Vorschau24. Januar 2013 , 01:01 Uhr
Die Ergebnisse der THQ-Auktion
Auf der gestrigen Auktion in Folge der Insolvenzanmeldung von Verleger THQ haben viele heiß begehrte Titel den Eigentümer gewechselt.
Der Entwickler und Verleger Take 2 Interactive hat sich das neue Projekt „Evolve“ des Entwicklers Turtle Rock Studios geschnappt. Dieser wollte das Projekt selbst haben und hat dafür eine Viertel Million US-Dollar geboten. Gegen das Gebot von Take 2 Interactive in Höhe von 10,8 Millionen US-Dollar hatte der „Left 4 Dead“-Mitentwickler Turtle Rock aber keine Chance. Über „Evolve“ ist noch nicht viel bekannt, außer dass es ein Koop-Actionshooter sein soll.
Ubisoft ist der neue Eigentümer von THQ Montreal und “South Park: Der Stab der Wahrheit”. Der französische Verleger hat anscheinend 2,5 Millionen US-Dollar für THQ Montreal geboten, welches zurzeit an den Spielen „1666“ und „Underdog“ arbeitet. Durch die Übernahme kehrt der ehemalige „Assassin’s Creed“- und „Prince of Persia“-Kreativdirektor Patrice Désilets unfreiwillig zu Ubisoft zurück. THQ Montreal und Ubisoft Montreal haben sich in der Vergangenheit gegenseitig die Mitarbeiter weggeschnappt, was sogar zu einer Gerichtsverhandlung geführt hat. Ubisoft hat THQ Montreal und die „South Park“-Lizenz erworben, obwohl der Lizenzgeber South Park Digital Studio Einspruch gegen die Übertragung der Lizenz eingelegt hat (wir berichteten).
Sega hat das Entwicklerstudio Relic Entertainment erworben. Es wird berichtet, dass der Verleger für den „Company of Heroes“-Entwickler 26 Millionen US-Dollar geboten hat. Zurzeit arbeitet Relic an „Company of Heroes 2“, dem sehnsüchtig erwarteten Sequel zu dem beliebten PC-Echtzeitstrategiespiel. Außerdem soll der Entwickler an einem neuen, bisher nicht offiziell angekündigten Projekt namens „Atlus“ arbeiten, das 2014 erscheinen soll.
Das deutsche Spielentwicklungsunternehmen Crytek hat auf der Auktion das “Homefront”-Franchise ergattert. THQ hatte den Entwickler bereits 2011 damit beauftragt, das nächste Spiel der Militär-Egoshooter-Serie zu entwickeln. „Homefront 2“ wird von Cryteks Studio in Nottingham, Großbritannien (ehemals Free Radical) produziert, dessen jüngstes Projekt die Mehrspielerkomponente von „Crysis 2“ war. Laut einer nicht offiziell bestätigten Quelle hat Crytek 500.000 US-Dollar für das „Homefront“-Franchise hingelegt.
Das “Darksiders”-Studio Vigil Games hat auf der Auktion keinen Käufer gefunden. Der Platinum-Games-Chef Atsushi Inaba hat auf Twitter sein Interesse an „Darksiders“ kundgetan, nachdem er herausgefunden hat, dass keine Angebote abgegeben wurde. Laut der Webseite „Polygon“ tweetete Inaba: „Es sieht so aus, als hätte in THQs großem Ausverkauf niemand Darksiders erworben. Ich würde es gerne kaufen (wenn es billig wäre).“
Quelle: cvg