4. September 2012, 07:11 Uhr

Berliner Flughafen soll erst im Herbst 2013 öffnen

Gerüchte gab es schon länger: Nach Medieninformationen soll die Eröffnung des Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg nochmals verschoben werden. Grund sind neue technische Probleme.

Flughafen Berlin-Schönefeld, Hauptstadflughafen

Ein teures Problem: Der Flughafen Berlin Brandenburg wird anscheinend noch später fertig als ohnehin schon geplant©

Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens in Berlin-Schönefeld wird voraussichtlich nochmals um rund ein halbes Jahr verschoben. Als Termin für die Inbetriebnahme ist nach DPA-Informationen nun der Herbst 2013 vorgesehen. Ein entsprechender Beschluss soll auf einer Aufsichtsratssitzung des Flughafens an diesem Freitag gefasst werden. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) hatte zuvor den Oktober kommenden Jahres als neuen Termin genannt.

Flughafensprecher Ralf Kunkel bestätigte in der Nacht lediglich, dass die Aufsichtsratssitzung vom bisher geplanten 14. September auf diesen Freitag vorgezogen werde. Zum neuerlichen Verschiebung wollte er keinen Kommentar abgeben.

Der Eröffnungstermin war bereits zweimal verschoben worden, zuletzt vom 3. Juni 2012 auf den 17. März 2013. Grund dafür war nach offiziellen Angaben die noch nicht funktionstüchtige Brandschutzanlage. Allerdings gab es auch Zweifel, ob andere Teile der Gebäudetechnik betriebsbereit waren, etwa die Gepäckbeförderung.

Die Mehrkosten sind immens

Wegen der Verzögerungen hatte der Flughafen zuletzt mit Mehrkosten von gut 1,1 Milliarden Euro gerechnet. Auf der kommenden Aufsichtsratssitzung soll auch über ein neues Finanzierungskonzept beraten werden. Gesellschafter des Flughafens sind die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund. Im August hatte der Aufsichtsrat beschlossen, die drohende Zahlungsunfähigkeit des Flughafens mit einer Finanzspritze abzuwenden.

Der neue Technikchef des Flughafens, Horst Amann, hat in den vergangenen Wochen versucht, sich ein genaues Bild von der Lage am halbfertigen Flughafengebäude zu machen. Vieles muss neu geplant werden. Vor allem auf Amanns Einschätzung dürfte sich der Aufsichtsrat bei seinen Entscheidungen am Freitag stützen.

be/DPA
 
 
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