Vorschau23. Januar 2013 , 03:01 Uhr

“BioShock: Infinite”-Charakter nach religiöser Debatte verändert

Irrational Games’ Kreativdirektor Ken Levine scheut sich nicht, kontroverse Themen anzusprechen, ist aber trotzdem für konstruktive Kritik offen.

Levine hat darüber gesprochen, wie religöse Mitarbeiter an “BioShock: Infinite” ihn dazu gebracht haben, einen bestimmten Charakter zu verändern. Er hat das nicht getan, um deren Wohlgefallen zu gewinnen, sondern um die Handlung zu verbessern.

Er erklärte: “Einer der Charaktere im Spiel wurde stark abgeändert, nachdem ich ein paar sehr interessante Unterhaltungen mit gläubigen Teammitgliedern geführt habe. Ich konnte nachempfinden, dass sie über gewisse Dinge aufgebracht waren. Ich habe ihnen gesagt, dass ich nichts ändern werde, um ihr Wohlgefallen zu erhalten, aber dass ich ihren Standpunkt nachvollziehen und die Handlung auf Grundlage ihrer Meinung verbessert werden kann.“

Levine fuhr fort: “ Die Änderung wurde vorgenommen und ich bin dankbar dafür, dass wir diese Perspektive einbringen konnten. Etwas abzuändern, um jemanden nicht zu kränken, wäre das letzte, was ich tun würde. Der Umstand, auf den ich hingewiesen wurde, hätte die Handlung aber minderwertiger gemacht.“

Levine macht somit eine wichtige Unterscheidung. Heikle Elemente der Handlung zu vermeiden, um alle glücklich zu machen, funktioniert nur im Notfall. Wenn eine Veränderung jedoch aufgrund der Verständlichkeit der Handlung und nicht zur Beschwichtigung durchgeführt wird, ist das hilfreich für das Spiel. Die Fähigkeit, zuzuhören, wird in der Spieleindustrie viel zu oft vernachlässigt. Viele Fauxpas, wie zum Beispiel Deep Silvers blutiger, weiblicher Rumpf aus „Dead Island: Riptide”, könnten somit vermieden werden.

Quelle: pcgamer