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Sicherheitspersonal streikt auch am Freitag

Reisende müssen auch am Freitag mit langen Wartezeiten und Flugausfällen rechnen. Der Arbeitskampf am Hamburg Airport soll um einen Tag verlängert und auf den Flughafen Köln/Bonn ausgedehnt werden.

Die Gewerkschaft erhöht den Druck: Nachdem Zehntausende von Reisenden am Donnerstag die Streiks des Sicherheitspersonals an den Flughäfen in Düsseldorf und Hamburg zu spüren bekommen haben, wird der Arbeitskampf am Freitag in Hamburg fortgesetzt.

Für Hamburg ist es der zweite Streiktag in Folge. Besonders Pendler und Wochenendurlauber werden von den langen Wartezeiten an den Sicherheitsschleusen und von erneuten Flugausfällen betroffen sein. Verdi will am Freitag auch das Sicherheitspersonal am Flughafen Köln/Bonn zum Streik auffordern. Der Streik soll laut Verdi am Freitag von 3.45 Uhr bis 23 Uhr dauern.

Nur zwei von 20 Sicherheitsschleusen geöffnet

Die Gewerkschaft fordert im festgefahreren Tarifstreit ein neues Angebot der Arbeitgeber. Am 7. Februar war ein Sondierungsgespräch der Tarifparteien in Nordrhein-Westfalen ergebnislos abgebrochen.

Bereits im Dezember hatte die Gewerkschaft Warnstreiks des privaten Sicherheitspersonals an mehreren deutschen Flughäfen ausgerufen. In einem weiteren Schritt war 18. Januar 2013 der Hamburger Flughafen durch einen Streik weitgehend lahmgelegt worden. Nur drei der 40 Sicherheitsschleusen blieben offen, es bildeten sich wie heute lange Schlangen.

Eine ähnliche Situation dürfte es zu Beginn des Wochenendes am Freitag in Hamburg geben. Doch dieses Mal sind die Passagiere vorgewarnt. Sie können vorab umdisponieren, mit ihrer Airline Kontakt aufnehmen und auf andere Verkehrsmittel oder Abflugsorte ausweichen.

30 Prozent mehr Lohn

Verdi fordert bis zu 30 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten des privaten Sicherheitsgewerbes. Nach Gewerkschaftsangaben in NRW gehören 70 bis 80 Prozent der Beschäftigten zur untersten Lohngruppe mit einem Stundenlohn von 8,23 Euro. Für sie fordert Verdi eine Erhöhung auf 10,50 Euro.

Arbeitgeber der Luftverkehrsbranche bezeichneten die Streiks als maßlos und unverhältnismäßig. Der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV, Ralph Beisel, teilte in Berlin mit: "Die Proteste sprengen die Dimensionen eines Warnstreiks. Leidtragende der Arbeitsniederlegungen sind erneut Tausende von unbeteiligten Fluggästen."

Kein Recht auf Ausgleichzahlung

Auch bei einem Streik haben Passagiere Rechte: Streikbedingte Verspätungen oder Ausfälle gehören zwar zu "außergewöhnlichen Umständen", sodass betroffene Passagiere keinen Anspruch auf Ausgleichszahlungen gegen die Airlines erheben können. Aber Fluglinien müssen bestimmte Betreuungsleistungen erbringen. Darauf weist Andreas Sernetz hin, Geschäftsführer des Verbraucherschutzportals www.fairplane.net.

Laut EU-Verordnung haben Fluggäste Anspruch auf Betreuungsleistungen - also Telefonate, Getränke, Mahlzeiten und gegebenenfalls eine Übernachtung im Hotel. Bei einer Strecke von 1500 bis 3500 Kilometern gibt es Unterstützung nach drei Stunden, ab 3500 Kilometern Strecke nach vier Stunden Wartezeit. Ab fünf Stunden können Passagiere eine Erstattung des Flugpreises verlangen.

tib/DPA/DPA

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