Features18. Juni 2012 , 02:06 Uhr
Ein Rückblick: Teenage Mutant Ninja Turtles
Das allererste “Ninja Turtles”-Game ist als ein unspielbares Spiel verschrien und wurde zum Sündenbock einer ganzen Gaming-Generation. Zu Recht?
Versteht uns bitte nicht falsch! Es ist immer noch grottig. Das grelle Farbschema, das plötzliche Ansteigen des Schwierigkeitsgrades, Feinde, die direkt unter einem gespawnt werden und eine Levelgestaltung, die so unbeschreiblich nervend und überhaupt nicht intuitiv ist, dass man meinen könnte, der Leveldesigner wollte seinen eigenen Spaß mit den Gamern treiben.
Aber all das trifft wahrscheinlich auf ungefähr 97 Prozent aller NES-Spiele zu. Deshalb ist es ungerecht, dass „Teenage Mutant Ninja Turtles“ als 8-Bit-Katastrophe Pate für all diese Spiele steht. Es ist kein einfaches Spiel und besonders der Teil, wo man durch ein Reservoir mit elektrisierendem Meeresalgen schwimmen muss, ist herausfordernd.
Aber aus der heutigen Perspektive ist es ein Spiel, das viel für die Gamer bietet. Allein die Vielfältigkeit ist überwältigend und die Laufbereiche sind durchzogen mit unterschiedlichsten Gebieten wie Kanalisation und Dächern und führen einen in die Tiefen des Technodrom und darüber hinaus. Man kann sogar in den „Turtle“-Wagon springen und Horden von Fußsoldaten ummähen. Das Spiel bietet all das und die Leute beschweren sich über das Meeresalgenbecken?
Das “Teenage Mutant Ninja Turtles” so viel Häme bekommen hat, liegt vor allem daran, dass es beim Launch so unglaublich gehypt wurde. Diesen Ansprüchen konnte es unmöglich gerecht werden. Mittlerweise wissen wir jedoch, dass Games, die auf Comics basieren, nicht unbedingt Qualität versprechen.
Aber die Zeit ist ein großartiger Heiler und macht es uns möglich, unsere Kindheitsenttäuschungen im Kontext zu betrachten.