Tests25. Juli 2012 , 04:07 Uhr

The Dark Knight Rises für iOS

“The Dark Knight Rises” für iOS leidet an nur allzu bekannten Problemen. Man hat versucht, ein Konsolenspiel auf eine kleinere Plattform zu zwängen.

“The Dark Knight Rises” für iOS soll die Konsolenversion von Rocksteady nachahmen. Aber man bekommt eine unzuverlässige Kamera, nicht ausreichende Kontrollmechanismen und dunkle Animationen geboten, sodass man manchmal nicht erkennt, was auf dem kleineren Bildschirm der mobilen Geräte vor sich geht.

Jedoch muss man zugeben, dass eine solche Umsetzung keine leichte Aufgabe ist. Das produktive Entwicklerstudio Gameloft hat sich Mühe gegeben, dem „Batman“-Franchise gerecht zu werden und scheitert leider mit dem Ergebnis. Das Konsolenspiel „The Dark Knight Rises“ ist professionell, ehrgeizig und fast filmisch und nimmt sich selbst so ernst wie die Leinwandvorlage. All das kann jedoch ein mobiles Spiel kaum bieten.

Unter diesen Gesichtspunkten ist „The Dark Knight Rises“ für iOS ein gelungenes Game, denn es bietet Synchronisation, entsprechend aufwändige Kulissen und zollt dem Film genügend Tribut. Zwar werden einige Phrasen zu oft wiederholt, aber das allgemeine Klangerlebnis ist wie die Animationen sehr beeindruckend.

Letztendlich ist das Spiel einfach nicht für mobile Geräte geplant gewesen. Die Kontrollfunktionen sind nicht ideal, sodass das Kameraproblem noch gravierender wird. Darüber hinaus verlängern das hochqualitative Klangsystem und die gute Animationsqualität die Ladezeiten, was einem sehr schnell auf die Nerven gehen kann. Das ist schade, denn Gameloft hat sich sehr viel Mühe gegeben und hat das Spiel ästhetisch ansprechend umgesetzt, nur bietet das Ergebnis nicht die gesuchte Erfüllung sondern führt zu Frustration.

Spiele auf mobilen Geräten müssen schnell zu laden, einfach zu verstehen und sehr zufriedenstellend spielbar sein. All das kann „The Dark Knight Rises“ für iOS leider nicht bieten. Das ist ein Dilemma für Gameloft, die eigentlich ein Spiel hätten entwickeln müssen, das sich von der Vorlage wegbewegt.

Ob Gameloft das nicht wollte oder einfach nicht konnte, da bestimmte Bedingungen vom Auftraggeber an den Vertrag geknüpft waren, lässt sich nur vermuten. Der wachsenden Fangemeinde zufolge ist das jedoch kein Hinderungsgrund und wer ein stimmungsvolles, ästhetisch anspruchsvolles und beeindruckendes Spiel möchte, bekommt für den Preis eine Menge geboten.

Es wird wohl in Zukunft noch deutlicher werden, in welcher Zwickmühle sich die Gamingbranche befindet. Denn mit dem Konsolenmarkt im Wanken, werden mobile Spiele immer mehr zum Retter der Industrie erkohren. Aber Konsolenspiele in kleinere Formate zu quetschen, wird auf Dauer nicht zum nötigen Erfolg führen.