Vorschau15. Januar 2013 , 03:01 Uhr
“Dragon Age”-Autor kritisiert Bilderbuchromanzen
David Gaider, Autor bei BioWare und kreativer Kopf hinter der “Dragon Age”-Reihe, hat sich auf seinem Blog über romantische Nebenhandlungen in RPGs ausgelassen.
Der Blogeintrag wurde von der Webseite “Eurogamer” entdeckt und untersucht die Rolle romantischer Partner in Computerrollenspielen.
Gaider gab zu: “Ich habe etwas gegen die Vorstellung, dass jeder Charakter in sexueller Hinsicht für den Spieler verfügbar sein soll. Es verbilligt den Charakter nicht notwendigerweise, macht ihn aber zum Objekt.“
Trotzdem ist er anscheinend der Erforschung andere Möglichkeiten für Romanzen offen: “Man könnte ein Element des Versagens hinzufügen oder nicht alle Charaktere für alle Spielercharaktere zugänglich machen. Es könnte verschiedene Arten von Romanzen geben: tragische Beziehungen, Romanzen mit Betrug, Dreiecksbeziehungen, unsichere Charaktere, die nicht wissen, wie sie auf eine romantische Ebene mit jemand anderem kommen sollen.“
Wären Romanzen dieser Art und Weise in Spielen erfolgreich? Gaider ist sich da nicht sicher und erklärt anhand der Romanze mit Thane in „Mass Effect 3“: “Es gibt Leute, die der Meinung sind, dass die Wahl von Thane als romantischer Partner ihnen erlauben sollte, ihn von seiner Krankheit zu heilen und alles besser zu machen. Warum? Weil es ihre Liebesaffäre ist und sie eine glückliche Beziehung haben wollen.“
Er schloss: “Manche könnten eine neue Herangehensweise willkommen heißen und an der Handlung Gefallen finden. Ich vermute aber, dass sich viele Spieler, die nach einer Romanze in der Handlung suchen, eine erfüllende Beziehung wünschen.”
Wir müssen wahrscheinlich abwarten bis “Dragon Age 3” herauskommt, um herauszufinden, ob Gaider seine alternativen Beziehungsmöglichkeiten durchsetzen konnte.

Quelle: pcgamer