Bis Mitte August war London ein teures Pflaster. Nun sind die Olympischen Spiele vorbei und ein Trip wieder bezahlbar. Wir sagen, wie Sparfüchse ihren Geldbeutel noch weiter schonen.

30 Pfund sind in London schnell ausgegeben. Doch wer es clever anstellt, kann in der teuren Metropole auch mit wenig Geld viel erleben. © Merle Schmalenbach/DPA
Schon bei der Anreise kann man sparen. Der typische Billigflieger-Passagier trägt seine Kleidung in mehreren Lagen, um das Geld für das Gepäck zu sparen. Airlines wie Ryanair & Co. kassieren für jedes Gepäckstück extra. Dafür sind die Tickets bezahlbar. Von Berlin aus fliegt man beispielsweise mit Ryanair für weniger als hundert Euro nach London und zurück.
Vom Flughafen London Stansted kommt man mit dem Zug schnell, mit dem National Express-Bus günstig in die Innenstadt. So braucht man zwar anderthalb Stunden, zahlt aber auch nur 8,50 Pfund. Wer schlau ist, kauft das Rückticket gleich mit oder bucht die Tickets vorher im Internet und spart dadurch noch mehr.
Über 35 Euro für Madame Tussauds? Wer sparen möchte, sollte auf einen Besuch in Londons berühmten Wachsfigurenkabinett verzichten.Wer sich beim Sightseeing auf Londons öffentliche Kultureinrichtungen beschränkt, kann gewaltig sparen. In fast allen Museen ist der Eintritt frei, wie zum Beispiel in der National Gallery, im British Museum, das den berühmten Stein von Rosette beherbergt oder im Science Museum, wo die Dampflokomotive Puffing Bill von 1813 bestaunt werden kann.
Für Liebhaber moderner Kunst ist die Tate Modern ein Muss. Hier sind Werke von Picasso, Warhol und Matisse ausgestellt. Auch das kleinere Sir John Soane's Museum lohnt einen Besuch. Ehemals das Wohnhaus eines Architekten und Kuriositätensammlers aus dem 19. Jahrhundert, sind die Zimmer nun für Besucher zugänglich und beherbergen unter anderem einen 3000 Jahre alten ägyptischen Sarkophag, römische Urnen und Gemälde.
Günstig wohnt, wer keine Berührungsängste hat. Schon ab 15 Euro ist ein Schlafplatz im 28-Bett-Zimmer in der Palmers Lodge zu haben. Die Herberge ist stilvoll in der Villa eines Keksmagnaten untergebracht. Vorhänge und abschließbare Kisten gewährleisten eine minimale Privatsphäre, vor einem schnarchenden Nachbarn ist man trotzdem nicht sicher. Daher sollte man die Abende lieber an der an der Bar des Hostels verbringen und mit den internationalen Gästen plaudern. Ebenfalls inbegriffen ist das Frühstück mit frischen Croissaints, Kaffee und Saft.
Wer es etwas privater, aber trotzdem günstig mag, der kann während der Semesterferien eine Unterkunft in einem der vielen Colleges buchen, beispielsweise in der berühmten London School of Economics. Die Zimmer sind heiß begehrt, darum sollte man zeitig im Voraus buchen.
Ein günstiges Mittagessen bekommt man in einem der vielen indischen Restaurants auf der Brick Lane. Im Shampan gibt es Gerichte für weniger als 13 Euro. Im Second Laden Blitz auf der Hanbury Street findet man günstig Getränke. Bei einem Espresso für zwei Euro kann man sich lässig in den Sesseln räkeln und die Trendsetter beim Einkaufen beobachten.
Gut gestärkt kann man sich nun zum Souvenir-Shopping aufmachen. Hier gilt: teure Souvenir-Shops sind zu vermeiden. Lieber besucht man einen Flohmarkt, wie den Brick Lane Market, der Sonntag bis 14 Uhr geöffnet hat. An den Ständen der Händler findet man ein buntes Potpourri an Waren, wie zum Beispiel Schmuck, Sonnenbrillen oder alte Fotokameras. Nur zu viel sollte man nicht einkaufen. Sonst zahlt man doch noch für das Übergepäck.