31. Juli 2012, 09:27 Uhr

Kaum eine hält dicht

Funktionsjacken liegen im Trend. Die meisten taugen aber nur für einen kleinen Guss, bei starkem Regen versagen sie. Nur zwei von 18 Jacken erfüllten die Anforderungen von Stiftung Warentest.

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Funktionsjacken sind beliebt. Bei schlechtem Wetter tragen immer mehr Leute robuste Jacken von Jack Wolfskin, Salewa oder anderen Outdoorausrüstern. Auch wenn sie gar keine Trekkingtour unternehmen wollen, sondern nur fünf Minuten am Bahnsteig stehen. Betrachtet man die aktuellen Testergebnisse der Stiftung Warentest, dann scheinen viele Funktionsjacken tatsächlich nur für die bescheidene Belastung von leichtem Spaziergang und kurzem Regenschauer gedacht zu sein. Beim Härtetest der Stiftung fielen die teuren Funktionsjacken dafür reihenweise durch.

Nur zwei Exemplare erreichten die Note Gut. Der Testsieger Jack Wolfskin Higland Men (Gesamtwertung 1,7) und die zweitplatzierte Berghaus Carrock Jacket (Gesamtwertung 1,7) hielten ihre Träger trocken. In den Disziplinen Tragekomfort und Haltbarkeit konnten einige andere Jacken überzeugen, aber in der wichtigsten Disziplin, der Funktion, erreichten die anderen Kandidaten nur fünfmal befriedigend, neunmal ausreichend und einmal mangelhaft.

Unter der Rubrik Funktion testete die Stiftung Warentest die Eigenschaft, die eine Funktionsjacke von anderen Jacken unterscheidet, ihre Fähigkeit bei starkem Regen kein Wasser von außen durchzulassen und gleichzeitig Körperschweiß nicht aufzustauen, sondern nach außen abzugeben. So sollen Outdoorsportler auch bei einem langen Marsch im Regen trocken bleiben. Diesen Effekt sollen spezielle Materialien, Beschichtungen und Membranen garantieren.

Und daran hapert es meistens. Über den Testversager Killtec Canik Line Checker können die Prüfer nur spotten: Die Jacke funktioniere umgekehrt, heißt es in dem Magazin, sie halte den Schweiß zurück, lasse den Regen dafür aber durch.

 
 
 
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