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Bei Anschlägen in der nordirakischen Ölprovinz Kirkuk sind am Montag mindestens zwei Polizisten und zwei Soldaten ums Leben gekommen.
Es ist eines der schlimmsten Anschläge im Irak in diesem Jahr: Ein Selbstmordattentäter hat in einem Restauranrt in Kirkuk im Norden des Landes rund 50 Menschen mit in den Tod gerissen. Viele Familien hatten in dem Lokal das Ende des islamischen Opferfestes Eid al-Adha gefeiert
Nach dem Ende der Schlacht um Bagdad sind kurdische Kämpfer im Norden Iraks in die Offensive gegangen. Ihre Peschmerga-Truppen rückten in ein Industriegebiet der Stadt Kirkuk ein und besetzten die nahe der iranischen Grenze gelegene Ortschaft Chanekin.
Warum Journalisten es mit Worten etwas genauer nehmen sollten Als ich mich heute morgen wie gewöhnlich durch die allgemeine Nachrichtenlage klickte, fiel mir vor Schreck beinahe das Brötchen aus der Hand. "Wie Beobachter aus dem Libanon vermelden, herrschen im Libanon bereits seit Wochen kriegsähnliche Zustände", las ich auf einer mir bis dahin unbekannten Nachrichtenseite namens shortnews, deren Schlagzeile durch google-alert in meinem Postfach gelandet war. Kriegsähnliche Zustände. Seit Wochen. Im Libanon. Warum habe ich davon nichts gemerkt? Gehört Beirut nicht zum Libanon? Und was genau ist ein kriegsähnlicher Zustand? Die Schlagzeile erinnert mich an meine Zeit im Irak. Ging in Mossul oder in Kirkuk eine Bombe hoch, hieß es in den Nachrichten sofort "Terror im Nordirak". Geographisch gesehen war das nicht falsch: Sowohl Kirkuk als auch Mossul liegen im Norden des Iraks. Trotzdem war das Bild, das durch die Verallgemeinerung "Nordirak" entstand, falsch. Denn Mossul und Kirkuk waren und sind Krisenherde in einer sonst sehr friedlichen Region. In Suleimania, wo ich nach meiner Zeit in Bagdad lebte, war es ruhig und ungefährlich. Kriegsähnliche Zustände. Seit Wochen. Sehen wir uns den Hintergrund der Meldung genauer an. Seit Wochen, in der Tat, eigentlich eher seit Monaten, kommt es immer wieder zu Zwischenfällen im israelisch-libanesischen Grenzgebiet. Seit Jahresbeginn wurden fünf Raketen vom Südlibanon auf Israel abgefeuert, die mit Artilleriefeuer beantwortet wurden. Fünf Raketen in zehn Monaten in einem geographisch eng begrenzten Gebiet. Kriegsähnliche Zustände im Libanon? Natürlich geben die Vorfälle Anlaß zur Sorge. Die Angst vor einer erneuten Eskalation zwischen Israel und der im Süden dominierenden Hisbollah ist groß, den Krieg von 2006 haben die Menschen im Libanon noch allzu genau in Erinnerung. Vergangene Woche soll der libanesische Botschafter bei der UN den Sicherheitsrat gewarnt haben, es gebe Anzeichen, dass Israel einen Großangriff auf Libanon plane. Das ist sehr beunruhigend. Und hat Nachrichtenwert. Und ruft nach Analyse und Hintergrundberichten. Aber nicht nach Panikmache. Ist es nicht gerade dann, in einer ohnehin schon aufgeheizten Stimmung, die Pflicht von Journalisten, noch mehr Sorgfalt aufzuwenden als ohnehin selbstverständlich sein sollte? Wem nützt es, Einzelfälle in einer Grenzregion zu angeblich seit Wochen anhaltenden "kriegsähnlichen Zuständen" hochzuspielen? Was schreiben die Kollegen, sollte es tatsächlich Krieg geben? Bis vor ein paar Tagen hatte ich Besuch aus Deutschland. Wir waren im Land unterwegs, am Strand, in den Bergen, sie sind auch südwärts gefahren, bis Saida, und sie hatten einen wunderbaren Urlaub. Auch sie werden sich die Augen reiben, wenn sie daheim am Frühstückstisch lesen, in dem Land, in dem sie gerade waren, herrschten seit Wochen kriegsähnliche Zustände.
Sie trotzen Saddam, leben fern von Bagdad und profitieren von der Schwäche des Diktators. Mit ihrem Wunsch nach einem eigenen Staat könnten sie Bush in die Quere kommen.
Erstmals seit 2003 ist im Irak eine neue Kirche eröffnet worden.
Bei einem Doppelanschlag im Irak sind am Donnerstag mindestens 18 Menschen getötet worden.
Die Entführer eines irakischen Christen haben am Samstag von dessen Familie ein Lösegeld von 100.
Bei Zusammenstößen zwischen kurdischen Sicherheitskräften und irakischen Soldaten in der irakischen Stadt Kirkuk sind nach Behördenangaben am Montag zwei Menschen getötet und vier verletzt worden.
Im Nordirak sind am Mittwoch mindestens zehn Menschen durch mehrere Sprengstoffanschläge getötet worden.
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Kirkuk ist eine Stadt im Norden des Irak und das Zentrum der irakischen Erdölindustrie.
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