17. April 2010, 09:19 Uhr

Deutscher Luftraum bleibt geschlossen

Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrung des Luftraums über den internationalen Flughäfen Deutschlands bis Sonntag früh verlängert.

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Der Flugverkehr in ganz Europa liegt lahm. In den Flughäfen, wie hier in Brüssel, herrscht gähnende Leere©

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen entschied am Samstagmorgen aufgrund aktueller Wetterdaten, dass der Luftraum über Deutschland bis Sonntag 02.00 Uhr gesperrt wird.

Alle 16 internationalen deutschen Flughäfen und die Regionalflughäfen sind derzeit geschlossen. In ganz Europa sitzen tausende Flugreisende fest. Die für den Flugverkehr erhoffte Entwarnung aus Island blieb vorerst aus. Der Gletschervulkan stieß auch am Samstag weiter eine gewaltige Säule mit Rauch und Asche in die Atmosphäre. Wie das Meteorologische Institut in Reykjavik mitteilte, wurden in der Nacht keine Veränderungen der Aktivitäten unter dem Eyjafjalla-Gletscher beobachtet. Der Wind weht weiter in südliche Richtung. Das bedeutet, das die Aschewolke weiter auf den europäischen Kontinent zutreibt.

Am späten Samstagvormittag will die Deutsche Flugsicherung entscheiden, ob die Sperrung für den deutschen Luftraum verlängert werden muss. Der DFS-Sprecher sagte, die riesige Aschewolke nach dem Vulkan-Ausbruch auf Island habe sich mittlerweile in Richtung Südosten stark ausgedehnt.

Wie ein Sprecher des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport am Samstagmorgen berichtete, verlief die Nacht für mehrere hundert an dem Airport gestrandete Reisende ruhig. Rund die Hälfte der insgesamt 1400 im Flughafengebäude aufgestellten Feldbetten sei belegt gewesen. Die Reisenden wurden mit Essen und Trinken versorgt.

Am Freitag waren etwa 60 Prozent der etwa 28.000 Flüge in Europa ausgefallen, in Deutschland etwa 7000 von sonst 10.000. Neben den circa zwei Dutzend Flughäfen in Norditalien, darunter Mailand, Turin, Venedig und Bologna - stellten ab Samstagmitternacht auch die Schweizer Airports den Betrieb ein. Der Flughafen Zürich hatte schon zweieinhalb Stunden vorher dichtgemacht.

In Großbritannien und Belgien bleibt der Luftraum bis mindestens Samstagabend gesperrt. Die britische Luftverkehrsbehörde weitete am Morgen das Flugverbot bis 19.00 Uhr Ortszeit (20.00 MESZ) aus, wie die BBC berichtete. Die belgische Regierung verlängerte das Flugverbot bis mindestens Samstag 20.00 Uhr, wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf das Verkehrsministerium berichtete. Für die nordfranzösischen Flughäfen gilt die Sperrung zunächst wie in Deutschland bis Samstag um 14.00 Uhr. Davon betroffen sind auch die beiden Pariser Großflughäfen. Die Schweiz verlängert die Sperrung ihres Luftraums bis Samstag 20.00 Uhr. Das teilte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) mit. Ab 9.00 Uhr werde allerdings der Luftraum in großer Höhe - ab rund elf Kilometern - für Überflüge freigegeben. Im Laufe des Tages werde die Situation neu bewertet.

Die Not der Fluggesellschaften

Der Ferienflieger Thomas Cook hatte zuvor sämtliche Flüge von deutschen Flughäfen am Samstag gestrichen. Betroffen sind davon Reisen der Veranstalter Neckermann Reisen, Thomas Cook Reisen, Bucher Last Minute und Air Marin, wie das Unternehmen in Oberursel in der Nähe von Frankfurt/Main mitteilte. Es könne kostenlos umgebucht werden. Auch der Ferienflieger Condor hat für Samstag alle Flüge aus Deutschland gestrichen. Die irische Gesellschaft Ryanair kündigte am Freitagabend an, im Norden Deutschlands und in vielen weiteren europäischen Ländern bis mindestens Montag 13.00 Uhr keine Maschinen starten zu lassen.

Die Fluggesellschaft SAS will ab Montag bei einer anhaltenden Einstellung des Luftverkehrs 2500 Beschäftigte ohne Lohn freistellen. Wie das Unternehmen am Samstag in Oslo mitteilte, seien entsprechende Ankündigungen an die Betroffenen des Bodenpersonals in Norwegen übermittelt worden. Weiter hieß es, auch das Konkurrenzunternehmen Norwegian bereite ähnliche Maßnahmen vor.

Der Flugverkehr über Skandinavien ist wegen der Vulkanasche aus Island seit Donnerstag so gut wie komplett eingestellt. Ein Sprecher der schwedischen Luftfahrtbehörde sagte am Samstag in Stockholm, man rechne mit einer "eher noch verschlimmerten Situation" bis mindestens Sonntag.

 
 
KOMMENTARE (10 von 11)
 
Tischlampe (17.04.2010, 14:59 Uhr)
Hört doch endlich auf...
Mit dieser diletantischen Lamentiererei.
Die Natur hat ein Machtwort gesprochen:
Es geht hier einzig und alleine um Menschenleben.
Wer nur einen Funken Ahnung von der Fliegerei hat, kennt den Vorsatz "safety first".
Die Jungs von der Flugsicherung wissen sehr genau was Sie tun, letztendlich haben die auch die Sicherheit der Passagiere mit zu verantworten.
Und ja, in diesem Ausmaß gab es das noch nicht, aber irgendwann ist ja immer das erste mal...
whismerh2 (17.04.2010, 12:37 Uhr)
@budbundy69
Deine begründete Skepis, in allen Ehren,
aber ich Denke, es scheint ein wirkliches Problen zu sein, aufgrund der Staubwolke habe ich zufällig ,,, Heute mitbekommen das diese wintzigen in der Luft schwebenden Staubpartkel, einem Triebwerk ernsthafte Problmeme bereiten könnte.
Nicht umsonst, schaut unsere Kanzelrien nach anderem Beförderungsmittel sich um , nicht nur Sie.
Die Nummer ist nicht gekauft
REINI2 (17.04.2010, 12:14 Uhr)
Einnert mich irgendwie an Tschernobyl....
Übrigens....ich habe versucht im Internet zu erfahren, wann es die letzte Sperrung eines Flughafens weltweit....wegen Vulkanasche....gab!
Fehlanzeige!
Frank_aus_Genf (17.04.2010, 12:13 Uhr)
@budbundy69
Wohl ein ganz eingefleischter Verschwörungstheoretiker.... in Ihrem Fall wohl schon eher stark behandlungsbedürftige Paranoia. Klar, hinter jedem Missstand auf dieser Welt stecken dunkle Mächte, Geheimbunde und diktatorische Politiker, die selbst Vulkanausbrüche für ihre Zwecke nutzen.... *schreimichweg*... Bei einem derartigen Seelenzustand bleibt nur die Kugel, sonst wird man irre! Dabei gäbe es hier so viele interessante Themen, über die man sich austauschen könnte. Aber das, wozu es per se eigentlich unmöglich ist, eine eigene Meinung zu haben, weil es sich um eine simple Tatsache ohne Facetten und Hintergründe handelt, schreiben sich einige hier nen Wolf und reden von Verarsche. Wie dumm muss man eigentlich sein? Dieselben würden sich -mit Sicherheit !- über die Verantwortungslosigkeit der Politiker echauffieren, wenn das erste Flugzeug runter käme...
s.t.e.f.a.n (17.04.2010, 11:54 Uhr)
@budbundy69:

Haben wie eigentlich nichts besseres zu tun als immer so einen scheiss zu verzapfen?
Ich empfehle ihnen ein Meterologie/Physik-Studium. Zudem sollte nur für sie ein Sonderflug nach Oslo eingerichtet werden.
REINI2 (17.04.2010, 11:53 Uhr)
Wer verdummt uns!!??
Jedes Jahr brechen ca. 40 Vulkane auf der Welt aus. Der eine mit mehr.... der andere mit weniger Asche!
Doch die steigt IMMER mehrere Kilometer hoch und zieht über die Welt.

Mag sein, dass die jetzige Wolke sehr konzentriert den Weg zu uns genommen hat....aber...Leute, habt ihr jemals davon gehört, dass z.B in Asien oder Amerika jemals der gesamte Luftverkehr für mehrere Tage wegen eines Vulkanausbruchs gesperrt war??
Wenn überhaupt wurde einzelne Regionen umflogen oder vereinzelt Flughäfen gesperrt!

Oder hab ich es einfach nicht mitbekommen??

STR_EDDS (17.04.2010, 11:09 Uhr)
@budbundy
Die CIA steckt dahinter. Und die Typen von Swiffer - fieses virales Marketing. Alles Betrug!
.
Aber vielleicht hatte auch nur der Lehmann reingepinkelt....
susiwolf (17.04.2010, 10:52 Uhr)
L-e-t-z-t-e M-e-l-d-u-n-g ... 'timing'
Nach reichlich Recherche für unsere gestrandete Kanzlerin:
Es sind noch 7 Plätze frei bei RyanAir Oporto/Frankfurt-Hahn für sage und schreibe 690 Euros incl. aller Gebühren und reichlich Gepäck. Allerdings mit 'normalem Sicherheits-Check' ...
Geplant (vorerst) Abflug 21.04.2010 ...
also noch viel Zeit für die Vorbereitung.
Alles eine Frage des 'timings' ...
Sie sehen, liebe Angela Dorothea:
Das Volk macht sich Gedanken ...
susiwolf (17.04.2010, 10:41 Uhr)
die Strandung und der Strand ...
Unsere oberste Politiker-In hätte nun reich lich Gelegenheit sich unter's 'gestrandete Volk' zu mischen.
Sozusagen Gelegenheits-Wahlkampf für NRW und in Urlaubsstimmung.
Am Strand, in Eiscafés und vielleicht auch mal in der Disco ... ?
Die gestressten body-guards brauchen auch mal Abwechslung ehe die neue Mannschaft per Regierungslimousine eintrifft.
Eyafjalla als Ursache, NRW als Wirkung.
Verdreht ist das alles garnicht.
Nur anders ... als gewohnt.
budbundy69 (17.04.2010, 10:18 Uhr)
Staubkörner ?
Hat schon irgendjemand ein Staubkorn (ein einziges !!!) gesehen ? In der Schule hab ich gelern, dass Staub nach unten fällt, und jetzt Leute, wo ist der Staub ? Oder ist der Vulkanstaub ein Spezialstaub der solange in der Luft bleibt wie es der Politik gefällt um uns zu verarschen ? Ausser manipulierten Sat.Bildern gibt es keinerlei Beweise für den ominösen "Vulkan" !!!!
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