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Hong Kong Island

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Neulich in Kowloon
Blog "Neulich in Kowloon"
Böllern, bis der Ohrenarzt kommt

In einer außerordentlichen und medienwirksam inszenierten Pressekonferenz ist die Bevölkerung schon einmal vorgewarnt worden. Die Leute sollten langsam aber sicher damit beginnen, ihre Brillen zu putzen, wurde dort mit ernster Miene verkündet. Aber ob sauber, schmutzig oder ganz ohne Brille sei letztlich dann doch egal, hieß es weiter -- man würde seinen Augen sowieso nicht trauen. Denn das, was den Menschen in Hongkong bevorstehe, hätte die Stadt, nein die Welt noch nicht gesehen. Eine Extravaganza ersten Ranges, ein Jahrhundert-Ereignis! Nein, es geht nicht um eine kurz bevorstehende Landung auf dem Mars oder um eine anderes Ereignis, welches die Geschichte der Menschheit für alle Zukunft prägen wird. Die Rede ist vielmehr vom Neujahrsfeuerwerk, dass am 31. Dezember um Mitternacht die Innenstadt Hongkongs in ein virtuelles Kampfgebiet verwandeln wird, in ein Inferno aus Explosionen, bunten Lichtern und Rauchschwaden. Hongkongs ambitionierte Sprengmeister haben sich viel vorgenommen in diesem Jahr. Im Zentrum ihrer Planungen steht das 406 Meter hohe International Finance Centre, das alles überragende Gebäude in der beeindruckenden Skyline von Hong Kong Island. Es ist in den vergangenen Wochen in eine Abschußrampe für tausende von Böllern und Raketen umgewandelt worden, alles computergesteuert natürlich. Ergänzend ist auch noch eine High-Tec Laser-Show entworfen worden, um noch gewaltigere Effekte zu erzielen. Der Hafen von Hong Kong wird dann in buntes Licht getaucht sein, und die Menschen werden noch enger gedrängt beieinander stehen als zur schlimmsten Rush Hour in Hongkongs U-Bahn. Klaustrophobiker sind dringend aufgefordert, zu Hause zu bleiben! Was im alten Rom der Circus Maximus, das ist im modernen Hongkong die Pyrotechnik. Brot statt Böller ist tot -- es lebe das Motto Brot UND Böller! Wieviele Millionen Hongkong Dollar in wenigen Minuten in die Luft gejagt werden, ist nicht bekannt. Es interessiert hier auch niemanden ernsthaft. Hauptsache es rummst ordentlich. Aber wer will es den Hongkongern verübeln, dass ihnen die Knallerei Spaß macht. Am 31. Dezember wird auf dem gesamten Erdball in gewaltigen Mengen Schwarzpulver zur Explosion gebracht, warum sollte da ausgerechnet Hongkong eine Ausnahme sein -- zumal das Feuerwerk eine chinesische Erfindung ist. Wenigstens ist man effizient und bündelt die Energien: Während in Deutschland hundertausende angetrunkener Sprengmeister versuchen, sich gegenseitig die Show stehlen, ist das Spektakel hier koordiniert. Privates Knallen ist aus Sicherheitsgründen verboten. Kaum vorzustellen, welche Szenen sich in dieser dicht besiedelten Metropole abspielen würden, wenn ein jeder um Mitternacht seinen eigenen Vorrat an Raketen und Kanonenschlägen in die Luft jagen würde. Ich werde mich am 31. Dezember mit Sicherheit nicht ins Getümmel stürzen, denn Menschenansammlungen dieser Größenordnung irritieren mich seit je her. Nein, ich werde mit einem Glas Prosecco in der Hand auf meinem Balkon in Discovery Bay stehen und Richtung Osten schauen. Und wenn an diesem Abend weder Regenwolken noch Nebel und Smog-Dunst die Sicht verschleiern sollten, dann werde ich in der Ferne das International Finance Center ausmachen können und zusehen, wie es um Mitternacht zu explodieren scheint in einem Meer aus bunten Lichtern. In diesem Sinne: Prost Neujahr!

Neulich in Kowloon
Blog "Neulich in Kowloon"
Brrrr!

Der Temperatursturz war drastisch und abrupt: von sommerlichen 28 Grad (und 70 % Luftfeuchtigkeit) in kürzester Zeit auf 12 Grad (bei 30% Luftfeuchtigkeit), dazu ein böiger, eisiger Nordwind, der durch jede Ritze der traditionell schlecht isolierten hongkonger Fenster blies. Ganz Hongkong fror wie schon lange nicht mehr! In den Geschäften sah man die Kunden mit gleich mehreren tragbaren Heizkörpern unter dem Arm an den Kassen anstehen. Skijacken, Schals und andere Winterbekleidung waren die Renner. Sofort meldeten sich die Statistiker zu Wort und schwadronierten vom „kältesten November seit Menschengedenken“. Auch ich saß in meiner Wohnung und bibberte, der eisige Wind drückte gegen die Fensterscheiben und die Wohnungstür klapperte wie bei einem Erdbeben, die es in Hong Kong glücklicherweise nicht gibt. Was es in Hongkong ebenfalls nicht gibt sind festeingebaute Heizkörper, von Zentral- oder Etagenheizung ganz zu schweigen. Nein, es gibt überhaupt keine Heizungsvorrichtungen, man hofft einfach, das es nicht kalt wird, und wenn es dann doch kalt wird, rennt man los ins nächste Geschäft und kauft sich ein mobiles Heizgerät. Dummerweise hatte ich die wenigen Wintersachen, die ich aus Deutschland mitgebracht hatte, bei der Schwiegermutter eingelagert, denn wer rechnet schon damit, dass es im November in Hong Kong kalt wird. Und obwohl Hong Kongs Ausmaße recht überschaubar sind, so ist es doch ein fast eineinhalbstündiger Weg von unser Wohnung auf Lantau zur Schwiegermutter am östlichen Ende von Hong Kong Island. Aber wer wollte bei dieser Kälte schon anderthalb Stunden unterwegs sein ohne Winterbekleidung – ich jedenfalls nicht. Zumal einige Zeitungen von ersten Todesopfern aufgrund des Kälteeinbruchs berichteten (für einen Mitteleuropäer sind derartige Horromeldungen nur schwer nachzuvollziehen, denn wir reden hier nicht von sibirischen Januar-Temperaturen, die bekanntermaßen beim Menschen eine sofortige Schockstarre auslösen können, sondern von solchen, wie sie in einem deutschen Sommer nicht unüblich sind). Zum Glück fanden wir in einem Schrank unserer Mietwohnung zwei mobile Heizkörper, aber richtig gemütlich wurde es dennoch nicht, dafür sorgten die bereits erwähnten winddurchlässigen hongkonger Fenster. Nach einigen Tagen hatte meine Frau dann ein Erbarmen und machte sich auf den Weg, um meine Wintersachen heranzuschaffen, und ich begrüßte sie so aufgeregt und freudig wie ein kleiner Hund sein verlorengeglaubtes Frauchen als ich sie vor unserem Haus auftauchen sah mit dem Rollkoffer, in dem sich meine Jacke, zwei Wollpullover und einige andere warme Kleidungsstücke befanden. Inzwischen sind die Temperaturen wieder auf angenehme 26 Grad geklettert, T-Shirts und Shorts dominieren und in unserem 'Residents Club' tummeln sich die Schwimmer im Außenbecken. Nur ein paar verschnupfte Nasen und ein sporadisches Husten irgendwo in der Ferne erinnern noch an den „kältesten November seit Menschengedenken“.

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Hong Kong Island auf Wikipedia

Hong Kong Island ist eine Insel im südlichen Teil von Hongkong, Volksrepublik China. Auf Hong Kong Island lebten 2006 1.268.112 Menschen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 15.915/km². Die Insel wurde in den 1840ern von den Briten erobert und die Stadt Victoria City wurde gegründet. Der Central genannte Bereich auf der Insel ist das historische, politische und ökonomische Zentrum von Hongkong. Die Nordküste der Insel bildet das südliche Ufer des Victoria Harbour. Auf Hong Kong Island gibt es viel...

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