Tests12. September 2012 , 01:09 Uhr
Skyrim Hearthfire
“Hearthfire” ist definitiv nicht “Die Sims”. Wenn du in diesem „Skyrim“-DLC ein Haus baust, wirst du nicht deine Feng-Shui-Kentnisse anwenden können.
Der zweite herunterladbare Inhalt für „Skyrim“ nach „Dawnguard“ ist nur schlanke 75 MB groß. Das heißt, die meisten Dinge, die man benutzt, befinden sich bereits im Spiel. Aber trotzdem fühlt sich „Hearthfire“ nicht wie eine Abzocke an. Darüber hinaus ist der Preis von 400 MS-Punkten mehr als erschwinglich. Im Moment ist der neueste DLC nur für die Xbox 360 erhältlich, und das wird in naher Zukunft wohl auch so bleiben.
Als Erstes muss man in “Hearthfire” Land kaufen. Dafür muss man sich mit einem der vielen „Skyrim“-Jarle gut stellen. Wir haben uns für Jarl Siddgeir vom Fürstentum Falkenring entschieden. Man muss ihn für seine Unterstützung mit Met (Honigwein) aus Rifton versorgen und ein paar Banditen aus einer Höhle austreiben. Mit Glück hast du diese Quest bereits zuvor erledigt.
Land raffen
Sobald uns Siddgeir traut, dürfen wir von seinem Verwalter ein Stück Grundstück in Falkenring erwerben. Vor der Herausgabe von „Hearthfire“ war dies nur in Städten mit vorgefertigten Häusern, die zum Verkauf standen, möglich. Wir sprechen mit Vogt Nenya (der Verwalterin von Jarl Siddgeir) und sie macht uns ein Angebot für ein kleines Stück geräumtes Land. Für 5000 Goldstücke gehört uns „Haus Seeblick“ (Lakeview Manor) obwohl noch kein Haus auf dem Land steht. Das wird unsere Aufgabe sein.
Das Grundstück ist jedoch nicht völlig leer. Darauf stehen eine Truhe, ein Amboss und eine Werkbank. In der Truhe befinden sich diverse Materialien, die ausreichen, um dein erstes Haus fast zu beenden. Zu diesem Zeitpunkt steht uns sowieso nur eine Vorlage zu einem „kleinen Holzhaus“ zur Verfügung. Mit den Steinen aus der Truhe setzen wir unser Fundament und brauchen dazu nur auf „bauen“ (build) klicken. Für PC-Gamer ist das nichts Neues, aber für Konsolennutzer ist der Eingriff in eine Spielelandschaft noch etwas Aufregendes.
Nach dem Fundament wird der Rahmen benötigt. Dazu brauchen wir Bauholz, das sich nicht in der Truhe befindet. Aber da wir in der Nähe von Flusswald unsere „Zelte“ aufgeschlagen haben, machen wir uns auf den Weg zu Gerdur, dem Besitzer des Sägewerks. Jedoch gibt es hier keine Dialogfunktion, um Bauholz zu kaufen. Deshalb reisen wir nach Morthal zur nächsten Sägemühle. Auch kein Glück, das nervt langsam etwas. In Einsamkeit treffen wir jedoch auf den Ork Kharag gro-Shurkul, der uns für nur 200 Goldstücke Bauholz verkauft. Schnell eilen wir zurück, um den Rahmen des Hauses fertigzustellen und betrachten genügsam unser Tageswerk.
Danach folgen Wände, das Dach, die Türen und natürlich das Schloss. Alle benötigten Materialen befinden sich in der Startruhe, danke Bethesda! Außerdem befinden sich genügend Lehm und ausreichend Steine auf dem Grundstück, die sogar in einer Mine abgebaut werden können, sodass du nie einen Mangel an diesen Baumaterialien zu befürchten hast. Den Amboss haben wir benutzt, um Eisennuggets in Nägel oder Teile für das Schloss zu schlagen. Unser Häuschen steht und sieht, zumindest von außen, richtig gemütlich aus.
Kinderstube
Drinnen ist es jedoch völlig lehr. Klar, wir haben ja auch gerade erst mit dem Bau begonnen. Alle weiteren Materialen, um sich seine Einrichtung wie Betten, Schränke, Leuchten und einen Kamin zu bauen, müssen selbstständig beschafft werden. Für Ehrgeizige ist das jedoch erst der Anfang, denn im Laufe des Spieles kann man sein kleines Holzhaus in einen Palast verwandeln – wenn man möchte. Dann wird das Holzhaus zur Eingangshalle und man kann sich mit einer Waffenkammer, einen Alchemielabor und einem Trophäenraum sowie einer Bibliothek, für alle auf Reisen gesammelten Bücher, schmücken. Das Grundstück ist nun ein Schnellreisepunkt auf der Karte, was erneut mehr als nützlich für den Spielverlauf ist.
Insgesamt kann man aus drei verschiedenen Grundstücken wählen. Eines (für das wir uns entschieden haben) befindet sich in Falkenring, eines in Morthal und eines in Dämmerstern. Alle drei kosten das Gleiche, bieten das gleiche Material und denselben Stil. Sobald man das Haus eingerichtet hat, kann man in „Hearthfire“ auch Kinder adoptieren und ihnen bizarre Namen geben, falls man Brangelina Konkurrenz machen möchte. Constance Michel arbeitet im Waisenhaus Ehrenhall in Rifton und steht dir bei der Auswahl des passenden Kindes mit Rat und Tat zur Seite. Man kann zwei auf einmal adoptieren, und sie bekommen ihr eigenes Zimmer in deinem Anwesen.
Wenn man das größtmögliche Haus, inklusive eines eigenen Barden und Hausdieners, haben möchte, muss man eine Menge Gold investieren. Der DLC „Hearthfire“ wird besonders die „Skyrim“-Rollenspieler ansprechen, denn wenn du nach Abenteuer oder Aufregung suchst, dann ist dieser herunterladbare Inhalt nicht das Richtige für dich. Jedoch fühlt sich „Hearthfire“ (im Gegensatz zu „Dawnguard“) sehr einzigartig an. Gerade für „Skyrim“-Konsolenspieler ist es eine großartige Erfahrung. Und am Ende ist man stolz wie Oskar, dass man sich sein eigenes Reich in einer traumhaften Landschaft geschaffen hat.