Features21. August 2012 , 03:08 Uhr
Black Ops 2: Declassified – Was wir sehen wollen
Activision hat noch nicht viel über „Black Ops: Declassified” für die PS Vita verlauten lassen, versprach aber ein „wahres Call-of-Duty-Erlebnis”.
Das Fehlen von Informationen hält uns glücklicherweise nicht davon ab, über das Spiel zu spekulieren und unverschämte Forderungen zu stellen. Sowohl First-Person-Shooter im Allgemeinen als auch die „Call of Duty”-Reihe im Besonderen hatten in der Vergangenheit Probleme mit der Etablierung des Spielerlebnisses auf tragbaren Konsolen. Wir glauben, dass „Black Ops: Declassified” dies ändern könnte.
Bisher gab es nur wenige Spiele, mit denen sich Vita- und PS3-Spieler gemeinsam im Online-Multiplayermodus vergnügen konnten. Games wie „WipEout HD” beweisen jedoch, dass die Umsetzung des Modus für beide Konsolen gleichzeitig möglich ist, und das in guter Qualität. Es gibt daher keinen Grund, warum „Black Ops: Declassified“, das nicht hinkriegen sollte. Durch die Ungleichheit in der Steuerung der beiden Konsolen sind gewöhnliche Mehrspielermodi eventuell nicht sehr gut für das kombinierte Spielen geeignet. Der weniger anspruchsvolle „Spec Ops“-Modus wäre hingegen perfekt. Die zielbasierten Spielmodi bieten zwar rasante Action, da der Erfolg bei den Missionen aber nicht auf der Schnelligkeit basiert, mit der man sich einen Feind schnappen und ihn erledigen kann, wäre das für die Spieler weniger anstrengend und für die Hardware weniger anspruchsvoll. Durch eine Beschränkung auf zwei Spieler würde das Spielen über das Netzwerk ebenfalls vereinfacht werden.
Dank des zweiten Analogsticks wird sich ein auf der Vita gespielter Shooter im Vergleich zur PSP nicht mehr anfühlen wie einbeiniges Fahrradfahren. Die besonderen Eigenschaften des schicken, tragbaren Gerätes könnten für Gamer unterwegs sogar noch viel mehr bieten, da die Eigenschaften der Vita die zukünftigen Kriegsspielzeuge von „Black Ops 2” ganz nett ergänzen könnten. Wir hoffen, dass Schnickschnack wie der Bewegungssensor, das Touchpad auf der Rückseite und die Kamera nicht vergeudet wird. Wir würden liebend gerne die Quadrotor-Drohnen durch Neigen des Gerätes steuern, mit der Kamera die Röntgenstrahlen Wände durchleuchten lassen oder über den Touchscreen Raketen steuern. Wahrscheinlich ist nicht jeder so begeistert davon wie wir, die Finger von den Tasten zu nehmen und den Körper bei der Verfolgung einer Granate zu verdrehen, deshalb sollte das wohl eher optional sein.
„Call of Duty”-Anhänger betrachten Treyarchs Bemühungen als relativ riskant. In den letzten paar Jahren hat der Entwickler großzügig Teile aus Infinity Wards Rezeptur ausgelöscht und die Lücken mit eigenen Ideen gefüllt. Die hinzugekommenen CoD-Punkte und RC-XDs (explosive Fahrzeuge) haben gemischte Reaktionen hervorgerufen. Die Beimischung von Zombies hingegen war mehr als erfolgreich. Wir halten die Daumen gedrückt, dass es diese auch in der Vita-Version, mit verschiedenen Multiplayermodi versehen, geben wird. Die ausgezeichnete eigenständige Version von „Call of Duty: Zombies”, die für Android und iOS herausgegeben wurde, sollte den zukünftigen „Declassified“-Entwickler mit ausreichend Ideen und Material versorgen.
Im originalen „Black Ops” konnten zum ersten Mal in der Reihe verschiedene Anpassungen vorgenommen werden. Die Spieler hatten die Möglichkeit ihre eigenen Abzeichen zu kreieren und diese auf den gewählten Vernichtungsinstrumenten anzubringen. Der anstrengende und überraschend komplexe Vorgang involviert die Drehung und Größenanpassung der Elemente auf mehreren Ebenen. Für die meisten war es schwierig, mehr als nur einen Haufen Schrott hervorzubringen. Über den Touchbildschirm der Vita könnten Möchtegern-Künstler aller Talentklassen erneut den Versuch starten, ihre eigenen Embleme zusammenzustellen. Über die Kamera könnten die Spieler hierfür sogar ihre eigenen Bilder importieren und verwenden. Somit könnte man im schlechtesten Fall zumindest einen personalisierten Schrotthaufen kreieren.