Tests30. Mai 2012 , 03:05 Uhr

Sorcery

“Sorcery” ist das erste, neue Spiel für PS3s Move und ein Test für die Zukunft der Bewegungssteuerung. Ist Move mehr als die kleine Schwester der Kinect?

“Sorcery” ist das am besten angepasste Spiel für Move, das derzeit erhältlich ist und nutzt den Controller auf natürliche Weise besser als jedes Vorgängerspiel. Es beweist aber dennoch nicht, dass High-End-Gaming ohne Controlpad und Tasten auskommen kann.

Alles bei “Sorcery” ist einfach und schnell erklärt. Die Handlung ist Standard: Ein Zauberlehrling bringt die Welt durcheinander als er mit dem Zauberstab seines Meisters spielt. Die Erzählstimme ist sanft und, wie erwartet, etwas bevormundend und die Action ist größtenteils mit dem Schwenken der Move verbunden. Das Kampfgeschehen und die Bewegungen wurden angeglichen und gehen selten in die Tiefe.

In “Sorcery” wird außerdem eine Kamera aus der Third-Person-Perspektive benutzt, die man nur durch das Drücken von L2 steuern kann, um sie zu zentralisieren. Man schlüpft in die Rolle von Zauberlehrling Finn, den man nur über das Daumen-Steuerkreuz bewegen kann. Das ist etwas schwerfällig, aber das Spiel passt sich glücklicherweise seinen Begrenzungen an, sodass man sich nie allzu schnell umwenden muss.

Der Grund, warum die Funktionen des Controlpads so eingeschränkt sind, ist, dass man sich auf die Möglichkeiten der Move konzentriert. Mit einem Schwenk der Bewegungssteuerung sendet man einen magischen Blitz in die gewählte Richtung mit dem man jeden Gegner grillen kann. Die Feinde bestehen aus Ork-ähnlichen Wesen, Bogeys genannt, Kampf-Banshees und Ogre-Bossen sowie einer Reihe fliegender Töpfe, Fässer und Kisten.

Das System funktioniert nicht ganz problemlos. Einen Feind auf einer höheren Ebene anzupeilen, sorgt für die größte Frustration im Spiel. Denn dank der Kombination aus regenerierbarer Gesundheit und der Move werden Luftschüsse nicht immer erkannt. Wenn der Kampf etwas hitziger wird, schwenkt man seine Bewegungssteuerung so wild durch die Gegend, dass man am nächsten Tag Muskelkater hat. Trotzdem ist die Move in „Sorcery“ akkurat genug, um das Spiel zu einem angenehmen Ausflug ins Fantasieland zu machen.

Fazit: „Sorcery“ ist ein Spiel, das sich der Move wunderbar anpasst. Es wurde dafür jedoch etwas zu sehr poliert. Die Animationen und das Kampfsystem können mit den üblichen, großen Konsolenspielen nicht mithalten. Besonders gut fanden wir die Bosskämpfe und dass es einfach Spaß macht, das Spiel zu spielen. Weniger gelungen ist die Kamera.