Features31. Juli 2012 , 11:07 Uhr
Batman: Silver Age – Was wir sehen wollen
Die Gerüchte über Rocksteadys Batman-Prequel, das im sogenannten „Silbernen Comiczeitalter“ spielen soll, sind sowohl aufregend als auch empörend.
Diejenigen unter uns, die „Arkham City” zum Abschluss bringen konnten, Zeuge eines tragischen Endes wurden und während des Spieles Schlüsse über eine Fortsetzung der Spielereihe gezogen haben, verstehen unseren Unmut bei der Vorstellung, auf eine weitere Folge warten zu müssen.
Gleichzeitig sind wir sehr gespannt, was Rocksteady sich ausdenken kann, sobald es aus der gewohnten Batman-Umgebung herausgerissen und in eine komplett gegensätzliche Welt katapultiert wird. Wir haben lange darüber nachgedacht und uns einiges einfallen lassen, das wir von diesem Spiel erwarten.
Rocksteady besteht aus einer Bande schlauer Köpfe, deshalb werden sie sicher getreu dem Motto „Was nicht kaputt ist, muss man auch nicht reparieren” vorgehen. Die „Arkham City”-Schlacht bestand aus der perfekten Balance zwischen Schlichtheit, Tiefe und knallharten Typen. Wir haben jedoch Ideen, wie das Spiel sogar noch fesselnder werden könnte.
Wenn die Gerüchte über eine Integrierung weiterer Comikfiguren des Comicverlages DC wahr sind, würden wir uns wünschen, dass diese auch Teil der Kämpfe sind. In den bisherigen „Arkham”-Spielen musste man beim Auftauchen eines Feindes die Y- oder Dreieck-Taste drücken, um einen drohenden Angriff auf den „Dark Knight“ abzuwenden. Rocksteady könnte noch eine zweite Hilfstaste hinzufügen, damit die anderen Superhelden denselben Verteidigungsmechanismus anwenden können.
Natürlich wollen wir nicht, dass Superman, Green Lantern und Wonder Woman den ganzen Spaß haben, deshalb sollten deren Handlungen mehr der Verteidigung dienen. Batman könnte Superman beispielsweise dazu auffordern, Feinde mit seinem Superatem auszuschalten oder mit Flashs übermenschlicher Geschwindigkeit die Bösewichte schwindelig machen. Martian Manhunter könnte seine Gliedmaßen ausdehnen und Batman die Feinde aus der Ferne zuschleudern.
Um es nicht zu kompliziert zu machen, würden wir die Anzahl jedoch auf einen Assistenten begrenzen. Der Spieler könnte aus einer vorgegebenen Auswahl selbst entscheiden, wer seinen Superhelden auf der jeweiligen Mission begleiten soll.
An dieser Stelle möchten wir festhalten, dass für uns nur Batman als Hauptspielcharakter in Frage kommt. Dies lässt sich am besten durch das allgemein bekannte „Superman-Problem“ begründen: Dieser Superpfadfinder aus Metropolis ist eine praktisch nicht aufzuhaltende Gottheit, was dem Spiel komplett die Spannung nimmt. Die Mehrheit der Spiele, in denen Superman vorkommt, wurde dadurch ruiniert. Schaut euch zum Beweis nur einmal „Superman 64” an.
Rocksteady könnte sich sicherlich eine plausible Geschichte ausdenken, um Supermans gotthafte Fähigkeiten irgendwie abzuschwächen. Im Endeffekt würden wir aber nicht gerne an der Seite eines Supermans mit nur eingeschränkter Superpower kämpfen. Dasselbe gilt für Aquaman, Green Lantern und die meisten anderen Helden der Gerechtigkeitsliga.
Wenn Rocksteady tatsächlich an einem Silver-Age-Batman arbeiten sollte, hätten wir außerdem gerne, dass sie sich richtig anstrengen. Gerüchten zufolge soll das Spiel stilisiert dargestellt werden. Wir nehmen deshalb an, dass es die bunten, sauber gezeichneten DC-Helden dieser Ära in der Hauptrolle zeigen wird. Wir würden uns wünschen, dass der Geist des „Silver Age“ ebenfalls eingefangen wird.
Für „Batman: Arkham Asylum” und „Arkham City” hat Kevin Conroy Batmans Stimme synchronisiert. Für den Silver-Age-Batman gibt es unserer Meinung nach nur eine Stimme: Adam West (Batman-Darsteller der gleichnamigen Serie von 1966 bis 1968). Dies könnte ein umstrittener Vorschlag sein, wir finden ihn jedoch passend. Im heutigen Alter von 83 Jahren stellt Adam West seine Stimme häufig dem gleichnamigen Bürgermeister zur Verfügung, welcher in der fiktiven Kleinstadt Quahog der Fernsehserie „Family Guy“ regiert. Wir wetten, er wäre begeistert von der Vorstellung, zu Batman zurückzukehren.
Im Silbernen Comiczeitalter der 50er Jahre war das dynamische Duo bestehend aus Batman und Robin auf seinem Höhepunkt. Vor diesem Hintergrund ist es eine gute Gelegenheit, einen Koop-Modus in das nächste Videospielgerangel des maskierten Kreuzritters zu integrieren
Wir verstehen, wie heilig vielen die narrativ geprägte Einzelspieler-Batman-Erfahrung ist. Genau aus diesem Grund schlagen wir einen separaten Koop-Modus vor, sodass zwei Spieler die Figuren Batman und Robin steuern können.
Stellt euch eine Reihe schrulliger, nicht enst zu nehmender Missionen vor, die auf den verrückten Possen des Duos aus dem „Silver Age“ oder sogar direkt auf der TV-Serie basieren. Die Entwickler von Rocksteady können sich bei der Erfindung der neuen Missionen auch auf ihren inneren William Dozier (Produzent und Erzähler der Batman-Fernsehserie) besinnen und sich eigene, lächerliche Aufgaben ausdenken. Je verrückter, desto besser!