Features8. März 2013 , 04:03 Uhr
Zehn PS3-Klassiker, die man noch ausprobieren sollte
Bald erscheint die Playstation 4. Für alle, die die besten Games für die PS3 noch nicht ausprobiert haben, wird es also höchste Zeit, dies zu tun.
Wir haben die zehn besten PS3-Games zusammengestellt, die man ungefähr noch ein Jahr ausprobieren, genießen, bewältigen und bis zum Ende durchspielen kann.
1. “Mass Effect 3”
Also, wer sich mal für eine Sekunde über das Ende abregen kann, der wird zu dem Schluss kommen, dass das letzte Kapitel von BioWares Science-Fiction-Saga ein unglaublich fesselndes Abenteuer ist. So enttäuschend es für manche auch sein mag, aber Fakt ist, dass „Mass Effect 3“ die Handlungsstränge aller drei Teile zu einem logischen Ende verbindet. Darüber hinaus bietet das Spiel das befriedigendste deckungsbasierte Kampfsystem, das man auf der PS3 spielen kann. Und außerdem, auch nicht zu verachten, gerät ein riesiger Wurm in einen Tumult mit einem gigantischen Alienroboter. Na, wenn das mal nichts ist.
2. “Borderlands 2”
Allein das Spiel ist schon ein bombastischer Shooter mit verrückten Waffen, fantastischen Welten und mental instabilen Charakteren. Um jedoch das Beste aus diesem abenteuerlichen Egoshooter herauszuholen, benötigt man Freunde oder Gleichgesinnte. Denn „Borderlands 2“ ist der beste Koop-Shooter, den es für die PS3 gibt. Findet man sich in einer Gruppe zusammen, um den Planeten Pandora zu erkunden, wird dieser zu einem atemberaubenden Schauplatz für verschiedene Klassen, die eine Mischung aus Soldat, Panzer, Magier und Attentäter sind. Eines der Muss-Spiele für die PS3.
3. “Heavy Rain”
Viele werden jetzt sagen: “Ach ja, hätte ich fast vergessen”. Aber „Heavy Rain“ ist ein Spiel, das man auf keinen Fall vergessen sollte. Es mag zwar ungemein emotional und irgendwie französisch sein, aber David Cages ehrgeiziger, jedoch naiv konstruierter interaktiver Thriller ist anders, als alles, was man mit der PS3 spielen kann. In „Heavy Rain“ verbinden sich mehrere Handlungsstränge in ein weitreichendes Wahlsystem, das wirkliche Konsequenzen hat. Es kann durchaus passieren, dass man mit einer Entscheidung mehrere Hauptprotagonisten stilllegt. Klar, die Dialoge in „Heavy Rain“ sind gewöhnungsbedürftig, aber die Welt fühlt sich angenehm verbraucht, erfrischend (ja, das ist hier kein Widerspruch) und essentiell einzigartig an.
4. “Bulletstorm”
Welche Chance haben durchschnittliche Korridorshooter gegen einen First-Person-Shooter, bei dem man die Genitalien von Monstern an Kakteen hängen und Monsterhoden in fleischfressende Weltallpflanzen befördern kann? Klingt krass? Ist es auch, aber auf ein cartoonhaft einfältige Art und Weise, sodass niemand, der „Bulletstorm“ spielt, um seine eigene Männlichkeit fürchten muss. In „Bulletstorm“ wird man mit dem großartigen Punktekampfsystem dafür belohnt, Kills auf kreative Weise aneinanderzureihen. Das Tempo ist gut abgestimmt, und das sich ständig ändernde Kampfsystem macht das Spiel zu einem Juwel unter den Egoshootern.
5. “Dishonored“
Sollte „Hitman“ jemals „Half-Life“ in einem gemütlichen Restaurant treffen, bevor sie gemeinsam in das luxuriöse Hotelzimmer zurückkehren und dort auf „Mirror’s Edge“ treffen, dann hat man die richtige Mischung für „Dishonored“ zusammen. Das Spiel bietet die künstlerischste, aufregendste und einfallsreichste Spielumgebung für die PS3 und zeichnet sich durch die große spielerische Freiheit aus. In „Dishonored“ ist es genauso viel wert, einen Mann in der Sauna durch das Abdrehen von Sauerstoff zu töten, als hätte man ihn einfach in den Nacken gestochen. Hier wird die eigene Kreativität wirklich herausgefordert. Und wer eine ganz besondere Herausforderung mag, kann “Dishonored” auch bewältigen, ohne einen einzigen Gegner zu töten.
6. “Batman: Arkham City”
“Batman: Arkham City” ist nicht nur das beste Superheldenspiel, sondern auch eines der besten PS3-Games. Das düstere Sandbox-Actionabenteuer von Rocksteady befördert den Dunklen Ritter in einen riesigen Gefängniskomplex und muss sich für kurze Zeit mit dem Pinguin, dem Joker, Mr. Freeze und Two-Face „anfreunden“, um wieder herauszukommen. Dank der großartig ausbalancierten Spielmechanik glaubt man wirklich, wie Batman fliegen zu können. In „Batman: Arkham City“ wird Bewegung zur Freude. Es gibt neben „Mirror’s Edge“ und „Prince of Persia: The Sands Of Time“ kaum ein weiteres Spiel, dass eine solche Lebendigkeit wie „Arkham City“ ausstrahlt. Das man nebenbei gemeinsam mit Catwoman die Gangster von Gotham jagen kann, ist ein Bonus.
7. “Journey”
„Journey“ ist der einzige PlayStation-Network-Titel in unserer Liste und bietet wunderbar kompaktes Gameplay (nur zwei Stunden) bei dem Kameradschaft und Kooperation nicht nur hohle Schlagwörter sind. In „Journey“ muss man eine Sprache mit nur einer Taste des DualShock-Controllers improvisieren und einige physikalisch scheinbar unmögliche Sprünge absolvieren, während man durch eine riesige Wüste wandert, um den heiligen Berg zu finden. Das alles passiert in einer atemberaubenden Umgebung und mit so zufriedenstellendem Tempo, dass man völlig vergisst, dass es nur zwei Stunden waren, die man mit dem Spiel verbracht hat. „Journey“ ist besser und beeindruckender als die meisten 50 Stunden dauernden Rollenspiel.
8. “Metal Gear Solid 4: Guns Of The Patriots“
„Metal Gear Solid 4: Guns Of The Patriots“ ist das beste Schleichspiel, das jemals entwickelt wurde. Der einzige Anwärter auf den Thron könnte noch „Metal Gear Solid: Snake Eater“ für PS2 sein, aber für die PS3 steht unsere Wahl fest. In „Guns Of The Patriots“ wechseln sich aufregend subversive Ideen mit lustiger Dämlichkeit ab und machen es zu einem einzigartigen Meisterwerk, bei dem sich die Macher von „Assassin’s Creed“ eine Scheibe abschneiden können. Ja, die etwas zu langen filmischen Szenen blasen es an manchen Stellen zu sehr auf, aber die reine Spielfreude von „MGS4“, kombiniert mit der Inszenierung des Anschleichens und den intuitiven Kontrollmöglichkeiten erzeugen einen permanenten Nervenkitzel.
9: “Red Dead Redemption”
Rockstar hat mit “Red Dead Redemption” das Wilder-Westen-Genre wiederbelebt und in einer sehr glaubwürdigen Welt umgesetzt. Die Dialoge des Spieles sind trocken, ironisch und sarkastisch, die Landschaft bedient jedes Western-Klischee, das es gibt und ist dadurch äußerst befriedigend. Und man kann sogar einen Grizzly in den Po stechen (natürlich, wie sollte es anders sein). All das macht „Red Dead Redemption“ zu einem einzigartigen Spiel, und der charismatische Cowboy John Marsten ist wohl der sympathischste Mistkerl, den es gibt.
10. “Uncharted 3: Drake’s Deception”
“Uncharted 3: Drake’s Deception” kommt als Spiel dem Abenteuergefühl, das die Indiana-Jones-Filme vermitteln, am nächsten. Dank seines butterweichen deckungsbasierten Kampfsystems, dem tollen Drehbuch und Naughty Dogs untrüglichem Gefühl für Tempo brilliert das Spiel auf ganzer Linie. Darüber hinaus ändert sich die Aufgabe von Drake ständig. Während man in der einen Minute Typen in der Londoner U-Bahn bekämpft, muss man sich in der nächsten aus einem brennenden französischen Château retten oder krallt sich verzweifelt fest an einem Flügel eines Transportflugzeuges über der Rub’-al-Khali-Wüste. Es sieht ganz danach aus, dass das am besten aussehende Spiel für die PS3 auch generell eines der besten ist.

Quelle: opm







