Kennen Sie Hamburg?

6. Juli 2014, 08:10 Uhr

Im Sommer zieht es viele Touristen nach Hamburg. Wie gut kennen Sie die Hansestadt? Wissen Sie, welcher Kirchturm der höchste ist? Und was man auf "Hummel Hummel" antwortet?

Hamburg, Hansestadt, Städtreisen Hamburg, Tipps Hamburg

Die schönste Annäherung an Hamburg: an Bord eines Kreuzfahrtschiffes©

Die große Kühle aus dem Norden? Fehlanzeige. Auch in Hamburg scheint gelegentlich die Sonne, zudem liegt die Stadt fast am Meer. Und die Menschen können unhanseatisch fröhlich sein. Hier lässt es sich besonders gut leben.

Im neuen stern geht es im Rahmen der Serie "Leben, wo andere Urlaub machen" durch den Stadtteil Altona mit vielen Tipps für den Kurzurlaub an Alster und Elbe. Auf den folgenden Seiten stellen stern-Redakteure ihre ganz persönlichen Lieblingsorte vor.

1. Morgensprung ins 50-Meter-Becken

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Sprungturm im Kaifu-Bad©

Von Jens Maier, Lifestyle-Redakteur
Ich mag es am liebsten an einem warmen Sommertag morgens um 6.30 Uhr im Kaifu-Bad. Mitten in der City unter uralten Bäumen liegt der schönste 50-Meter-Pool Hamburgs. Das hat sich leider rumgesprochen und deshalb ist an Sonnentagen ab Nachmittag ganz Hamburg hier zum Schwimmen. Doch in der Früh ist es noch leer, und ich kann in Ruhe meine Bahnen schwimmen. Herrlich! Leider sind die wirklich heißen Tage in Hamburg selten, sodass mir diese Freude nur selten zuteil wird, zumindest ohne frieren zu müssen. Umso schöner ist es, diese Tage mit einem Sprung ins Becken zu beginnen.

2. An Deck durchpusten lassen

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Hadag-Fähre im Hafen©

Von Sarah Stendel, Kultur-Redakteurin
Mein Lieblingsort in Hamburg ist an Deck einer Hadag-Fähre. Es gibt nichts Schöneres, als an den Landungsbrücken auf eines der Bötchen zu steigen und am Hafen entlang zu fahren. Im Sommer kann man sich nach Feierabend an Bord ein Alsterwasser kaufen und gemütlich in der Sonne nach Övelgönne zum Elbstrand schippern. Sogar im Winter geh ich gern an Deck und lass mir den Wind um die Ohren pusten, um den Kopf frei zu kriegen und den Blick auf die Stadt zu genießen. Wenn man Glück hat, fährt eines der riesigen Kreuzfahrtschiffe an einem vorbei und es wirkt, als wäre die große weite Welt genau hier. In der Mittagspause fühlen sich zwei Stationen auf der Fähre außerdem an wie ein Kurzurlaub. Am besten vorher noch an den Landungsbrücken ein Fischbrötchen besorgen - perfekt.

3. Cocktails und Burger

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Theke in der Brooklyn Burger Bar©

Von Christoph Fröhlich, Digital-Redakteur
Was gibt es Schöneres als einen saftigen Burger mit krossem Speck? Ist doch klar: Einen saftigen Burger mit Speck und dazu ein eiskalter Drink. Beides gibt es reichlich in der Brooklyn Burger Bar, die seit einigen Monaten in der ehemaligen Apotheke am Alten Fischmarkt zu finden ist. Im Sommer lädt die gemütliche Terrasse zu einem Feierabend-Absacker ein, in den kalten Wintermonaten dagegen ist die Bar schnell überfüllt. Dann sitze ich am liebsten direkt am Tresen und genieße die Cocktail-Show und den Blick auf Dutzende Flaschen.

4. Hoch über Hamburg

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Blick vom Radisson Blu Hotel Hamburg©

Von Till Bartels, Reise-Redakteur
Ob gebürtiger Hamburger, Zugereister oder Besucher: Wer auf einer Aussichtsplattform steht, behält den Überblick. Hamburg bietet viele hoch gelegene Standpunkte. Doch beim Michel sind die Warteschlangen wegen der Touristen zu lang und der Turm der alten Nikolaikirche ist zurzeit eingerüstet. Da bleiben nur Bars wie das 20up im Empire Riverside Hotel oder mein Tipp: das High End im Radisson Blu Hotel am Dammtorbahnhof. In dem inzwischen denkmalgeschützten Wolkenkratzer hat Ende Juni eine Aussichtsterrasse eröffnet - mit 118 Metern ist sie Hamburgs höchste Bar. Im 27. Stock genießt man windgeschützt an der frischen Luft den Blick auf Außen- und Binnenalster. Tief unter einem staut sich der Verkehr, schnurren S-Bahnen und Züge Richtung Hauptbahnhof. Geöffnet nur bei schönem Wetter freitags und samstagabends ab 18 Uhr, Bier ab 3,80 Euro.

5. Die Füße im Sand

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Die Elbe bei Teufelsbrück©

Von Swantje Dake, Teamleitung News
Teufelsbrück ist Hafen und Elbstrand - und damit Hamburg. Der Hafen ist Idylle und Industrie. Der Elbstrand ist von jedem Punkt der Stadt in Reichweite. Raus aus dem Büro, Schuhe aus, die Füße in den Sand stecken, Kurzurlaub. Den Blick schweifen lassen - nicht nur bis zur nächsten Häuserwand. Teufelsbrück ist für mich ein immer wieder kehrender Ort: Wendepunkt für lange Läufe am Fluss, das "fast wieder zu Hause"-Gefühl nach Radtouren. Ankommen und Fernweh. Hinaus in die weite Welt, aber wissen, wo man hingehört. Das ist für mich Teufelsbrück. Das ist Hamburg.

6. Mittagspause in Vietnam

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Knuspriges Seidentofu im Restaurant Oren Ishii©

Von Denise Wachter, Genuss-Redakteurin
Als Kind aus einer bayerischen Kleinstadt liebe ich die Großstadt Hamburg. Hier ist die Food-Szene alles andere als langweilig. Gut, es ist noch nicht Berlin oder London. Aber auf einem guten Weg dahin. Food-Trucks rollen durch Hamburg und bieten Bio-Burger an, Märkte wie der Isemarkt lassen jedes Kulinarik-Herz höher schlagen, Food-Events wie das White Dinner, Kitchen-Guerilla-Aktionen oder unkonventionelle Weinproben versüßen jedem Genießer den Tag oder Abend. Nicht zu vergessen: die Krabbenbrötchen, die gibt es nämlich in Bayern nicht. Und schmecken doch so gut. Zu guter Letzt: In einer Stunde Mittagspause schafft man es kulinarisch von Hamburg nach Vietnam. Das Restaurant Oren Ishii (Kleine Reichenstraße 18) in der Altstadt Hamburgs serviert nämlich Vietnam in der Schüssel. Ein Beispiel: knuspriges Seidentofu mit Sojasprossen-Frühlingslauch-Ingwersalat, süßem Soja-Chili-Dressing, Minze, Koriander und hauchdünnen Reisnudeln. Wenn das keine Liebe ist!

7. Idylle in Uhlenhorst

Von Katharina Kütemeyer, Social-Media-Redakteurin
Der Blick aufs Wasser wirkt auf mich wie ein guter Single Malt: Mein Kopf befreit sich vom energiefressenden Alltagsgedöns, die Muskeln entspannen und meine Sinne öffnen sich den kleinen, leisen Augenblicken, jenen winzigen Momenten, in denen ein Entenquaken, ein Sonnenstrahl, der sich im Wasser bricht, glücklich machen. In den späten Abendstunden ist es hier am schönsten: auf dem kleinen Mäuerchen am Kanal, am Übergang von Rondeel und Bellevue. Zu dieser Tageszeit verirren sich hier nur selten Menschen hin, jene, die am nächsten kommen, rudern und sind schnell wieder verschwunden. Dann wird es wieder ganz ruhig, nur noch die schlagenden Wellen und der Wind in den Blättern sind hörbar, das letzte Licht spiegelt sich im Wasser, und ab und zu schwimmt ein Schwan vorbei. Für mich der perfekte Ort.

8. Chillen am anderen Elbufer

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Blick vom Südufer auf die Elbe©

Von Nicky Wong, Digital-TV
Entweder zu Fuß durch den alten Elbtunnel oder mit der Fähre von den Landungsbrücken in wenigen Minuten zum Südufer übersetzen. Dort gibt es neben dem Theater, in dem seit mehr als zehn Jahren das Disney-Musical aufgeführt wird, einen Strandabschnitt, wo ich gerne chille. Keine Ahnung, wie der Ecke heißt. Eignet sich aber perfekt zum Sonnenbaden, Lesen und Nachdenken.

9. Wo sich die Elbe teilt

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Im Naturschutzgebiet Heuckenlock©

Von Andreas Stephan, Projektmanager
Flussaufwärts der Elbinsel Wilhelmsburg, der größten Flussinsel Deutschlands, findet man eines der letzten Süßwasserwattgebiete Hamburgs, das Naturschutzgebiet Heuckenlock. wo sich die Elbe in Norder- und Süderelbe teilt, kann man bei Niedrigwasser über Holzbolenwege durch meterhohes Röhricht und einen verwunschenen Tidenauwald laufen und bekommt eine Idee davon, wie die Elblandschaft einmal aussah, bevor das Gebiet von Menschen besiedelt wurde. Neben den Prielen beheimatet das Gebiet auch 700 zum Teil sehr seltene Pflanzenarten, unter anderem 400 Jahre alte Flatterulmen. Bei Hochwasser ist das Heuckenlock oft schwer passierbar, daher sollte man sich vor dem Besuch über den Pegelstand informieren und auf Gummistiefel mitnehmen. Man erreicht das Heuckenlock mit der Buslinie 351 im Stundentakt.

10. Am Alsterufer

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©

Von Anita Zielina, stv. Chefredakteurin
Beliebtes Motiv beim Spaziergang im Frühsommer rund um die Außenalster: Es gibt nichts Entspannenderes als Enten-, Gänse- und Schwanenbabys an der Alster zu beobachten. Immer wieder schön.

11. Abhängen in Strand Pauli

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Kübelpalme im Beach Club Strand Pauli©

Von Katharina Specht, Redaktionsassistenz
Aus Sankt Pauli wird Strand Pauli: In der Nähe der Landungsbrücken erstreckt sich über mehrere Ebenen einer der vielen Beach Clubs der Stadt. Direkt gegenüber von Dock 10, wo bei der Werft Blohm+Voss Schiffe repariert werden. Hier sitzt man erhöht über dem Wasser, baumelt in der Hängematte oder steckt die Füße in den Sand und blickt sehnsuchtsvoll den auslaufenden Schiffen hinterher. Dazu gibt es Cocktails und leckere Snacks.

12. Ab in die Dünen

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©

Von Patrick Rösing, Datenvisualisierung
In den Boberger Dünen zwischen Billstedt und Bergedorf kann man dem Großstadttrubel entfliehen, ohne Hamburg zu verlassen. Tatsächlich wähnt man sich zwischen Reetdachhäusern, Heidekraut und Wanderdüne eher auf einer Nordseeinsel als in einer Millionenstadt. Lediglich die weithin sichtbare Skyline des benachbarten Stadtteils Lohbrügge mit seinen hohen Wohnklötzen ruft dem Besucher stets ins Gedächtnis, dass er sich in einer Metropole befindet. Dieser optische Gegensatz macht die Erkundung von Hamburgs letzter Wanderdüne jedoch umso spannender.

13. Beach Club in der Schanze

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Der Sterngarten neben den S- und Fernbahngleisen©

Von Susanne Baller, Familien-Redakteurin
Die kleine Oase Sterngarten - alles, was rot ist - liegt mitten im Schanzenviertel, aber perfekt versteckt. Das freundlichste Tresenpersonal der Welt, Liegestühle, Strandkörbe und eine große Leinwand machen den Ort auch während der Fußball-WM zur ersten Wahl. Adresse: Max-Brauer-Allee, Ecke Stresemannstraße

14. Ein Bier im Stadtpark

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Daniel Bakir beim Feierabendbier©

Von Daniel Bakir, Verbraucher-Redakteur
Schöne Biergärten sind eigentlich eine Spezialität der Süddeutschen, aber auch in Hamburg findet man ein besonderes Exemplar: In Schumachers Biergarten sitzt man direkt am Stadtparksee und kann zusehen, wie die Abendsonne ihre letzten Strahlen über das Wasser schickt, bevor sie hinter den Bäumen des Stadtparks untergeht. Stimmungsvoller kann man ein Feierabendbier kaum genießen.

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