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Flugvermittlungsportale ignorieren EU-Gesetz

Trotz EU-Vorschriften werden Verbraucher auf Online-Flugvermittlungsportalen immer noch abgezockt, kritisiert Stiftung Warentest. Vermutliche Schnäppchen werden so schnell zur Kostenfalle.

Von Eva Wackerhagen

  Versteckte Kosten bei Flugvermittlungsportalen

Versteckte Kosten bei Flugvermittlungsportalen

Seit 2008 gibt es eine Verordnung der Europäischen Union (EU), die Airlines und Flugvermittlungsplattformen im Internet dazu verpflichtet, dem Verbraucher mehr Durchsichtigkeit über Kosten und Konditionen zu gewähren. Nach diesem Gesetz muss der Endpreis samt Steuern, Gebühren und anderer Zuschläge direkt erkennbar sein. Außerdem dürfen angebotene Versicherungen nicht voreingestellt sein. Doch einige Flugvermittlungsportale ignorieren dies noch immer, wie Stiftung Warentest bemängelt. "Leider gibt es immer noch Unternehmen, die sich nicht an diese Verordnung halten", kritisiert Falk Murko von der Verbraucherschutzorganisation.

Online-Flugvermittler wie fluege.de oder cheapfares.de suchen Benutzern Flüge heraus, die gegen Vermittlungsentgelt über die Plattform buchbar sind. Diese Portale sind nicht mit Flugsuchmaschinen wie swoodoo.com, billigflieger.de oder skyscanner.de zu verwechseln. Auf diesen können Verbraucher nach aktuellen Flügen suchen, werden zum Buchen aber auf die Webseiten von Fluggesellschaften oder Reiseanbietern weitergeleitet.

Ein Testversuch

Beim Flugvermittlungsportal fluege.de haben wir den Test gemacht: Das günstigste Angebot für die Strecke Köln/Bonn nach Rom und zurück liegt bei 119,50 Euro. Ein vermeintliches Schnäppchen! Doch dann kommt der Haken: Eine Versicherung von 19 Euro muss man als Buchender aktiv löschen. Am Ende der Buchung liegt der Endpreis samt Steuern und Gebühren (und der automatisch gebuchten Versicherung) bei 147,84 Euro. Das ist fast ein Viertel über dem zuerst genannten Angebot.

Bei einer Buchung sind Servicegebühren für die Dienstleistung der Flugvermittlungsportale legitim. Nur wird auf eventuelle Zusatzgebühren oftmals erst kurz vor Ende der Buchung hingewiesen, obwohl nach der EU-Verordnung dem Verbraucher der Endpreis bereits am Anfang der Buchung mitgeteilt werden muss. Mit diesem Ergebnis hakte stern.de nach. “Wir versuchen, ein Mittelding zu machen: zwischen der vorgeschriebenen Transparenz und dem, was unsere Kunden wollen“, erklärte Pressesprecher Konstantin Korosides von fluege.de. “Wir verstecken keine Kosten. Wir weisen die Kosten und Vermittlungsgebühren am Ende separat aus.“

Für Verbraucherschützer Murko ist diese Umgehung der Transparenz “skandalös“. Auch voreingestellte Versicherungen sind immer noch sehr verbreitet. Nach dem neuen Europa-Gesetz muss der Buchungsvorgang so gestaltet sein, dass der Verbraucher kostenpflichtige Zusatzleistungen aktiv bestellen und nicht abwählen muss. Damit konfrontiert, sagte Korosides von fluege.de, er müsse “noch mal mit seinen Anwälten sprechen, ob dieses Gesetz wirklich eine EU-Verordnung ist oder ob Stiftung Warentest es einfach nur behauptet. Wir machen das, was juristisch notwendig ist.“

Weiter erklärte der Pressesprecher des Flugportals: “Wir stellen die Reiseschutzversicherung aus Komfortgründen für den Verbraucher direkt ein.“ Für den Reise-Experten Murko von Stiftung Warentest ist dies "eine dreiste Methode der Firmen, Versicherungen zu verkaufen." Zudem kritisiert Stiftung Warentest, dass ein Schnäppchenflug reine Glückssache sei: Anbieter arbeiten nicht immer mit den aktuellsten Fluginformationen und können oft nicht gewährleisten, dass der angebotene Billigflug überhaupt noch buchbar ist. Dann kann es schon mal passieren, dass der Flugsuchende nach einer Viertelstunde doch ohne Ticket da steht.

Die Tipps der Tester

Böse Überraschungen können den Verbraucher auch bei Umbuchungen oder Stornierungen erwarten. Prüfer von Stiftung Warentest weisen darauf hin, dass es in solchen Fällen sogar zu Doppelzahlungen kommen kann: Neben den Airlines verlangen auch die Portale hohe Gebühren. Der Schnäppchenflug wird dann schnell zum teuren Vergnügen. Deshalb ist es ratsam, sich vor dem Buchen die genauen Konditionen durchzulesen.

Verbraucherschützer wie Murko raten, sich erst Preisvergleiche über Flugsuchmaschinen einzuholen. Danach sollte der Flugsuchende die Preise von der Webseite der Fluggesellschaft mit den Vermittlungsportalen vergleichen. Stiftung Warentest zufolge, sind Direktbuchungen bei den Airlines oft billiger als über Vermittlungsportale.

mit AFP

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