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19. August 2009, 15:39 Uhr

Kein Alkoholkonsum im Zug

Reisende in Metronom-Zügen müssen zukünfitg nüchtern bleiben. Als erstes Eisenbahnunternehmen in Deutschland will die private Gesellschaft ein absolutes Alkoholverbot verhängen.

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Metronom, Alkohol, Regionalexpress

Alkoholexzesse bereiten der Uelzener Eisenbahngesellschaft zunehmend Probleme© Holger Hollemann/DPA

Als Grund gibt die im niedersächsischen Uelzen beheimatete Eisenbahngesellschaft zunehmend Probleme mit trinkenden Fußballfans an. Sie hinterlassen Unmengen Müll, belästigen andere Reisende, verursachen Sachbeschädigungen und attackieren immer häufiger auch das Zugpersonal.

Metronom-Züge verkehren zwischen Göttingen und Uelzen und verbinden Hamburg mit mehreren anderen Städten in Norddeutschland. Mit dem Alkoholverbot werde auch ein Verbot von Glasflaschen kommen, sagte die Sprecherin. Der Sachschaden, den betrunkene Fußball-Fans in Metronom-Zügen anrichten, betrage mehr als 500.000 Euro pro Jahr, Tendenz steigend. Hinzu kommen die Kosten für die Beseitigung des Mülls, der in den Waggons liegen bleibt.

Bei der Kundschaft stoßen die geplanten alkoholfreien Züge offenbar auf große Zustimmung. Von 5000 Fahrgästen hätten sich 4200 nachdrücklich für ein Alkoholverbot ausgesprochen, sagte eine Sprecherin. Das Verbot soll auch mit Hilfe externer Mitarbeiter durchgesetzt werden.

Für die Deutsche Bahn dagegen ist ein Alkoholverbot "derzeit kein Thema". Dann müsse man auch den Konsum "eines gepflegten Glases Wein" oder eines Bieres im ICE-Speisewagen verbieten, sagte eine Sprecherin.

DPA

KOMMENTARE (2 von 2)
 
Kaces (01.09.2009, 21:18 Uhr)
Es geht nicht darum, Leute nicht mehr zu befördern, die ein oder 2 Glas Wein getrunken haben (wie sollte das auch kontrolliert werden ??? ) , sondern um diejenigen, die IM Zug trinken - wer mal irrtümlich in einem Zug mitgefahren ist, der mit randalierenden kotzenden "Fußballfans" gefüllt war, versteht was ich meine ... und der nimmt lieber das Auto um an solchen Tagen nach Hamburg oder Bremen zu fahren.
susiwolf (01.09.2009, 20:10 Uhr)
Exempel statuieren ... Notbremse
Ein Verkehrsmittel ist kein Fußballplatz. Das proletarische Benehmen in öffentl. Verkehrsträgern - und in der Öffentlichkeit überhaupt - hat leider den eigentlichen Sportgedanken in den Hintergrund gedrückt.
Wer einmal -gezwungenermaßen- Pöbeleien, Sauforgien, Prügeleien und krankhaftes Herumtönen (stundenlang) miterlebt hat, kann einem Alkoholverbot nur zustimmen.
Nur - was nützt es, wenn schon vorher die flüssigen Marketingstrategien der Getränkefirmen Ihren Tribut fordern ?
Im übrigen, wer siebt aus vor dem Einstieg und kontrolliert während der Fahrt ... ?
Ex officio ? nicht möglich !
Also hilft es nur, die Notbremse zu ziehen ...
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