Features11. Januar 2013 , 01:01 Uhr
Die größten Spiele des Jahres 2013 – Teil 1
2013 wird aufregend: Wir müssen nicht bis Weihnachten auf die großen Games warten. Und vielleicht erscheint auch noch die neue Xbox. Da Vorfreude als die schönste Freude gilt, werfen wir einen Blick auf die Video- und PC-Games, von denen wir in diesem Jahr Großes erwarten. Und weil es so viele sind, teilen wir unsere Vorschau in zwei Teile auf. Los geht’s mit Teil eins.
Sniper: Ghost Warrior 2
Plattform: Xbox 360, PS3, PC; Entwickler: City; Verleger: Namco; erscheint: März
Obwohl es nur ein eher durchschnittliches Spiel ist, wurde “Sniper: Ghost Warrior” Millionen Mal verkauft und hat den Weg für ein Sequel geebnet. Die Neuauflage ist jedoch wie sein Vorgänger keine realistische Scharfschützensimulation, sondern ein Militärshooter im Sinne von „CoD“ oder „MoH“. Der Fokus liegt hier auf Anschleichen, lautlosen Ausschaltmanövern und blutigem Gemetzel. Die Schießereien sind ungemein stilisiert, perfekte Schüsse werden mit der „Kugelkamera“ (bullet cam) belohnt, die dem Projektil in den Kopf des Gegners folgt. Das Spiel wird außerdem reale Ereignisse in seiner Kampagne aufgreifen. Die Thematisierung des Bosnienkrieges wird so manche Augenbrauen in die Höhe schießen lassen. Dank der atemberaubenden Leistungsfähigkeit der CryEngine 3 muss man sich über billige Effekte keine Sorgen machen. Ob „Ghost Warrior 2“ an die Erfolge des Vorgängers anschließen kann, bleibt abzuwarten, denn das Genre wird bekanntlich von der Konkurrenz beherrscht.
Devil May Cry
Plattform: Xbox 360, PS3; Entwickler: Ninja Theory; Verleger: Capcom; erscheint: 15. Januar
Die Wiederbelebung des wohl umstrittensten Antihelden der Gamingwelt durch Ninja Theory hat Traditionalisten verärgert. Aber in „Devil May Cry“ soll es mehr um Dantes Handlungen als um sein Äußeres gehen, und der Entwickler hat sichergestellt, dass die Handlungsweise bis ins kleinste Detail überzeugt. Auch wenn Ninja Theory mit “Heavenly Sword” nicht überzeugen konnte und es bei “Enslaved” besser gemacht hat, scheint “DMC” das Meisterstück des Studios geworden zu sein. Obwohl das Kampfsystem nicht ganz so tiefgründig wie in „Metal Gear Rising: Revengeance“ ist, reißt einen die Handlung mit. „DMC“ spielt in einem Paralleluniversum, in dem Dante komplett nackt und mit einem Kater erwacht. Seine Blöße wird jedoch durch strategisch wohl platzierte Pizzastücke verdeckt. Er findet bald darauf heraus, dass er sich einer Stadt namens Limbo befindet, die von zahlreichen Höllengestalten bevölkert ist. Dante hat als Dämonenjäger die Aufgabe, Mitglied des Ordens zu werden und seine Zwillingspistolen Ebony und Ivory sowie das riesige Schwert Rebellion einzusetzen, um der Bedrohung ein Ende zu bereiten.
Amnesia: A Machine for Pigs
Plattform: PC; Entwickler: thechineseroom; Verleger: Frictional Games; erscheint: Anfang des Jahres
Der Nachfolger des Indiehorror-Meisterwerkes “Amnesia: The Dark Descent” bietet eine neue Umgebung, neue Charaktere und, am wichtigsten, neue Wege, den Spieler das Fürchten zu lehren. Aufgrund der vielen Änderungen ist es auch kein eigentliches Sequel. Es wird nun große Außenbereiche sowie eine KI geben, die noch weniger vorhersehbar als früher handeln wird, damit die Gestalten, die im Schatten auf den Spieler warten, noch furchterregender sind. Es wird jedoch auch ein paar gewohnte Funktionen wie die Anzeige der geistigen Gesundheit, eine Lampe mit begrenzter Benutzbarkeit und Puzzle geben. Das erste “Amnesia” ist wohl das gruseligste Spiel aller Zeiten, aber nach dem zu urteilen, was wir bisher gesehen haben, ist es möglich, dass “Amnesia: A Machine for Pigs” dem Vorgänger diesen Rang ablaufen könnte.
Aliens: Colonial Marines
Plattform: Xbox 360, PS3, PC, Wii U; Entwickler: Gearbox; Verleger: Sega; erscheint: 12. Februar
Ridley Scott mag sich zwar geweigert haben, “Prometheus” als ein wirkliches „Alien“-Prequel zu bezeichnen, aber Gearbox umarmt die moströse Reihe auf ganzem Herzen. Siebzehn Wochen nach dem Kontaktverlust mit Hadley’s Hope kehrt ein neues Team aus Zigarre rauchenden, Flammenwerfer schwenkenden Rekruten zum Planeten LV-426 zurück. Action wird in „Colonial Marines“ durch das Pulsgewehr gewährleistet, während Horror durch den Bewegungssensor generiert wird. Koop-Missionen ziehen sich zwar durch das gesamte Spiel, aber interessanter dürfte der Multiplayermodus sein, indem man nicht nur als Monster mit Säureblut spielen, sondern seine Charaktere upgraden kann.
Crysis 3
Plattform: Xbox 360, PS3, PC; Entwickler: Crytek; Verleger: EA; erscheint: 21. Februar
Crytek steht mit “Crysis 3” vor einer großen Herausforderung: Wie vereint man einen weit entwickelten Shooter mit veralteter Konsolentechnologie? Die hervorragende CryEngine 3 lässt PS3- und Xbox-Spieler das Game ohne Verzögerungen genießen, und dennoch können PC-Gamer alle Vorteile ihres Systems voll ausnutzen. „Crysis 3“ spielt im Jahre 2047, 24 Jahre nach „Crysis 2“. Prophet sinnt auf Rache, nachdem er die Wahrheit über die korrupte Cell Cooperation herausgefunden hat. Das Unternehmen hat Kuppeln – sogenannte Nanodome – über New York City errichtet, um die ausgebrochene Alieninvasion in Schach zu halten. Das ist die offizielle Erklärung, aber anstatt die Bevölkerung dadurch zu schützen, wird sie gefangen gehalten, und die Cell Cooperation hat sich gleichzeitig das wertvolle Land unter den Nagel gerissen. Jetzt muss sie nur noch abwarten, bis sich das Leben unter den Kuppeln gegenseitig ausgelöscht hat. Ein guter Plan, wäre da nicht Prophet, der genau das verhindern möchte. In der größten Kuppel mit dem sarkastischen Titel Liberty Dome (Freiheitskuppel) jagt man als Prophet im Nanoanzug Alien-Cephs und Cell-Soldaten. Die zur Verfügung stehenden Waffen sind sowohl irdisch als auch extraterrestrisch, wie zum Beispiel ein Bogen, der mit rüstungsdurchbohrenden Pfeilen geladen werden kann. Erfolgreiche Shooter sind ein aussterbendes Genre. Hoffen wir, dass „Crysis 3“ für einen neuen Lebensfunken sorgen wird.
Metal Gear Rising: Revengeance
Plattform: Xbox 360, PS3; Entwickler: Platinum; Verleger: Konami; erscheint: 21. Februar
In der Hand von Kojima Productions war “Metal Gear Rising: Revengeance” ein methodisches Actiongame, indem Spieler alles zerhacken konnten. Ob Melonen, Autos oder sogar Levelplattformen, dem Schwert waren keine Grenzen gesetzt. Nun hat Platinum, der Entwickler des großartigen “Bayonetta”, die Produktion übernommen und daraus ein noch verrückeres Hack-and-Slash-Spiel gemacht. „Metal Gear Rising: Revengeance“ ist schnell, abwechslungsreich, und man hat wenig Zeit zum Verschnaufen zwischen den verrückten Szenarien. Man kann zwar nicht mehr alles zerhäckseln, aber dafür ist das Kampfsystem jetzt fortschrittlicher. Kämpfe gegen Cyborgsoldaten (und Roboterhunde) sowie Gekko-Mechs sind so reaktionsfordernd und brutal wie in „Devil May Cry“ oder „Ninja Gaiden“. Allen, die an der Authentizität des Spieles zweifeln, können wir versichern, dass es ein richtiges „Metal Gear“-Game ist: Feinde verstecken sich mitunter vor einem in Kartons.
Tomb Raider
Plattform: Xbox 360, PS3, PC; Entwickler: Crystal Dynamics; Verleger: Square-Enix; erscheint: 5. März
Eine junge Lara Croft wird an die Küste einer mysteriösen Insel gespült, und sie ist nicht die athletische, in jeder Hand eine Waffe schwingende Heldin, an die wir gewöhnt sind. Lara ist unerfahren und kann (zumindest am Anfang) nur mit einer Waffe hantieren. Sie wird so zum ersten Mal zu einem richtigen Charakter, anstelle eine kämpferische Barbiepuppe für mehr oder weniger erwachsene Jungs zu sein. Wir haben die ersten zwei Stunden des Games gespielt, und während alle vertrauten Komponenten wie Klettern, Puzzle und das Töten von Tieren vorhanden sind, gibt es eine Menge Schießereinen. Es ist Frau Crofts bisher filmischstes Spiel und verströmt deshalb auch einen Hauch „Uncharted“. Das neue „Tomb Raider“ ist nicht mehr das alte „Tomb Raider“ und bewegt sich weit von den Vorgängern der weg. Es ist aber ein wunderbar aussehendes Actiongame in einer fesselnden, mysteriösen Umgebung.
Plattform: PC; Entwickler: Maxis; Verleger: EA; erscheint: 5. März
Das Streben nach Glück steht in “SimCity” im Mittelpunkt. Doch anstatt langweiliger Stadtplanung, die einem die Energie aussaugt, bietet die logische Weiterentwicklung von Will Wrights legendärer Spielereihe intuitive Systeme, die organisch ineinandergreifen. Glück kann von Firmen erreicht werden, indem sie Dinge erschaffen, vom Verkaufssektor, indem verkauft wird und vom Kunden, indem er sein verdientes Geld in die Läden bringt, um die Ökonomie zu unterstützen. Die Multiplayerkomponenten sind in „SimCity“ zahlreich, sodass sich die Systeme (Wohlstand, Glück, Kriminalitätsrate) wie auch im richtigen Leben gegenseitig beeinflussen. Man kann natürlich auch offline spielen, aber man würde viele Dinge wie das Aufteilen von Kohle oder Polizeikräften verpassen. Außerdem kommt man nicht in den Genuss von Touristenströmen, die der eigenen Ökonomie ebenfalls Aufwind geben. „SimCity“ wurde modernisiert und ist organisch und tiefsinnig. Eine willkommene Veränderung.
Starcraft: Heart of the Swarm
Plattform: PC; Entwickler: Blizzard; Verleger: Blizzard; erscheint: 12. März
Eine Erweiterung, an der drei Jahre gewerkelt wurde? Man Blizzard also nicht vorwerfen, bei „Heart of the Swarm“ überstürzt gehandelt zu haben. Das Game spielt im Jahr 2506, kurz nach den Ereignissen aus „Starcraft II“ . Man spielt aus der Perspektive von Antiheldin Sarah Kerrigan, die gerade in ihre menschliche Form zurückgekehrt ist, nachdem sie über längere Zeit als Zerg gelebt hat. In zwanzig neuen Missionen muss man Kerrigans Aufgabe erfüllen, in ihrer menschlichen Form die Herrschaft über den Zerg-Schwarm zu übernehmen. Dabei gibt es nicht nur die Herausforderung, dass der Schwarm in mehrere verfeindete Gruppen zerfallen ist, sondern ein Gedanke beherrscht Sarah hauptsächlich: Sie möchte Rache an Arcturus Mengsk, dem Herrscher der Terranischen Liga nehmen. „Starcraft“ ist für seinen Multiplayer genauso beliebt wie für seine Kampagne, und es gibt auch hier einige Verbesserungen. Sieben Mehrspielereinheiten wurden im Austausch zu drei weggelassenen hinzugefügt, und auch die beibehaltenen wurden verbessert. „Heart of the Swarm“ ist die zweite Erweiterung von „Starcraft“. Hoffen wir, dass die dritte nicht auch drei Jahre zur Entwicklung benötigt.
God of War: Ascension
Plattform: PS3; Entwickler: Sony Santa Monica; Verleger: Sony: erscheint: 13. März
Das Prequel “God of War: Ascension” verspricht ein weiterer brutaler und blutiger Schauplatz für Kratos zu werden. Im bisher erschienenen Videomaterial sieht man den wütenden Spartan ein großes Seeungeheuer erstechen und einen Elephantauren köpfen. Nicht umsonst muss man vorher sein Alter verifizieren, bevor man die Gameplayvideos sehen kann. Wie mittlerweile fast jedes Spiel, wird auch „God of War: Ascension“ einen Multiplayermodus bieten. Im Domination-Modus kämpfen zwei Teams um die Kontrolle bestimmter Gebiete und versuchen gleichzeitig, sich gegenseitig platt zu machen. Hat man die Kontrolle über ein Team erreicht, kann man seine Aufmerksamkeit dem Endgegner, riesigen Zyklopen, widmen. Sony Santa Monica hat erst kürzlich Gamer zum Testen der Mehrspielerbeta angeheuert, und PlayStation-Plus-Mitgliedern wurde der Zugang ebenfalls versprochen.
Gears of War: Judgment
Plattform: Xbox 360; Entwickler: People Can Fly; Verleger: Microsoft; erscheint: 22. März
“Gears of War: Judgment” ist das vierte Game der Epic-Serie und spielt nur wenige Woche nach „Emergence Day“, als die Locusts zum ersten Mal aus der Erde auftauchten, um Krieg mit der Sera-Population zu führen. Man spielt in der Rolle des etwas jünger und etwas fitter aussehenden Baird, der das Kommando über das Kilo-Squad übernimmt. Vorerst sind diese Soldaten jedoch des Hochverrates angeklagt, weil sie experimentelle Waffen gestohlen haben. Es gibt außerdem zwei neue Mehrspielermodi. In OverRun hat man die Möglichkeit aus Regierungssoldaten (COG) und Locust-Truppen (mit allen entsprechenden Fähigkeiten) zu wählen, um seinen Krieg zu führen. Es erinnert an den Beast-Modus aus „Gears of War 3“. Der zweite Modus heißt Free-for-all und wird den jungen Marcus, den jungen Dom, Anya, Sam und Dizzy als spielbare Charaktere bieten. Dort spielen alle Gamer gegeneinander in alten (Gondola, Island, Library) als auch neueren Level. Man muss keine Runderneuerung von „Gears of War: Judgment“ erwarten, kann sich aber über ein poliertes und balanciertes Erlebnis freuen.
Bioshock: Infinite
Plattform: Xbox 360, PS3, PC; Entwickler: Irrational Games; Verleger: 2K; erscheint: 26. März
Nachdem einige Fans durch die klischeehaften Gestaltung des Covers (Mann, Knarre, amerikanische Flagge) verärgert wurden, wird das Spiel im neuesten Trailer als berauschender Wahnsinn präsentiert. Das ist wahrscheinlich auch nötig, da es sonst die Zielgruppe nicht erreichen würde. Die Handlung, die Kreativdirektor Ken Levine erdacht hat, erscheint seltsam: Im Jahr 1912 befindet man sich in einer schwebenden Stadt und muss eine Dame in Gefahr retten, die von einem riesigen Robotervogel und einem Mann mit Megahänden gefangen gehalten wird. Aber diese Geschichte spinnt sich so kreativ, so verrückt und so fantasiereich weiter, wie man von Levine erwarten würde, und wurde gestalterisch auf höchstem Niveau umgesetzt. Einige kleine Schmuckstücke an fantastischen Referenzen findet man ebenfalls. Es spielt beispielsweise eine Strandband ein Cover von Cyndi Laupers Klassiker „Girls Just Wanna Have Fun“. Bei „Bioshock Infinitive“ liegt die Würze im Detail. Protagonist Booker DeWitt wird außerdem von Flashbacks gemartert. In einem kauert er hinter einer Tür während ein paar Leute dagegen hämmern, um Schulden einzutreiben. „Infinitive“ ist ein mitreißendes, fesselndes Abenteuer, in dem nichts scheint, wie es wirklich ist.
Army of Two: The Devil’s Cartel
Plattform: Xbox 360, PS3; Entwickler: Visceral; Verleger: EA; erscheint: 28. März
Eine Spieleserie, die oft für ihre Seichtheit kritisiert wird, hat es geschafft, noch bedeutungsloser zu werden. Die Charaktere aus den ersten beiden Games wurden in “Army of Two: The Devil’s Cartel” durch zwei gesichtslose Protagonisten “Alpha” und “Bravo”, also A und B, ersetzt. die sich durch diesen Deckungsshooter kämpfen, um das mexikanische Drogenkartell zu besiegen. Gibt es also etwas Spannendes? Zum ersten ist das Spiel nun in den Händen von Visceral Games, das Studio, welches für die „Dead Space“-Trilogie verantwortlich ist und zum zweiten hat man mit der Ersetzung der ehemaligen Protagonisten Salem und Rios durch zwei leere Schablonen mehr Freiheit bei der Charakteranpassung. Ansonsten ist nur noch die Nutzung der Frostbite-2-Engine erwähnenswert.
Fuse
Plattform: Xbox 360, PS3; Entwickler: Insomniac; Verleger: EA; erscheint: 1. Quartal
“Fuse” ist ein Koop-Shooter, der durch sein Waffenarsenal definiert wird. Mit dem Söldnerteam, das Alien-Technologie nutzt, um dynamische Kampfoptionen zu erhalten, wird man in Nullkommanichts Kehlen durchschneiden oder Gegner zerfleddern. Insomniac möchte, dass man die Waffen mit Alien-Technologie so oft wie möglich nutzt, um so viel Schaden wie möglich zu erzeugen. Die Entscheidung, das vorher sehr farbenfrohe Spiel in einer eher konventionellen Ästhetik zu gestalten, ist bei den Fans nicht unbedingt auf Wohlwollen gestoßen, aber die Entwickler hoffen, mit den übernatürlichen Waffen die Gemüter besänftigen zu können.
Luigi’s Mansion: Dark Moon
Plattform: 3DS; Entwickler: Nintendo; Verleger: Nintendo; erscheint: März
Da “Paper Mario: Sticker Star” nicht so toll für die 3DS gelaufen ist, fragen wir uns, ob Marios Bruder den Karren aus dem Dreck ziehen kann. Die großartigen Animationen sprechen für das Spiel: Staubpartikel schweben durch die unheimlichen Räume, und Lichtstrahlen flimmern durch Fenster. Die Animationen in Pixar-Qualität machen den Spuk lebendig, und wie gehabt friert man den Spuk mit seinem Stroboskop ein und saugt ihn in seinen Staubsauger. Auf diese Art und Weise sammelt man als Luigi Schlüssel, um weitere Räume freizuschalten. Im Gegensatz zu vorherigen Spielen hat man mit dem Gyroskop eine Alternative zum Analogstick und die 3D-Grafiken bringen Tiefe und Plastizität. Das Beste an „Luigi’s Mansion: Dark Moon“ sind die erweiterten Wechselwirkungen. Die Vorhänge flattern, nachdem man mit dem Staubsauger an ihnen vorbeieilt und die Kerze flackert, wenn man das Fenster offen lässt. Alles reagiert, aber leider kann man das Schauspiel nur für kurze Zeit genießen, da das Spiel von erfahrenen Gamern an einem Nachmittag durchgespielt werden kann. Wenn Nintendo noch an der Länge arbeitet, wird das ein Must-have für das Ostergeschäft.
Injustice: Gods Among Us
Plattform: Xbox 360, PS3; Entwickler: NetherRealm; Verleger: Warner Bros; erscheint: voraussichtlich April
“Injustice” ist ein übertriebener, schneller Shooter von „Mortal Kombat“-Schöpfer Ed Boon. In „Gods Among Us“ treten eine Reihe legendärer Charaktere des DC-Comics-Universums gegeneinander an. Die Protagonisten sind in Charaktere mit Superkräften oder High-Tech-Ausrüstung eingeteilt. So nutzt Batman zum Beispiel eine Menge Technik, um zu siegen, während Superman sich allein auf seine Kraft verlässt. Bösewichte wie der Joker sind in „Injustice“ ebenfalls spielbar. Deshalb stellt sich die Frage, warum die Helden gegeneinander antreten. Laut den Entwicklern findet man die Auflösung zu diesem Rätsel in der Handlung versteckt. Die Umgebungen sind interaktiv, sodass man mit den Kraftprotzen des Spieles seine Gegner durch die Wand befördern kann oder an der Seite geparkte Autos als Waffen benutzen kann. Wenn man das kreative Potenzial hinter „Injustice: Gods Among Us“ betrachtet, sollte es kein Problem sein, dass das Endergebnis die richtige Balance zwischen Tiefe und Spektakel bietet.
Dead Island: Riptide
Plattform: Xbox 360, PS3, PC; Entwickler: Techland; Verleger: Deep Silver; erscheint: 26. April
Während uns das erste “Dead Island”-Spiel mit seiner Fülle an Bugs und seinem nervtötenden Leveldesign fast zur Weißglut brachte, hoffen wir, dass das mit “Dead Island: Riptide” nicht der Fall sein wird. In dem Game stranden die Überlebenden des ersten Teils auf der tropischen Insel Palanai. Die Hoffnung auf tropische Stürme und Flutwellen, die das Gameplay beeinflussen, sind groß. Es wird außerdem einen neuen Charakter sowie neue Fähigkeiten und Waffen geben, um die Untoten zu bekämpfen. Darüber hinaus können sich die Gamer auf weitere Veränderungen, wie einen „Gears of War“-ähnlichen Horde-Modus, freuen. Da vergangenes Jahr mit „The Walking Dead“ und „ZombiU“ die Auferstehung des Zombiegenres gefeiert wurde, muss „Dead Island: Riptide“ einiges bieten, um mithalten zu können. Aber unserer Meinung nach, kann es sowieso nicht genug Zombiegames geben.
Company of Heroes 2
Plattform: PC; Entwickler: Relic; Verleger: THQ, erscheint: März
Das erste “Company of Heroes”-Spiel ist eines der besten modernen Echtzeitgames für PC. „Company of Heroes 2“ baut jedoch nicht nur auf wohlbekannte Mechaniken auf, sondern verbessert sein Taktiksystem mit einer Sichtlinien-Perspektive, die realistische Schlachtfeldbedingungen nachempfinden soll. Darüber hinaus wurden dank der hauseigenen Essence-3.0-Engine auch die Mechaniken und die Animationen verbessert. Im zweiten Teil der Serie kontrolliert man die Rote Armee an der Ostfront. Missionen spielen sich während des Unternehmens Barbarossa und der Schlacht um Berlin ab. Wie auch beim Vorgänger plant Relic das Spiel auch nach der Veröffentlichung noch lange mit Erweiterungen zu unterstützen.
Splinter Cell: Blacklist
Plattform: Xbox 360, PS3, PC; Entwickler: Ubisoft; Verleger: Ubisoft; erscheint: 30. März
Es gab nur einen Weg das 2010er “Splinter Cell Conviction” zu spielen: laut. Mit “Splinter Cell: Blacklist” hat man nun drei Möglichkeiten: „Assault“ ist für Fans von hoher Lautstärke, „Panther“ wird jene ansprechen, die gerne aus dem Hinterhalt angreifen, und „Ghost“ ist, wie der Name schon sagt, für die unauffällige Spielweise mit möglichst wenig Feindkontakt geeignet. „Ghost“ ist eine Herausforderung und dank über 90 neuer Animationen und Tötungsweisen auch der beeindruckendste Modus. Es gibt in „Blacklist“ den leisen Tod im Schlaf sowie den gewaltsamen Tod in der Beinschere. Für welche Herangehensweise man sich auch entscheidet, die neuen Mechaniken helfen ungemein, und mit der Sprachkontrollmöglichkeit der Kinect kann man beispielsweise Wachen mit Geschrei ablenken. Darüber hinaus kehrt der beliebte Multiplayermodus „Spies vs Mercs“ wieder. „Splinter Cell: Blacklist“ sollte also von neuen und alten Fans gleichermaßen geliebt werden.
XCOM
Plattform: Xbox 360, PS3, PC; Entwickler: 2K Marin; Verleger: 2K; erscheint: noch unbekannt
Das Vorjahresspiel “XCOM: Enemy Unknown” war die puristische Neuerfindung von MicroProses 90er Alienstrategiespiel. Das neue „XCOM“ geht in eine völlig andere Richtung, zumindest wenn es 2013 überhaupt erscheint. Das Spiel befindet sich seit 2006 in Entwicklung und hat in der Zwischenzeit drei verschiedene Entwicklerstudios verschlissen. Die Produktion von „XCOM“ ist wahrscheinlich genauso interessant wie die Handlung. In der Haut des FBI-Agenten William Carter muss man im Amerika der 60er außerirdische Kräfte bekämpfen. Wie auch im PC-Klassiker wird man Aliens untersuchen, auseinandernehmen und mit den Bestandteilen tödliche Waffen herstellen, um endlich zurückschlagen zu können. Auf der E3 2010 wurde es als reines, geradliniges Shooterspiel vorgestellt und soll sich nun zum Third-Person-Shooter im Sinne von „Ghost Recon“ entwickelt haben. Normalerweise kommen so späte Änderungen nie gut an, aber wir setzen unseren Glauben in das „Bioshock 2“-Team von 2K Marin.
Dead Space 3
Plattform: Xbox 360, PS3; Entwickler: Visceral; Verleger: EA; erscheint: 7. Februar
Die “Dead Space”-Reihe war schon immer frostig, aber mit dem dritten Teil erreicht das Kältelevel eine neue Tiefe. Isaac Clarkes Jagd spielt sich hauptsächlich in den Tiefen oder an der Oberfläche des Eisplaneten Tau Volantis ab. Seine Mission: Vernichte die Necromorphen ein für alle Mal. Das ist leichter gesagt als getan. Es gibt nicht nur neue Gegner, wie die Feeder (fast zu Tode gehungerte Menschen, die Necromorphen wurden, nachdem sie andere Menschen aßen) sondern auch schießwütige, religiöse Verrückte, die Unitologisten. Darüber hinaus bietet „Dead Space 3“ neue Umgebungen wie eisige Tundras, Weltraumstationen ohne Schwerkraft und einen brandneuen Koop-Partner, der genauso wie Clarke seinen Verstand verloren hat. Hauptfigur Clarke hat seine Frau und seinen Verstand verloren und muss sich mit psychotischen Episoden und Halluzinationen herumschlagen. Nun könnte man bemäkeln, dass diese Sichtweise (tote Frau = verrückt) etwas oberflächlich ist, aber sie gibt der Handlung ein wenig Schärfe. Es gibt in „Dead Space 3“ keine eigenständige Koop-Kampagne, es kann sich aber jederzeit ein zusätzlicher Gamer in die Singleplayerhandlung einschalten. „Dead Space 3“ ist kälter, verrückter und furchterregender als jemals zuvor.

Quelle: cvg


















