch Osteoporosewasser, weil es wie destilliertes Wasser keine Mineralien mehr hat und deshalb Mineralien aus dem Körper zieht. Also ist es bestimmt nicht gut Osmosewasser zu trinken. Ich würde gerne mal ionisiertes Wasser probieren. Naja, aber hat jetzt jemand echte Erfahrung damit gemacht? Hat wer so einen "Wasserionisierer" zu Hause? Welches Wasser trinkt Ihr? Würde mich interessieren, weil die schon recht teuer sind. Aber vielleicht kaufe ich mir einen mit Ratenzahlung, wenn ich mir sicher bin. Im Moment braucht es etwas Aufklärung... Bitte nur seriöse Kommentare. Liebe Grüße KLAR

    Partner-Tools