Features23. November 2012 , 02:11 Uhr

“Assassin’s Creed 4” – Was wir sehen wollen

Es ist möglich, dass es ein weiteres “Assassin’s Creed”-Spiel geben wird. Wie könnte diese – möglicherweise auf neuen Konsolen – aussehen?

Die Konsolen der nächsten Generation sind auf dem Weg. Das nächste große „Assassin’s Creed“-Game hat somit superneue Hardware zur Verfügung, um mit einer gigantischen Spielwelt und neuen Funktionen glänzen zu können. Wir haben zusammengestellt, was wir uns von „Assassin’s Creed 4“ außerdem erhoffen.

Mehr Freiheit

Wir haben die Nase voll von vorgeschriebenen Missionen. Ein paar davon sind in Ordnung, um die Handlung voranzutreiben, aber die Hauptmissionen sollten tiefgründig und fantasievoll sein. Es sollte mehrere Möglichkeiten geben, eine Zielperson auszulöschen. Außerdem wünschen wir uns große Level mit zahlreichen Eingangspunkten und Fluchtwegen, die mit Elementen kreativer Freiheit gespickt sind. Wir denken dabei an „Dishonored – Die Maske des Zorns” oder “Hitman”. In diesen Spielen erhält man ein Ziel und muss sich dann mit der eigenen Vorstellungskraft einen Weg dazu erarbeiten. Diese Art Gameplay würde perfekt zur „Assassin’s Creed“-Serie passen.

Größere Städte

Die Amerikanische Revolution ist ein einzigartiger Schauplatz und hat für die Geschichte in “Assassin’s Creed III” („AC3“) sehr gut funktioniert. Aber die Städte mussten darunter leiden. Sie sind zwar voller Atmosphäre und wunderschön gestaltet, aber wenn es ums freie Laufen geht (eine Funktion, die das Spiel definiert), sind sie total langweilig. Die kolonialen Gebäude sind im Vergleich zur Pracht der Städte aus den Vorgängerspielen wie Florenz, Konstantinopel oder Rom enttäuschend. Die Entwickler sollten unserer Meinung nach für „Assassin’s Creed IV“ einen Zeitabschnitt wählen, in welchem man große und interessante Architektur vorfindet.

Anpassung

In “Assassin’s Creed 2” und seinen Spin-offs konnten wir Farben mischen und Ezios Garderobe ein paar Rüstungen hinzufügen. In „AC3“ gibt es hingegen nur eine kleine Auswahl an Outfits und die Rüstungen sind nicht der Rede wert. Wir hätten gerne mehr Einfluss darauf, wie unser neuer Held aussehen wird. Außerdem würden wir gerne seine Heimatstätte gestalten können. Wir verlangen ja keine ausgefallenen Modekreationen, aber wenn man schon 50 Stunden und mehr damit verbringt, den Charakter zu steuern, sollte man zumindest seine persönliche Note einfließen lassen können.

Bessere Nebenmissionen

“Assasin’s Creed” legt seinen Schwerpunkt, wie die meisten Open-World-Games, zu sehr auf willkürliche Sammelobjekte. Wir hätten gerne weniger Federn und Almanachseiten, dafür aber mehr Missionen wie die Assassinengräber aus „Assassin’s Creed II“ oder Captain Kidds Schatzsuche aus „AC3“. Die Nebenmissionen sollten sich anfühlen, als wären sie durchdacht und umfangreich. Zu oft hat man das Gefühl, deren Zweck sei die künstliche Verlängerung des Games. Die Gattung der Open-World-Spiele ist am Stagnieren, und die Entwickler müssen Möglichkeiten finden, die Spielwelten neben willkürlichen Gegenständen mit substanziellen Inhalten zu füllen.

Längere Entwicklungsphase

“Assassin’s Creed 3” wurde innerhalb von zwei Jahren entwickelt. Das ist für ein Spiel dieses Ausmaßes einfach nicht genug Zeit. Dabei wurde sich außerdem zusätzlich auf die Entwicklung der AnvilNext-Engine konzentriert, was wahrscheinlich bereits die Hälfte der Zeit aufgebraucht hat, sowie auch noch den Teams um „Brotherhood“ und „Revelations“ geholfen. Aus diesem Grund ist die Engine nur unzureichend auf die gegenwärtige Konsolengeneration angepasst. Außerdem fehlte einfach die Zeit, eine freie Handlung zu entwickeln, weshalb so viele Missionen vorgeschrieben sind. Die Veröffentlichung eines Games pro Jahr ist in Ordnung, wenn es sich um ein lineares Franchise wie „Call of Duty“ handelt. Ein gigantisches, historisches Epos benötigt jedoch einfach mehr Zeit.

Quelle: cvg