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So verdoppeln Sie Ihren Jahresurlaub

2014 ist erneut ein gutes Jahr für Arbeitnehmer: Fast alle bundesweiten Feiertage fallen auf einen Wochentag. Wer die Brückentage klug nutzt, kann sich sieben Mal auf ein langes Wochenende freuen.

Von Till Bartels

Das Jahr 2014 fängt gut an, denn der 1. Januar fällt auf einen Mittwoch. Mit nur zwei eingereichten Urlaubstagen vom frischen Urlaubskonto müssen Arbeitnehmer erst am 6. Januar wieder am Arbeitsplatz erscheinen. Noch besser haben es die Bewohner von Baden-Württemberg, Bayern und Sachen-Anhalt: Hier zählt der 6. Januar, der Tag der Heiligen Drei Könige, als offizieller Feiertag. Damit kann in diesen drei Bundesländern der erste Dienstag im neuen Jahr zum Dienstbeginn werden.

23 Tage frei bei zwölf Urlaubstagen

Im zweiten Quartal wird es für Brückenbauer und Urlaubsplaner richtig interessant. Die Ostertage 2014 sind ungewöhnlich spät: Das Zeitfenster vom 18. April (Karfreitag) bis zum 21. April (Ostermontag) liegt außerdem so nah am 1. Mai wie nie. Außerdem fällt der Tag der Arbeit 2014 auf einen Donnerstag. Damit ergibt sich für clevere Planer eine einmalige Gelegenheit: Mit zwölf Urlaubstagen kann man 23 Tage am Stück verreisen - von Samstag, den 12. April, bis Sonntag, den 4. Mai. Die Kombination beider Feiertage ist auch in der um eine Woche verkürzten Version vom 18. April bis zum 4. Mai sehr effizient: Für die 17-tägige Brücke sind lediglich acht Urlaubstage erforderlich.

Durch das späte Osterfest verschieben sich die nachfolgenden christlichen Feiertage im Jahreskalender weit nach hinten. Der

Himmelfahrtstag

, der immer auf einen Donnerstag fällt, ist am 29. Mai und der

Pfingstmontag

am 9. Juni. Wer sich am 26., 27., 28. und 30. Mai Urlaub nimmt, kann durch den Einsatz von nur vier Tagen immerhin neun freie Tage verplanen. Das gilt für die Bewohner alle Bundesländer.

Zusätzliche regionale Feiertage

Wer in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland wohnt, hat im Juni noch ein weiteres langes Wochenende vor Augen: Fronleichnam fällt 2014 auf den 19. Juni, einen Donnerstag. Mit einem Brückentag am Freitag winken vier freie Tage - bei vier Tagen vom Urlaubskonto sogar eine ganze Ferienwoche.

Über eine weitere regionale Besonderheit dürfen sich alle Berufstätigen in Bayern und im Saarland freuen. In diesen Bundesländern fällt mitten in der Zeit der Sommerferien

Mariä Himmelfahrt

: Freitag, der 15. August, ist dort als ein arbeitsfreier Tag anerkannt, der das Urlaubskonto nicht schmälert.

Weitere Feiertage im Herbst

Als nächster bundesweiter Feiertag steht der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober an - ein Freitag. Auch ohne Brückentag kommen wir automatisch in den Genuss eines verlängerten Wochenendes, ideal für den Besuch des Oktoberfestes. Wer allerdings vier Urlaubstage beantragt, kann Ende September und Anfang Oktober neun Tage unterweg sein. Die Herbstferien sind übrigens 2014 in fast allen Bundesländern erst für die zweite Oktoberhälfte angesetzt.

Ebenfalls auf einen Freitag fällt der

Reformationstag

am 31. Oktober, der für Arbeitnehmer in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ein Feiertag ist. Pech haben 2014 dagegen die Bewohner in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie im Saarland:

Allerheiligen

am 1. November fällt 2014 auf einen Samstag.

Der

Buß- und Bettag

wurde als allgemeiner Feiertag bereits 1995 abgeschafft. Lediglich in Sachsen besteht er bis heute als gesetzlicher Feiertag weiter. Der 20. November 2014 - ein Mittwoch - gilt nur in diesem Bundesland als arbeitsfrei.

Weihnachtstage: das große Finale

In den vergangenen zwei Jahren waren wir bei der Planung der Weihnachtstage verwöhnt, weil die Feiertage auf Wochentage fielen. Auch 2014 macht das Ausfüllen des Urlaubantrags richtig Spaß, denn der erste Weihnachtsfeiertag fällt auf einen Donnerstag, der zweite Festtag auf einen Freitag. Und die Tatsache, dass Silvester an einem Mittwoch ist, dürfte die Ferienfantasie besonders angeregen.

In der Zeit "zwischen den Jahren" hat man selbst bei der Minimalversion von drei Urlaubstagen (22. bis 24. Dezember) immerhin neun Tage am Stück frei. Wer auch noch den 2. Januar, einen Freitag, in seine Planungen einbezieht, kann sich beim Einsatz von sieben Urlaubstagen immerhin 16 Tage freinehmen.

Fazit: Auch 2014 ist ein sehr arbeitnehmerfreundliches Jahr. Wer geschickt plant und früh seine Urlaubstage einreicht, kann das übliche Urlaubskontingent von 30 Tagen je nach Bundesland fast verdoppeln.

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