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8. Februar 2012, 14:53 Uhr

Alle A380 sollen untersucht werden

Dem Superjumbo A380 von Airbus droht wegen der jüngst entdeckten Risse an einigen Tragflächen eine umfassende Prüfung. Die zuständige europäische Flugsicherheitsbehörde EASA will alle aktiven 68 Modelle checken lassen.

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Return To Sender: Alle aktiven Großraumflugzeuge des Typs A380 müssen zur Kontrolle© Sergio Dionisio/DPA

Risse an den Tragflächen des Großraumflugzeugs A380 werden für den europäischen Flugzeugbauer Airbus zu einem generellen Problem: Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat die Kontrolle aller Maschinen des Typs A380 angeordnet. Die australische Fluggesellschaft Qantas hatte einen Airbus wegen Haarrissen am Flügel aus dem Verkehr gezogen.

Bereits Ende Januar hatte die EASA nach der ersten Entdeckung von Rissen eine Untersuchung von rund 20 der 68 Maschinen vom Typ A380 angeordnet, die weltweit im Einsatz sind. Angesichts der Ergebnisse dieser Untersuchungen solle nun die gesamte A380-Flotte überprüft werden, sagte ein EASA-Sprecher. Zunächst sollen alle Maschinen kontrolliert werden, die bereits mehr als 1800 Flüge hinter sich haben. Die Sicherheit der Maschinen sei durch die Risse nicht in Gefahr, versicherte Airbus.

Zahlreiche Fluggesellschaften, darunter auch Lufthansa, haben das Langstreckenflugzeug A380 im Einsatz. Qantas, für die zwölf solcher Riesenvögel in der Luft sind, zog nun eine der Maschinen wegen Rissen an der Tragfläche aus dem Verkehr. Dabei handele es sich aber um andere Risse, als die von der EASA beanstandeten, sagte eine Sprecherin.

Sonderinspektion im Januar

Die Schäden waren nach einer Sonderinspektion aufgefallen, die die Fluglinie nach Turbulenzen im Januar in Indien vorgenommen hatte. Damals waren sieben Menschen verletzt worden. Die Risse hätten aber nichts mit den Turbulenzen zu tun, versicherte die Sprecherin.

Der Airbus A380, der seit 2007 im Einsatz ist, ist mit bis zu 800 Plätzen das größte Passagierflugzeug der Welt. Airbus liegen mehr als 250 Bestellungen für den Jumbojet vor. Im November 2010 hatte ein Airbus A380 für Schlagzeilen gesorgt, dessen Rolls-Royce-Triebwerk während des Fluges explodiert war. Die Maschine musste spektakulär in Singapur notlanden.

AFP/Reuters
 
 
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