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Nichts fliegt mehr - außer der DFB-Elf

Die Lufthansa-Angestellten streiken und legen damit den Flugverkehr der Airline lahm. Glück für die DFB-Elf: Sie reist per Sonderflug zum Qualifikationspiel nach Kasachstan.

An mehreren deutschen Flughäfen hat der Verdi-Warnstreik bei der Lufthansa begonnen. Am frühen Donnerstagmorgen legten Beschäftigte der Airline in Frankfurt, München und Düsseldorf die Arbeit nieder, wie Sprecher der Gewerkschaft und von Lufthansa bestätigten. "Da der Streik vorher angekündigt war, konnten sich die Fluggäste zum Glück darauf einstellen. Lange Schlangen an den Schaltern bilden sich derzeit noch nicht", sagte Verdi-Sprecher Gerold Schaub am Morgen in Frankfurt.

Auch an weiteren Flughäfen waren Warnstreiks geplant. Schwerpunkt der Aktionen sollte die größte Lufthansa-Basis in Frankfurt sein. Die Fluggesellschaft hatte bereits vorsorglich für diesen Donnerstag knapp 700 Verbindungen gestrichen. Betroffen sind nahezu alle Flüge in Deutschland und Europa. Der Interkontinentalverkehr sollte nach Möglichkeit aufrechterhalten werden, hieß es am Morgen bei Lufthansa.

Qualifikationsspiel der DFB-Elf nicht gefährdet

Die deutsche Fußballnationalmannschaft konnte dagegen trotz des Streiks wie geplant zu ihrem WM-Qualifikationsspiel nach Kasachstan fliegen. "Wir haben Kenntnis von der Situation. Unser Flug ist allerdings nicht betroffen", hatte DFB-Sprecher Jens Grittner schon vorab erklärt. Am Vormittag startete das Team dann mit einer Sondermaschine vom Frankfurter Flughafen Richtung Astana.

In Kasachstan steht am Freitag um 19 Uhr deutscher Zeit (Mitternacht Ortszeit) die Partie in der Qualifikationsrunde für die WM 2014 in Brasilien an. Die Lufthansa ist Werbepartner des DFB.

Gehaltserhöhung oder Nullrunde?

Hintergrund der Warnstreiks sind die Tarifverhandlungen für rund 33.000 Lufthanseaten vor allem aus den Technik- und Serviceeinheiten. Verdi will vor der für Freitag geplanten zweiten Verhandlungsrunde den Druck erhöhen. Der Aufruf zum Ausstand sei von den Beschäftigten "breit angenommen" worden. Schaub zeigte sich zuversichtlich, dass die Aktion "Wirkung zeigen wird". Die Gewerkschaft verlangt 5,2 Prozent mehr Geld und Kündigungsschutz. Lufthansa hat hingegen von den Arbeitnehmern Nullrunden und längere Arbeitszeiten als Sparbeiträge gefordert. Ein Lufthansa-Sprecher bezeichnete den Warnstreik als "völlig überflüssig und unverhältnismäßig".

Janine Peltier von Verdi Hamburg sieht angesichts der unterschiedlichen Vorstellungen der Gewerkschaft und des Lufthansa-Konzerns derzeit kaum Chancen für eine schnelle Einigung. "Wir empfinden die Forderung vom Arbeitgeber auch als Provokation gegenüber der Gewerkschaft. Wenn wir jetzt nicht Stärke zeigen, dann wird das ganz, ganz schwierig, sich überhaupt zu einigen."

mad/tkr/DPA/DPA

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