Geschickt planen, Jahresurlaub verdoppeln

31. Dezember 2012, 12:52 Uhr

2013 wird ein geniales Jahr für Arbeitnehmer: Alle bundesweiten Feiertage fallen auf einen Wochentag. Wer die Brückentage geschickt nutzt, kann mit 30 Urlaubstagen doppelt so viele Tage frei machen. Von Till Bartels

Das neue Jahr fängt gut an: Der 1. Januar fällt auf einen Dienstag. Mit nur drei weiteren Tagen vom frischen Urlaubskonto 2013 lassen sich die zurückliegenden Weihnachtstage und der eventuell mit einem Kater verbundene Jahreswechsel besser überstehen. Für viele Brückenbauer dürfte daher der erste Arbeitstag im neuen Jahr erst der 7. Januar sein.

Dass der Tag der Heiligen Drei Könige, der 6. Januar, ausgerechnet auf einen Sonntag fällt, freut höchstens schadenfreudige Norddeutsche. Aber die Bewohner der Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt, wo der 6. Januar als Feiertag gilt, sollten sich nicht ärgern, denn das Jahr 2013 bietet noch viele Möglichkeiten, Brücken- und Urlaubstage für eine Kurzreise oder einen Urlaub zu nutzen. Besonders Weihnachten 2013 und das anschließende Neujahr 2014 liegen wieder genial: Wer bei seinem Arbeitgeber drei Tage Urlaub einreicht, hat zwölf Tage lang frei.

Ostern 2013: 16 Tage frei bei 8 Urlaubstagen

Die Ostertage sind 2013 eine Woche früher als im Jahr zuvor. Der Zeitraum vom 29. März bis zum 1. April ist eine ideale Möglichkeit, um mit ein paar Brückentagen viel freie Zeit herauszuholen. Zwei Varianten bieten sich an: Wer für nur acht Tage seinen Urlaub vom 25. März bis zum 8. April einreicht, kann für 16 Tage in die Ferien fahren. Bei der kürzeren Kombination von vier Urlaubstagen vom 25. bis 28. März stehen immerhin zehn Ferientage zur Verfügung - ideal zum Beispiel für einen Flug nach Mallorca, wo längst Frühling herrschen dürfte.

Der 1. Mai fällt 2013 auf einen Mittwoch. Wer die zwei Tage davor oder danach frei nimmt, kann sich über ein sehr langes Wochenende freuen. Wer dagegen gleich vier Arbeitstage seines Urlaubskontingents für jene Woche nutzt, kann sogar neun Tage verreisen.

Mai: Wonnemonat für Brückentage

Noch besser wird es Christi Himmelfahrt (9. Mai) und an den Pfingst-Feiertagen (18. bis 20. Mai): Mit sechs Tagen vom Urlaubskonto ab dem 10. Mai lassen sich zwölf Tage inklusive Pfingsten verplanen. Das gilt für alle Bundesländer. Wer in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland wohnt, hat im Mai noch ein weiteres langes Wochenende vor Augen: Fronleichnam, das immer an einem Donnerstag gefeiert wird, fällt 2013 auf den 30. Mai. Mit einem Brückentag am Freitag winken vier freie Tage - bei vier Tagen vom Urlaubskonto sogar eine ganze Ferienwoche.

Über einen zusätzlichen Urlaubsbonus verfügen alle Berufstätigen in Bayern und im Saarland. In diesen Bundesländern gilt mitten in der Zeit der Sommerferien Maria Himmelfahrt (Donnerstag, der 15. August) als Feiertag - ein geschenkter Tag, der das Urlaubskonto nicht schmälert.

Je nach Bundesland: weitere Feiertage im Herbst

Als nächster bundesweiter Feiertag folgt der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober, der 2013 auf einen Donnerstag fällt. Da werden aus vier Urlaubstagen neun Tage Ferienzeit. Wer lieber etwas knausern will, nimmt nur einen Urlaubstag am Freitag - vier arbeitsfreie Tage reichen locker für einen Städtetrip nach Paris oder Rom.

Wieder auf einen Donnerstag fällt der Reformationstag am 31. Oktober, der für Arbeitnehmer in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ein Feiertag ist. Am nächsten Tag müssen die Bewohner in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie im Saarland nicht zur Arbeit erscheinen. Sie feiern 2013 Allerheiligen am 1. November, einem Freitag - ein langes Wochenende ist so auch ohne Urlaubstag programmiert.

Eine Ausnahme bietet sich am 20. November (Mittwoch) noch den Sachsen: Als einziges Bundesland gilt dort der Buß- und Bettag noch als arbeitsfrei.

Weihnachtsferien: das Beste zum Schluss

Zum Jahresende 2013 kommt das grandiose Finale: Die Planung der Weihnachtsferien 2013 macht schon wie in diesem Jahr richtig Spaß. Denn der erste Weihnachtsfeiertag fällt auf einen Mittwoch, der zweite Festtag auf einen Donnerstag - und Silvester wird an einem Dienstag sein. Das regt die Ferienfantasie besonders an.

Wer sich das ganze Jahr über noch ein kleines Kontingent von Urlaub angespart hat und in einem Betrieb beschäftigt ist, bei dem Heiligabend und Silvester nicht als volle, sondern als halbe Urlaubstage gezählt werden, macht den besten Schnitt: Er reicht Urlaub für den 23., 27. und 30. Dezember (und eventuell für den 24. und/oder 31. Dezember) ein. Dann verabschiedet er sich am Freitag, den 20. Dezember, von seinen Kollegen, die er im neuen Jahr erst nach zwölf Tagen am 2. Januar 2014 wiedersehen wird - bei nur drei bis vier Tagen Abzug vom Urlaubskonto.

Die Profis unter den Brückenbauern, die den Jahresanfang 2014 in ihre Planungen einbeziehen, sind noch besser dran: Mit zwei weiteren Urlaubstagen am 2. und 3. Januar 2014 kann man sich unter dem Einsatz von nur fünf Urlaubstagen für 16 Tage freinehmen.

Fazit: 2013 ist ein sehr arbeitnehmerfreundliches Jahr. Wer geschickt plant und früh seine Urlaubstage einreicht, kann das übliche Urlaubskontingent von 30 Tagen mehr als verdoppeln.

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