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Die Albertville-Realschule in Winnenden ist durch einen Amoklauf zu trauriger Berühmtheit gelangt. Jetzt wurde sie 50 Jahre alt. Wie will man das feiern?
Zweieinhalb Jahre nach dem Amoklauf von Winnenden wird an der dortigen Albertville-Realschule wieder unterrichtet.
Ein Amoklauf in der eigenen Schule: Dieses schreckliche Erlebnis musste Astrid Hahn, Rektorin der Albertvile-Realschule in Winnenden, am 11. März mit Schülern und Kollegen erleiden. Im stern.de-Interview spricht sie über kleine Schritte in die Normalität, gibt Einblicke in ihre Gemütslage und erklärt, wie sie Amokläufer Tim K. nennt.
Für die Schüler der Albertville-Realschule in Winnenden hat am Montag wieder der gemeinsame Unterricht begonnen. Für sie wurde ein provisorischer Container-Komplex neben dem alten Schulgebäude errichtet. Doch die Erinnerung an den Amoklauf sitzt bei vielen tief.
Erschütternde Bilanz: Der 17-jährige Tim K. hat bei seiner Bluttat in der Albertville-Realschule neun Schüler und drei Lehrer getötet. Auf der Flucht erschoss er weitere drei Menschen und verletzte zwei Polizisten schwer. Nachdem er ein Auto angehalten und dessen Fahrer gekidnappt hatte, erschoss er sich im 40 Kilometer entfernten Wendlingen selbst.
Es gebe viel Schlimmes zu teilen, sagte Bundespräsident Horst Köhler während der Gedenkfeier zum Jahrestag des Amoklaufs von Winnenden. Auch den Hass. Der Zugang zu Waffen müsse noch weiter erschwert werden, forderte der Präsident. Nur so seien weitere Amokläufe zu verhindern.
Am 11. März jährt sich der Amoklauf von Winnenden zum ersten Mal. Die Stadt und die Albertville-Realschule wollen der Opfer gedenken - mit dem Bundespräsidenten, aber ohne Brimborium.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart erwägt nach Informationen von stern.de, auf ein öffentliches Verfahren gegen den Vater von Tim K., dem Amokläufer von Winnenden, zu verzichten. Die Eltern der Opfer sind empört. Eine öffentliche Verhandlung ist für sie zwingend notwendig. Es gebe noch viele offene Fragen.
Bei seinem Amoklauf im März tötete Tim K. 15 Menschen - und verwundete einen ganzen Ort. Wie sind die Einwohner in der schwäbischen Kleinstadt Winnenden mit der Tat umgegangen? Wie fassen sie Mut? stern.de hat sich vor Ort umgehört - und verstörte, aber starke Menschen getroffen.
Als Schülerin der Albertville-Realschule hat Sabine den Amoklauf von Winnenden hautnah mitbekommen. Die Elfjährige schildert, wie sie den Schultag, an den sie sich wohl immer erinnern wird, erlebt hat und wie sie dem Grauen entkam.
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Albertville ist eine Kleinstadt in den französischen Alpen und liegt im Département Savoie. Durch die Stadt fließt der Fluss Arly, kurz bevor er in die Isère mündet. In Albertville leben etwa 20.000 Menschen. Sie ist Sitz einer Unterpräfektur.