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23. Februar 2010, 06:50 Uhr

Lufthansa-Betrieb noch bis Freitag gestört

Die Lufthansa-Piloten fliegen wieder, doch ihr Streik hat den Flugplan der Airline kräftig durcheinandergewirbelt. Reisende müssen deshalb weiterhin mit Flugausfällen und Verspätungen rechnen.

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Die Lufthansa-Maschinen heben wieder ab. Einen normalen Flugbetrieb wird es aber wohl erst wieder am Freitag geben© Marius Becker/AP

Der schon nach einem Tag abgebrochene Pilotenstreik hat den Flugplan der Lufthansa auf längere Zeit durcheinandergewirbelt. Die Fluggäste in ganz Deutschland müssen sich daher weiterhin auf zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen einrichten. Es werde der im Internet veröffentlichte Sonderflugplan wie geplant umgesetzt, teilte eine Konzernsprecherin am Dienstag mit.

Wir können die rund 1000 Flüge, die im Sonderflugplan stehen, auch so anbieten", sagte die Sprecherin. Auch einige wenige zusätzliche Flüge kämen schon hinzu. Damit dürfte wie bereits am Montag erneut etwa jeder zweite Flug der größten deutschen Fluglinie ausfallen. Auch Flüge der Tochter Germanwings und der Frachtsparte Cargo sind erneut betroffen. Der Flugplan soll der Sprecherin zufolge täglich weiter aufgestockt werden, so dass sich der Betrieb bis zum Freitag wieder normalisiert.

Die Lufthansa begründete das nur langsame Wiederanlaufen mit den komplizierten Abläufen im weltweiten Flugnetz. Weder Maschinen noch Crews seien in vielen Fällen gerade dort, wo sie eigentlich sein müssten. Ein großer Teil der Flugzeuge steht auf Parkpositionen an den Knotenpunkten Frankfurt und München. Das Unternehmen arbeite mit Hochdruck daran, die Abläufe geordnet wieder hochzufahren, versicherte Lufthansa.

Streik bis zum 8. März ausgesetzt

Am Abend hatten sich vor dem Frankfurter Arbeitsgericht die Tarifparteien auf einen Vergleich geeinigt. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte einen wichtigen Punkt in den Tarifverhandlungen fallen gelassen. Der eigentlich bis Donnerstag geplante Streik wurde nach nur einem Tag bis zum 8. März ausgesetzt, so dass nun genug Raum für neue Verhandlungen ist.

Ein genauer Termin für die Gespräche steht laut Lufthansa noch nicht fest. Es soll über Gehälter und Arbeitsbedingungen von rund 4500 Piloten im Kernbereich des Konzerns geredet werden. Die VC will aber auch weiterhin die interne Billigkonkurrenz zum Thema machen.

DPA/AFP/Reuters
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
LaoLu (25.02.2010, 00:01 Uhr)
"Einer der Streikgründe weggefallen"
Schön ausgedrückt, NewWorld!

Das war DER Aufhänger für diesen Streik, wenn man den vorherigen Verlautbarung dieser "Gewerkschaft" glauben schenken kann.
Und die hochbezahlten Flugzeugführer sind alle hinter dieser Idee hergelaufen, was nicht nicht unbedingt für ihr Urteilsvermögen spricht.
NewWorld (24.02.2010, 10:03 Uhr)
@Midgard
Wie sie sagen, ist einer der Streikgründe weggefallen. Ob das zur Verurteilung gereicht hätte? Wie auch immer, es wird wieder verhandelt und ich denke, das war das Ziel.

Letztendlich hätten sich die LH-Piloten ja auch zurücklehnen können und sagen, was interessiert mich der Rest vom Konzern. Letztendlich geht es ja auch um den Nachwuchs, der dann zu schlechteren Konditionen eingestellt werden kann. ;-)
Midgard (23.02.2010, 19:24 Uhr)
@NewWorld
Nun, diese Interpretation ist recht frei ;-)
VC mußte wohl oder übel einen lauthals verkündeten Streikgrund fallenlassen, denn das deutsche Tarifrecht endet auch an unseren Landesgrenzen.
Hätte die VC nicht kleinlaut beigegeben, hätte die Lufthansa Recht bekommen.
VC ist gezwungenermaßen eingeknickt - so einfach ist das ;-)
NewWorld (23.02.2010, 14:01 Uhr)
@trespuntos
Der Streik wurde nicht vom Gericht aufgehoben sondern bis zum 08.März von Cockpit ausgesetzt, nachdem man sich auf einen Vergleich geeinigt hat und die Verhandlungen wieder aufgenommen wurden.


trespuntos (23.02.2010, 12:00 Uhr)
Wurde auch langsam Zeit
Der illegale Streik wurde vom Gericht aufgehoben, so wie es sich auch gehört. Wilder Streik ist auch in Deutschland verboten, und Erpressung sowieso.
bob-der-meister (23.02.2010, 10:04 Uhr)
fliegendes Prekariat
es macht mich bitter traurig, wenn ich über das ärmliche Leben und die schlimmen Arbeitsbedingungen der Lusthansa Piloten nachdenke.
Endlich steht die fliegende Arbeiterklasse mal auf gegen die Unterdrückung und Knechtschaft am Steuerknüppel. Alle Flügel stehen still, wenn euer starker Arm es will!
Auf zum letzten Gefecht! ;-)
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