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Vor einem Jahr brach der Krieg zwischen Russland und Georgien aus. Nun klärt die EU, wer diese Eskalation verschuldete. Fest steht: Vielen Georgiern hat der Konflikt dauerhaftes Leid gebracht. Andreas Albes hat Menschen besucht, deren Bilder damals die Welt bewegten.
Mehr als 100.000 Menschen sind auf der Flucht, seit die militärischen Auseinandersetzungen im Kaukasus begonnen haben. Auch Shushanik, die sich mit ihrem dreijährigen Sohn nur knapp vor den Bomben retten konnte, und Lolita, die mit acht Kindern vor dem Krieg floh, haben alles verloren.
Über die georgischen Flüchtlinge des Krieges im Kaukasus wird viel berichtet. Weniger über die Opfer in Südossetien. Deshalb haben wir Margarita Simonyan, Chefredakteurin des englischsprachigen russischen TV-Senders Russia Today, gebeten, in einem Gastbeitrag zu beschreiben, was die Opfer des Krieges ihrem Sender berichtet haben.
Was sind Russlands Kriegsziele? Wie weit sind sie bereit zu gehen? Und was wird das für Auswirkungen auf die Region haben? Im Kern geht es Moskau darum, den ungelenken Angriff Georgiens auf Südossetien für eine Lektion für die gesamte Region zu nutzen.
Georgien zieht seine Truppen aus der abtrünnigen Region Südossetien ab. Die Soldaten hätten ihre Stellungen in der abtrünnigen Region verlassen, sagte ein Regierungssprecher in Tiflis.
Dramatische Eskalation im Kaukasus: Russische Truppen sind in Südossetien eingerückt, um die georgische Militäroffensive zu stoppen und den Tod russischer Landsleute zu rächen. Georgische Truppen schossen nach eigenen Angaben zwei russische Kampfjets ab.
Vor einem Jahr kämpften Georgien und Russland um Südossetien. In ossetische Gefangenschaft geriet dabei der junge georgische Soldat Beso. Er überlebte nur, weil er für einen Osseten noch wertvoll war.
Die Region Südossetien will nach dem georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili international fahnden lassen. Das Land bezeichnet Saakaschwili als "Kriegsverbrecher" wegen des Konflikts im August.
Der militärische Erfolg Russlands in Georgien täuscht: Die russische Armee befindet sich in einem maroden Zustand: Ihre Waffen stammen überwiegend aus dem Kalten Krieg, Russland kann sich militärisch mit den USA nicht mehr messen. Das soll nun anders werden, das Land rüstet auf.
Wochen nach dem Krieg in Südossetien bröckelt die Unterstützung für Georgiens Präsidenten Michail Saakaschwili im eigenen Land. In einem offenen Brief attackieren Oppositionelle Saakaschwili mit unangenehmen Fragen. Ihre wichtigste: "Warum fiel Georgien trotz Warnungen der USA in Südossetien ein?"
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Zchinwali ist eine Stadt in Südossetien. Sie ist Hauptstadt der umstrittenen und lediglich von Russland und Nicaragua anerkannten Republik Südossetien. Zchinwali liegt im Norden Georgiens im Großen Kaukasus am Ufer des Großen Liachwi und hat 33.724 Einwohner.