Vorschau23. Januar 2013 , 11:01 Uhr

South Park Digital Studios fordert Mitsprache bei “Der Stab der Wahrheit”

Der Entwickler South Park Digital Studios hat gegen den von THQ vorgeschlagenen Verkauf von “South Park: Der Stab der Wahrheit“ Einspruch eingelegt.

Der Verleger THQ hat im Dezember 2012 Insolvenz angemeldet und verkauft seine Spiele und Vermögenswerte auf einer groß angelegten Auktion. Der Lizenzgeber South Park Digital Studios (SPDS) findet jedoch, dass „South Park: Der Stab der Wahrheit“ nicht versteigert werden sollte.

Laut des Einspruchs kann der Schuldner THQ die Lizenzvereinbarung nicht auf ein anderes Unternehmen übertragen, ohne sich vorher mit dem Lizenzgeber darauf geeinigt zu haben.

SPDS hat bekannt gegeben, dass die Zustimmung zum Verkauf nur in Betracht gezogen wird, nachdem ihnen eine Aufstellung über die Bieter, ein Vorschlag zur Begleichung der ausstehenden Zahlungen sowie eine angemessene Versicherung der zukünftigen Leistungen vorgelegt würden.

Bei den ausstehenden Zahlungen handelt es sich anscheinend um einen Betrag von ungefähr 2,3 Millionen US-Dollar (etwa 1,7 Millionen Euro).

THQ hat den Einspruch angefochten. Der Verleger merkte an, dass es sich um eine Exklusivlizenz handle und somit die “Übertragung des Urheberrecht“ mit eingeschlossen wäre.

Laut dieser Definition besitzt der Lizenznehmer die Eigentumsrechte und infolgedessen können “Exklusivlizenzen ohne Zustimmung des Lizenzgebers übertragen” werden.

Die Frist zur Abgabe von Geboten für THQ-Vermögenswerte hat heute Morgen geendet. Warner Bros., EA, Ubisoft und sogar Double Fine befinden sich unter den zahlreichen Unternehmen, die Interesse an der Versteigerung gezeigt haben. Die Höchstbieter sollen noch im Laufe des Tages verkündet werden, bevor eine zweite Auktion stattfinden wird.

Quelle: cvg