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Die wichtigsten Versicherungen für den Urlaub

Wer seinen Urlaub bucht, erhält häufig umfangreiche Versicherungsangebote für die Reise. Doch ist ein teures Rundum-Sorglos-Paket sinnvoll? Wir sagen, auf welche Police man nicht verzichten sollte.

Rettungshubschrauber im Einsatz: Ohne Versicherung kann es teuer werden.

Rettungshubschrauber im Einsatz: Ohne Versicherung kann es teuer werden.

Bei einer Internet-Buchung von Flug, Unterkunft oder Mietwagen wird automatisch auch die Frage nach einer Versicherung gestellt. Doch Verbraucherschützern zufolge ist ein großes Rundum-Sorglos-Paket bei Auslandsreisen meist überflüssig. Besser ist es, sich gezielt gegen unerwartete Überraschungen im Urlaub abzusichern, die einen finanziell besonders hart treffen würden.

Auslandsreise-Krankenversicherung

Verbraucherschützer halten sie für die einzig wichtige Versicherung im Urlaubsgepäck. Sie übernimmt im Ausland die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht gedeckten Kosten. Wichtig ist sie vor allem bei Fernreisen. Doch selbst innerhalb Europas zahlt die Kasse nur die im Gastland übliche Behandlung, und die fällt oft bescheidener aus als in Deutschland.

Zudem steht die private Versicherung für einen notwendigen Rücktransport ein, den keine Krankenkasse übernimmt. Auch für Privatversicherte kann der Zusatz sinnvoll sein. Gute Jahrespolicen sind schon für weniger als zehn Euro pro Person zu haben.

Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung

Sie ist eher für teure Reisen sinnvoll, da sie die Stornokosten zahlt, wenn die Tour nicht angetreten werden kann. Auch bei Reisen mit Kindern oder älteren Menschen ist sie ratsam, da das Risiko eines Rücktritts oder Abbruchs hier größer ist. Als wichtige Rücktrittsgründe gelten Unfälle, unerwartete schwere Krankheiten oder der Tod von Mitreisenden und Angehörigen sowie Schwangerschaft. Sie tritt aber nicht ein, wenn beispielsweise der Chef den Urlaub streicht. Die Police kostet bei einem Reisepreis von 1500 Euro pro Person zwischen 30 und 60 Euro. Sie gilt häufig nur bis zum Reiseantritt.

Soll der Abbruch eines Urlaubs während der Reise mitversichert werden, fallen höhere Kosten an. Die bereits am Urlaubsort verbrachten Tage muss der Reisende in der Regel selbst zahlen. Angeboten werden auch Reiserücktrittsversicherungen, die alle Reisen innerhalb eines Jahres abdecken. Jahresverträge sollten jedoch nur abgeschlossen werden, wenn klar ist, wie viel die Reisen in einem Jahr kosten und ob es sich wirklich lohnt.

Reisegepäckversicherung

Sie soll den Verlust des Reisegepäcks ersetzen, ist nach Ansicht von Experten jedoch überflüssig. Denn die Versicherungen werfen dem Kunden meist eine Mitschuld an dem Diebstahl vor. So muss der Koffer zwischen die Beine geklemmt und die Kamera am Körper befestigt werden. In südlichen Ländern wird für den Verlust von Schmuck nicht gezahlt. Zudem ist die Schadensumme begrenzt; Schecks, Flugtickets oder Kunstobjekte sind gar nicht versicherbar. Tipp: Bei einem Einbruch oder Raub in Gebäuden, etwa im Hotelzimmer oder Parkhaus, zahlt in Europa die Hausratversicherung.

Mallorca-Police

Dabei handelt es sich um eine europaweite Zusatzversicherung für Mietwagen - nicht nur auf Mallorca. Sie zahlt Forderungen, die bei einem Unfall über die oft geringen Mindestversicherungssummen des Gastlandes hinausgehen. Stellt ein Geschädigter höhere Ansprüche, können diese durch die Mallorca-Police ausgeglichen werden. Sie kostet laut Bund der Versicherten etwa 20 Euro für einen Urlaubsmonat innerhalb der EU. Verbraucherschützer halten die Police für recht sinnvoll. Außerhalb Europas hilft die "Traveller-Police" weiter.

Schutzbriefe

Für den Fall einer Autopanne oder eines Unfalls im Ausland gibt es bei Kfz-Versicherungen und Automobilclubs den Schutzbrief, der bis zu einem vertraglich festgelegten Betrag die Kosten für Pannenhilfe, Abschleppdienst, Mietwagen und Übernachtung vor Ort abdeckt, wenn das eigene Auto nicht mehr fährt. Der Schutzbrief kostet zwischen 30 und 50 Euro im Jahr und erspart laut Bund der Versicherten "im Notfall viel Ärger und Geld".

Weitere Informationen im Internet unter www.bundderversicherten.de

tib/AFP/AFP

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