Features12. Dezember 2012 , 02:12 Uhr
Xbox 720 – 14 bahnbrechende Funktionen
Bereits seit etwa einem Jahr sickern immer wieder Informationen über die Xbox der nächsten Generation („Xbox 720“) durch. Wir haben den Überblick behalten.
Microsoft kommentiert Gerüchte und Spekulationen generell nicht, deshalb mussten wir uns an ein paar Experten aus der Spieleindustrie wenden. Wir haben sie zu den spannendsten Gerüchten über die nächste Xbox gefragt. Hierzu zählen Kinect 2.0, Blu-Ray, ein Quad-Core-Hauptprozessor, acht Gigabyte RAM, TV-Eingang und -Ausgang, anpassbare Controller und diese unglaubliche AR-Brille.
Man sollte nicht erwarten, dass die neue Konsole Xbox 3 oder Xbox 720 heißen wird. Apple hat die Regeln der Markenentwicklung verändert. Wir sind uns fast sicher, dass die neue Konsole einfach nur „Xbox“ heißen könnte. Dabei handelt es sich jedoch um reine Spekulation. Alle anderen Informationen, die wir hier zusammengestellt haben, stammen jedoch von Industrieexperten und aus Microsofts eigenem undichten Netzwerk.
Die neue Xbox soll im November 2013 in die Läden kommen. Die besten Entwickler der Welt arbeiten bereits daran, diesen Termin so spannend wie möglich zu gestalten. Rare entwickelt “Kinect Sports 3”, Bungie “Destiny”, Lionhead das sagenumwobene “Fable”-MMO, 343 Industries “Halo 5”, DICE “Battlefield 4” und Turn 10 “Forza 5”.
Wenn nichts Dramatisches passiert, werden all diese Games noch lange vor der Spielemesse E3 im Juni 2013 enthüllt. Wir nehmen an, dass Microsoft auf seiner jährlichen X-Veranstaltung im Februar oder März nächstes Jahr einiges bekanntzugeben hat. Der Countdown zur nächsten Konsolengeneration beginnt…
1. Gewaltige Leistung:
Microsofts “Durango”-Entwicklerkit befindet sich bereits in den Händen der Entwickler und die CPU im Herzen der Maschine soll das reinste Monstrum sein. Wo sich bei der Xbox 360 ein Dreikernhauptprozessor aus dem Jahre 2005 befindet, verspricht Durango vier Hardwarekerne, die jeweils in vier logische Kerne unterteilt sind. Solche Spezifikationen können die meisten Hardcore-PC-Gamer nicht aufweisen.
Matt Ployhar, ein Hauptproduktplaner bei NVIDIA sagte: “Auf dem Papier sind die Spezifikationen der 360 immer noch relativ respektabel. Es gibt drei Kerne mit jeweils etwa 3,2 Gigahertz und die neueren 360er haben sogar einen 45nm-Chip, der weniger Strom verbraucht.”
Er fuhr fort: “Vom heutigen Standpunkt aus betrachtet, sollte eine Konsole der nächsten Generation die bestmögliche Hardware verwenden, damit sie auch in fünf oder zehn Jahren noch mithalten kann. Das bedeutet für die Spezifikationen, dass wir einen 22- bis 28nm-Chip hätten, einen weiteren Kern, einen schnellen und viermal größeren Cachespeicher sowie die sechsfache Anzahl an Transistoren.”
2. Umsetzung der Leistung:
Man hat also all diese wahnsinnige Leistungsstärke. Und was macht man dann damit? Der Technikspezialist Simon Mack von Naturalmotion (das Studio hinter den Physiken von “GTA 4”) sagte: “Wir können mehr Dinge simulieren und diese Simulationen besser gestalten.”
Er fuhr fort: “Man erhält mehr Physik und bessere Wiedergabequalität. Wir können erwarten, mehr simulierte Charaktere und reichere Spielwelten zu sehen. Wir können anspruchsvollere Charaktere in Simulationen mit komplexeren Interaktionen erzeugen und mehr Einzelheiten wie Haare, Kleidung und so weiter hinzufügen. Insgesamt wird dadurch die Glaubwürdigkeit erhöht.“
Mack fügte hinzu: “Im Moment ist Gaming auf geradlinig simulierte Objekte beschränkt. Ein höheres Level physikalischer Simulation bedeutet detailreichere Interaktionen. Es beginnt mit der Zerstörung von Objekten und Kleidung, aber schon bald wird der Charakter seine Umgebung in einer detaillierten und interessanteren Art und Weise beeinflussen können. Genauso wird die Spielwelt auch den Charakter beeinflussen. Durch das Vervielfachen der möglichen Interaktionen im Spiel wird es schwieriger, das Gameplay zu verwalten. Diese Herausforderung wird sehr viele Entwickler betreffen, aber wir glauben, dass das Gameplay in den nächsten Jahren davon profitieren wird.“
3. Kinect 2.0:
Kinect 2.0 kann bis zu vier Spieler verfolgen und jede geringste Bewegung der Finger erkennen. Dies ist dem Fortschritt der Kameratechnologie zu verdanken. Anscheinend hat Microsoft aber noch weitere Technologien im Ärmel, die die nächste Generation der Bewegungssteuerung verbessern werden.
Hrvoje Benko, Forscher bei Microsoft, sagte: “In den letzten paar Jahren haben wir uns damit beschäftigt, wie man Tiefenkameras dazu benutzt, Interaktionen auf Oberflächen der Umgebung zu ermöglichen.“
Sein Gerät Omnitouch verwandelt jede Oberfläche über einen Projektor (oder irgendwann eine AR-Brille) in einen interaktiven Touchscreen. Benko erklärte: “Zusammen mit einem Pico-Projektor kann man alles in eine interaktive Oberfläche verwandeln. Es ist möglich, die Finger mitten in der Luft zu verfolgen und deren Kollision mit anderen Objekten zu erörtern. Dadurch wird die Multitouchinteraktion von Smartphones simuliert.”
Mit dem Miniaturprojektor und Benkos Technologie, könnte die neue Xbox ein Brettspiel direkt auf den Kaffeetisch projizieren oder eine virtuelle Tastatur heraufbeschwören. Und bei diesen Beispielen denken wir noch sehr klein. Wir fragen uns, was Microsoft für Ideen hat.
4. Augmented Reality:
Microsofts durchgesickertes Dokument hat Pläne enthüllt, aus der nächsten Xbox ein komplettes AR-System zu machen. Die neue AR-Brille würde neben Kinect oder Omnitouch funktionieren und das Wohnzimmer in eine virtuelle Realität verwandeln. Die Charaktere aus den Spielen könnten dort erscheinen und man könnte mit Objekten aus der echten Welt interagieren.
Der Forscher Hrvoje Benko sagte hierzu: “Ich könnte mir keinen Grund vorstellen, warum Omnitouch nicht irgendwann in einer Brille enden könnte. Ich bin sehr optimistisch, dass AR-Technologie in ein paar Jahren weit verbreitet genutzt wird.”
Er erklärte: “Ich sehe viele Möglichkeiten vor mir. Diese reichen von einer Übertragung bestehender Games, sodass sie auf den nicht digitalen Oberflächen funktionieren, bis hin zu komplett neuen Games, die sich die persönlichen Ansichten, den Standort, Körper oder die Umgebung des Spielers zu Nutze machen, um fesselndere Spiele zu kreieren. In einem Projekt haben wir bereits demonstriert, wie man mit einem virtuellen Auto durchs Wohnzimmer fahren kann, von der Couch springen und sich dabei wie in einem echten Fahrzeug fühlen kann.“
Die nächste Xbox könnte die Gamingaction direkt vor unseren Augen im Wohnzimmer stattfinden lassen.
5. 3D-Sound:
Augmented Reality ist beeindruckend, aber um das Gefühl einer echten, virtuellen Welt zu erzeugen, sollte auch die Audiotechnologie dazu passen.
Tuyen Pham, der Firmenchef von A-Volute: 3D Sound Projects sagte hierzu: “Der Effekt von 3D-Sound ist erstaunlich. Man befindet sich in der Mittellinie der Lautsprecher und hört ein Geräusch. Man bewegt seinen Kopf ein kleines bisschen und das Geräusch verschwindet. Die Hardwarekomponenten dieser Technik sind noch zu teuer, um sie für Konsumentenprodukte zu verwenden. Durch Massenproduktion könnte eine große Marke das jedoch ermöglichen“
Bei dieser großen Marke handelt es sich um Microsoft. Die Forschungsabteilung des Unternehmens hat bereits ihren eigenen Soundprototyp demonstriert. 16 Lautsprecher arbeiten dabei zusammen, um den Ton in einem kleinen Bereich zu bündeln.
Zusammen mit Kinect, welches die Kopfbewegungen verfolgen kann, könnten die Lautsprecher Geräusche nur dorthin projizieren, wo man sich befindet. Kopfhörer würden somit der Vergangenheit angehören. Könnte es diese Technologie bereits für die neue Xbox geben?
Pham meinte dazu: “Das Gerät für Konsumenten ist etwa 10 x 20 x 1 Zentimeter groß. Es könnte also überall angebracht werden. Die Anwendung dieser Technologie für Gamingkonsolen macht Sinn. Wir können dazu jedoch noch nichts Weiteres sagen. Wir arbeiten mit einem Spieleunternehmen zusammen, aber sämtliche Informationen dazu unterliegen einer Verschwiegenheitserklärung.“
6. Blu-Ray und mehr:
Die neue Xbox sollte standardisiert ein Blu-Ray-Laufwerk bieten. Somit finden Games mit bis zu 50 Gigabyte auf einer einzigen Disc Platz. Probleme, wie sie gegenwärtig die PS3 erfährt (langsame Suchzeit, erhöhte Ladezeiten) werden dadurch vermieden. Moderne Blu-Ray-Laufwerke sind schneller als ihr Äquivalent aus 2006 und Microsoft wird die neueste Technologie benutzen, die es zu einem vernünftigen Preis bekommen kann.
Ein Gerücht besagt, dass die erste “dünne” Version der neuen Xbox überhaupt kein optisches Laufwerk mehr haben wird. Man wird Games nur noch über eine spezielle Downloadplattform erhalten, die angeblich 2015 herauskommen soll. Die „dünne“ Xbox (falls es sie geben wird) wäre für eine Welt gedacht, in der Breitbandinternet und Netzwerkbeschränkungen auf einem so hohen Standard sind, dass ein 20 bis 30 Gigabyte großer Download in jedem üblichen Heimnetzwerk gemeistert werden kann. Heutzutage wären die meisten Internetverbindungen dazu noch nicht in der Lage.
7. DirectX 11:
Matt Ployhar von NVIDIA sagt: „Man kann fast mit Sicherheit sagen, dass die Xbox der nächsten Generation DirectX-11-fähig sein wird.“ DirectX 11 ist eine von Microsoft selbst entwickelte Programmierbenutzeroberfläche, die bei modernen PC-Spielen einen „Next-Generation-Effekt“ hervorruft. Ployhar ist von DirectX 11 begeistert: „Wir können uns auf umwerfende Grafiken gefasst machen, wenn die nächste Runde an Games, sowohl für Konsolen als auch PC, DirectX 11 voll ausnutzt.“
Ployhar fuhr fort: “Im Moment sehen wir mit dem PC nur die Spitze des Eisbergs. Trotzdem wären die meisten Konsolenspieler überrascht darüber, wie viel sie verpassen. Batman: Arkham City, Battlefield 3, Crysis 2, Colin McRae: Dirt 3 und Stalker: Call of Pripyat sind nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird.“
8. Ein neues Microsoft:
Microsoft muss sich um die größten Probleme von Xbox Live kümmern. Diese treffen zuerst die Entwickler und danach die Spieler. Der Indie-Entwickler Phil Fish hat sich gegen Patchs für „Fez“ entschieden, weil das auf der Xbox ein 10.000-Dollar-Job ist. Kleine Entwickler können sich das nicht leisten.
Die großen Probleme von Xbox Live sind Microsofts Schuld. Wenn Spiele wie Valves sich ständig entwickelnder Shooter „Team Fortress 2“ oder die Multiplayer-Kampfarena “League of Legends” auf der neuen Xbox ordentlich laufen sollen, wird sich Microsoft für diese Probleme etwas einfallen lassen müssen.
Chandana Ekanayake, der an “Monday Night Combat” gearbeitet hat, sagte: “Für wettbewerbsstarke Mehrspielergames wie unseres ist es wichtig, schnell auf die Spielerzahl reagieren zu können. Unser erster Patch war jedoch erst 35 Tage und unser erster DLC 34 Tage nachdem wir diese zu Microsoft geschickt haben online verfügbar.“
Stuart White von Ubisoft (Produzent von “Ghost Recon”) erklärte: “Mit der 360 müssen Ubisoft und all die anderen Verleger immer entscheiden, ob man die Kosten eines Updates in Kauf nehmen will. Es wäre eine einfache Entscheidung, wenn ein neues Update nach einer Woche live wäre und 30.000 Umsätze generieren würde. Wenn das Ganze drei Monate dauert, ist es aber eine schwierigere Entscheidung und man befindet sich mitten in einer Kosten-Nutzen-Analyse.“ Laut White müssen zukünftige Updates günstiger, schneller und weniger bürokratisch vonstatten gehen.
9. Steuerung der nächsten Generation:
Gerüchten zufolge befindet sich Microsofts Controller der nächsten Generation noch im Prototypstadium. Einige Modelle sollen Touchscreen bieten, andere programmierbare Tasten. Die Technologie der Eingabegeräte hat sich in den letzten sieben Jahren stark verändert, sodass der neue Xbox-Controller ein radikal neues Gerät sein wird.
Min-Liang Tan, der Firmenchef von Razer (Unternehmen für Peripheriegeräte) sagte: “Der 360-Controller war 2005 ein großer Fortschritt gegenüber dem Original-Xbox-Eingabegerät. Er ist ergonomischer, langlebiger und Microsoft hat mit dem variablen Steuerkreuz eine riesige Verbesserung ermöglicht. Ich glaube im nächsten Schritt wird es Tasten geben, die die Spieler je nach Vorliebe individuell programmieren können.“
Tan erklärte weiterhin: “Wir bei Razer haben uns noch nicht damit beschäftigt, wie teuer ein Touchscreencontroller wäre. Ich denke aber, er wäre ziemlich teuer. Es gibt eine Menge Dinge, die man mit einem zweiten Bildschirm anstellen könnte. Beim Konsolenspiel sind die Augen des Gamers jedoch auf das TV-Gerät fixiert und die Distanz zum Controller ist ziemlich groß. Das wäre ein Problem.“
10. Cloud-Gaming:
In dem bereits erwähnten durchgesickerten Dokument hat Microsoft außerdem den Cloudgaminganbieter Onlive als Favoriten aufgelistet. Mit den Diensten von Onlive können Spieler Games gegen eine monatliche Gebühr über das Internet streamen. Onlive ist jedoch vergangenen August in die Insolvenz gegangen und Microsoft hat das Unternehmen nicht übernommen. Stattdessen wurde versucht, gute Onlive-Mitarbeiter einzustellen.
Microsoft bevorzugt es normalerweise, seine Dienste selbst von Grund auf aufzubauen. Deshalb erwarten wir einen eigenen Cloudgamingdienst auf der Xbox der nächsten Generation, mit dem das Handy, das Fernsehgerät, der PC und das Tablet als Erweiterung der Konsole genutzt werden können. Jedes Gerät könnte als Host für gespeicherte Spielstände dienen, vor Ort auf der Xbox gespielt oder direkt von Microsofts Cloud gestreamt werden.
11. Live 3.0 – Neue Funktionen:
Die neue Xbox sollte eine neue Version von Live, mit besserer Unterstützung für soziale Medien sowie kostenlose und abonnierte Games, mit sich bringen. Diese Dinge sind Pflicht, aber die Onlineentwickler haben weitere Ideen.
Chandana Ekanayake, “Monday Night Combat”-Produzent bei Uber Entertainment, sagte: “Microsoft besitzt mit Xbox Live die beste digitale Distributionsplattform auf einer Konsole. Sie ist jedoch in einer sich so schnell verändernden Industrie nicht sehr flexibel.“
Er fuhr fort: “Ich wünsche mir, dass man Games auf der Benutzeroberfläche besser entdecken kann. Außerdem sollten die Entwickler Updates für ihre Games schneller und mit mehr Kontrollmöglichkeiten herausgeben können. Die Beschränkung auf 100 Freunde muss entfernt werden und Microsoft sollte die Funktionen von Xbox Live besser über mehrere Plattformen, sei es Konsolen, Smartphones, Tablets oder PCs, verteilen.“
Stuart White von Ubisoft meinte dazu: “Ich denke, dass allein der Anstieg der Freundesliste schon helfen wird. Wenn diese Deckelung angehoben wird, können mehr Leute ihre Spielerlebnisse teilen. Außerdem hätte ich gerne eine Festplatte für alle Modelle der neuen Xbox, damit wir machen können, was auch auf der PS3 möglich ist. Zurzeit ist die Informationsmenge, die wir in ein Update oder einen DLC bringen können, beschränkt.“
12. Multimedia:
Mit der neuesten Version der Benutzeroberfläche Metro hat Microsoft auf der Xbox 360 bereits den ersten Schritt unternommen, um die Xbox in eine Plattform für eigene Musik und TV-Dienste zu verwandeln. Der Chefredakteur von „The Verge“ Tom Warren sagte: „Ich denke, dass Microsoft Software und Dienste, die es auf dem Windows Phone und Windows 8 gibt, eng in die Xbox der nächsten Generation integrieren wird. Als Endergebnis werden Skype und Kinect ein größerer Konkurrent zu Apples FaceTime sein und Xbox Music wird mit Amazon und Apples iTunes konkurrieren können.“
Microsofts durchgesickertes Dokument deutet eine “Immer an”-Konsole an. Die Xbox mit TV-Eingang und -Ausgang könnte als eine Art Sky-Box dienen. Über Sprachsteuerung oder eine Taste am Smartphone könnte man Kanäle wechseln oder Videos direkt über die Konsole aufnehmen.
13. Die Benutzeroberfläche:
Metro ist weit davon entfernt, die perfekte Benutzeroberfläche zu sein. Metro wird aber weiterhin vorhanden sein und es ermöglichen, mit Windows 8, Windows Phone und der Xbox der nächsten Generation zu interagieren.
Tom Warren von “The Verge” sagte hierzu: “Andy Lees von Microsoft sagte auf der weltweiten Partnerkonferenz 2011, dass das Unternehmen ein einheitliches Erlebnis über all seine Produkte, einschließlich der Xbox, gewährleisten will. Dabei handelt es sich um ein wichtiges Ziel in Microsofts Zukunft.“
Eine präzisere Kinect bedeutet kleinere Kacheln und mehr Inhalt auf jeder “Seite” der Benutzeroberfläche. Die Metro-Benutzeroberfläche von Windows 8 ist jedoch schon jetzt unbeliebt. Microsoft wird sich also auf Feedback der Fans verlassen müssen, wenn die neueste Metro-Version auf die nächste Xbox kommt.
14. Always-On-Gaming:
Die mächtigste neue Funktion für die Xbox der nächsten Generation könnte sein, dass man sie nicht ausschalten muss. Die neue Xbox sollte eine Always-On-Konsole werden.
In dem durchgesickerten Dokument bezog sich Microsoft auf “mehrere Erlebnisse gleichzeitig oder allein”, sei es via Cloud-Streaming auf mehrere Geräte, Spiele mit reichhaltigen Onlineinhalten oder die Verwendung der Xbox zum Umschalten zwischen den Medien.
Microsoft will die gleiche Schnelligkeit schaffen, die man auf seinem Smartphone hat, nur auf einem großen Bildschirm. Die Grenze zwischen dem Spieler und dem Game soll gesenkt werden, man soll zwischen “Kinect Sports 3” und “Halo 5“ so einfach wechseln können, als würde man den Fernsehkanal umschalten.
Man kann Ladezeiten natürlich nicht komplett vermeiden. Manche Spiele könnten jedoch in einem Vorladezustand belassen werden, sodass die Lieblingstitel jederzeit bereit sind. Hierfür benötigt man eine Menge Leistung und viel RAM (Gerüchte besagen acht Gigabyte).
Apples iOS hat die Dinge für Sony und Microsoft verändert. Die nächste Generation der Spielekonsolen wird durch Schnelligkeit und Zugänglichkeit ebenso definiert werden wie durch riesige Spielwelten, Spitzengrafiken und revolutionäres Onlinegaming.
Quelle: cvg