Tests7. Februar 2013 , 03:02 Uhr
“Dead Space 3” – Der Multiplayer im Test
Nachdem “Dead Space 3” in unserem Test nur knapp überdurchschnittlich abgeschnitten hat, nehmen wir nun den Koop-Modus unter die Lupe.
Eine kleine Warnung zuerst: Man sollte keine komplett eigenständige Kampagne erwarten. Abgesehen von einigen exklusiven Mehrspielermissionen, Rätseln und Zwei-Personen-Tauschabschnitten sind die Quests und Wege größtenteils die gleichen wie bei der Einzelspielerkampagne, und das ist auch der Grund, warum der Multiplayer dieselben Schwächen und Stärken wie der Singleplayermodus hat. Mit einer Ausnahme: Im Mehrspielermodus hat man EarthGov-Sergeant John Carver an seiner Seite.
Eine höhere Anzahl an noch stärkeren, schnelleren Necromorphs stellt sicher, dass die Kämpfe eine Herausforderung sind und eine gute Kommunikation unentbehrlich ist. Eine Chance schnell erkennen, Statik über den Kopf des Partners zu feuern und kurz vorher „Ducken“ rufen, kann beide Leben retten und die frustrierende Rückkehr zum letzen Checkpunkt vermeiden. Da man nur einen anderen Mitspieler hat, muss man sich auch keine Gedanken über mögliche Kugeln im Rücken oder Irrläufer machen.
Das Highlight ist jedoch nicht der Mehrspielermodus selbst, sondern es sind die drei exklusiven Koop-Missionen. Darüber hinaus gibt es den „Insanity-Effekt“, in dem Isaac als auch Carver jeweils unter verschiedenen Halluzinationen leiden, was für Aufregung und Spannung sorgt. In einer besonders schwierigen Situation bricht beispielsweise Carver zusammen, um sich in seinen Kopf zum Kampf gegen die eigenen Dämonen zurückzuziehen. Noch mehr ins Detail zu gehen, würde einigen die Vorfreude verderben, aber es gab Momente im Mehrspielermodus, die an die guten alten Zeiten mit dem originalen „Dead Space“ erinnerten. Das Problem ist jedoch, dass diese wenigen, tollen Sequenzen, die generellen Nachteile noch mehr hervorheben.
Die filmischen Ausschnitte sind beispielsweise für die Einzel- als auch Mehrspieler gleich und es macht ebenfalls keinen Unterschied, welchen Charakter man im Multiplayer spielt. Als Carver sitzt man manchmal auf der Strafbank und muss von der Seitenlinie aus zusehen, was mit Isaac passiert. Dadurch wird der Ablauf des Spieles unterbrochen. Es passiert des Öfteren, dass man in Situationen gerät, in denen ein Spieler warten muss, bis er an der Reihe ist.
Im Endeffekt spiegelt der Koop-Modus von „Dead Space 3“ den Einzelspielermodus wieder: routiniert entwickelt, manchmal unterhaltsam mit einigen großartigen Szenen, aber einem generellen Fehlen an Spannung, Tempo und Gänsehautmomenten.