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Vor einem Jahr brach der Krieg zwischen Russland und Georgien aus. Nun klärt die EU, wer diese Eskalation verschuldete. Fest steht: Vielen Georgiern hat der Konflikt dauerhaftes Leid gebracht. Andreas Albes hat Menschen besucht, deren Bilder damals die Welt bewegten.
Auf ihrem Krisengipfel in Brüssel versuchen die EU-Regierungen, eine einheitliche Linie gegenüber Russland und dem Kaukasus-Konflikt festzulegen. Im stern.de-Interview erläutert der Europaabgeordnete Elmar Brok, weshalb für die Europäer so viel auf dem Spiel steht.
Nach dem offiziellen Ende der Kampfhandlungen zwischen Georgien und Russland ist noch kein Frieden für die Menschen in Sicht. Im Gegenteil: Marodierende ossetische Banden beginnen, Grenzdörfer zu plündern und die georgischen Bewohner zu vertreiben
Auf Georgiens wichtigster Ost-West-Bahnstrecke ist am Sonntag ein mit Treibstoff beladener Zug explodiert. An der Unglückstelle fünf Kilometer westlich der Stadt Gori stieg aus dem Zugwrack schwarzer Rauch auf, der kilometerweit zu sehen war. Verletzt wurde offenbar niemand.
Die Nato wird vorerst nicht mehr mit Russland im gemeinsamen Nato-Russland-Rat zusammenarbeiten - zumindest so lange, bis Moskau seine Truppen vollständig aus Georgien abgezogen hat. Unterdessen haben die Russen mit dem Abzug begonnen: Eine erste Kolonne hat die Stadt Gori verlassen.
In Georgien sind möglicherweise zwei Deutsche entführt worden. Südossetische Truppen sollen sie während der Kämpfe in der georgischen Stadt Gori verschleppt haben. Das Bundeskriminalamt und das Auswärtige Amt arbeiten nun mit Hochdruck an der Aufklärung des Verdachtes.
Ein Lübecker Ehepaar ist mit seinen zwei Kindern in Georgien zwischen die Fronten gekommen. Unbekannte hätten das Auto "mit Kugeln regelrecht zersiebt", berichtet der Familienvater. Dabei wurden die Eltern schwer verletzt.
Auf den militärischen Krieg folgt nun der juristische: Russland hat 100 Ermittler nach Georgien geschickt, die Beweise für einen Völkermord durch Georgien sammeln sollen. Georgien wiederum will gegen Russland vor den Internationalen Gerichtshof ziehen.
Die Lage in Georgien wird immer unübersichtlicher: Trotz der Einigung auf einen Friedensplan meldet Georgien einen Panzervorstoß sowie Bombardements auf die Stadt Gori. Russland dementiert die Angriffe. US-Präsident George W. Bush kritisierte die Russen dennoch scharf.
Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat das Ende der Militäraktion in Georgien angeordnet. Zugleich erteilte Medwedew den Befehl, die Kampfhandlungen jeder Zeit wieder aufzunehmen, sollte in der von Georgien abtrünnigen Region Südossetien wieder Gewalt an der Bevölkerung verübt werden. Zudem forderte Russlands Außenminister Sergej Lawrow den Rücktritt des georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili.
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Gori ist die Hauptstadt der Region Schida Kartlien im östlichen Georgien. Sie liegt nordwestlich von Tiflis am Zusammenfluss von Kura und Großem Liachwi. Sie hat 46.680 Einwohner (Stand 1. Januar 2005), ist ein administratives, industrielles und kulturelles Zentrum in einem ausgedehnten landwirtschaftlichen Gebiet.