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Bodenpersonal sorgt für Chaos in Schönefeld

Der Aufruf der Gewerkschaft Verdi erreichte das Bodenpersonal in Schönefeld 15 Minuten vor Streikbeginn per SMS. Dreieinhalb Stunden lang stellten sie die Arbeit ein - und lösten ein Chaos aus.

  In Berlin-Schönefeld dürften am Freitagabend die Flugzeuge nur mit Verzögerung abheben. Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem mehrstündigen Warnstreik aufgerufen

In Berlin-Schönefeld dürften am Freitagabend die Flugzeuge nur mit Verzögerung abheben. Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem mehrstündigen Warnstreik aufgerufen

Der Flughafen Berlin-Schönefeld ist am Abend dreieinhalb Stunden bestreikt worden. Die Gewerkschaft Verdi hatte die rund 100 Mitarbeiter der Passagier- und Gepäckabfertigung aufgerufen, von 18.30 Uhr bis 22 Uhr die Arbeit niederzulegen. "Passagiere haben unter den Einschränkungen teils erheblich gelitten", kritisierte der Geschäftsführer des Flughafendienstleister Globeground, Bernhard Alvensleben. Grund für den Warnstreik war ein Tarifkonflikt zwischen Globeground und Verdi.

Bereits am Morgen hatten rund 200 Globeground-Beschäftigte am Flughafen Tegel für dreieinhalb Stunden die Arbeit ruhen lassen. Am viertgrößten deutschen Flughafen fielen 30 Flüge aus, und es gab Verspätungen von bis zu eineinhalb Stunden.

Von nun an jederzeit mit Warnstreiks zu rechnen

Verdi begründete die jeweils kurzfristig angekündigten Aktionen damit, dass die Arbeitgeber bei den laufenden Tarifverhandlungen für die meisten Beschäftigten eine deutliche Absenkung des Einkommensniveaus durchsetzen wollten. In Tegel begann der Warnstreik um 6.00 Uhr und dauerte bis 9.30 Uhr. In Schönefeld wurden die Mitarbeiter um 18.15 Uhr per SMS informiert, dass um 18.30 Uhr der Ausstand beginnen sollte, wie Verdi-Streikleiter Jens Gröger mitteilte.

Gröger begründete die abendliche Aktion damit, dass es nach den Warnstreiks in Tegel kein weiteres Angebot der Arbeitgeber gegeben habe. "Die Arbeitgeber müssen jetzt jederzeit mit weiteren Warnstreiks rechnen", kündigte er an. Mit der Aktion am Abend wollten zudem die Globeground-Mitarbeiter in Schönefeld zeigen, dass sie "ebenso wie die Kollegen in Tegel auch mehr Geld wollen", sagte Gröger. Die kurze Vorwarnzeit begründete er damit, dass Globeground in früheren Tarifauseinandersetzungen versucht habe, Streikbrecher einzusetzen.

Verdi fordert mehr Geld vor allem für Geringverdiener

Bei Globeground sind insgesamt rund 1500 Menschen beschäftigt. Das vor rund vier Jahren privatisierte Unternehmen ist an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld für 80 Prozent der Bodendienstleistungen in der Passagier- und Gepäckabfertigung zuständig. Verdi fordert für die Mitarbeiter vier Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Gröger erläuterte, der Gehaltszuschlag solle den unteren Einkommensgruppen relativ stärker zugute kommen. Die meisten Beschäftigten seien Geringverdiener mit Einstiegsgehältern von monatlich knapp 1500 Euro.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben für die unteren Einkommen Tariferhöhungen von bis zu 18 Prozent vorgeschlagen, in höheren Einkommensgruppen aber auch Abstriche verlangt. Globeground forderte Verdi auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

kng/dho/DPA/AFP/DPA

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