Vorschau6. Juni 2012 , 05:06 Uhr
Star Wars 1313
LucasArts nennt sein “Star Wars 1313”-E3-Demo eine “Vorproduktion”. Auf der Videospielemesse konnten wir einen Blick auf Grafiken der nächsten Generation werfen.
“1313” verspricht PC-Gaming ohne Einschränkungen. Das Spiel wird gemeinsam mit NVIDIA entwickelt und basiert auf der Unreal-Engine und ignoriert dabei völlig die grafischen Beschränkungen, die PC-Gaming heutzutage bietet. Wir konnten Grafiken mit noch nie zuvor gesehenen Physiken, Lichtverhältnissen und Animationen sehen. Wenn das Spiel in den Regalen stehen wird, wird es mit Sicherheit auf den Maschinen und Konsolen der nächsten Generation laufen. Aber bevor es soweit ist, folgt ein Blick auf „Star Wars 1313“ mit der Technik von heute.
“1313” ist der erste LucasArts-Titel, an dem Lucas Arts, Lucasfilm Animation, Skywalker Sound und Industrial Light and Magic zusammenarbeiten. Hier werden Mittel und Budget in ein Spiel gepackt, welche sonst nur für Hollywood vorbehalten sind. ILMs Ausrüstung zur Bewegungserfassung, welche erst neulich für Hulk in Marvels „The Avengers“-Film genutzt wurde, hat jeden Zentimeter der Körper und der Gesichter der Schauspieler erfasst, um die Animationen so überzeugend wie möglich zu gestalten. Die filmischen Szenen aus „Uncharted“ wurden in der gleichen Art und Weise animiert, aber die Wiedergabetreue von „1313“ ist besser als alles bisher Dagewesene. Es sind die menschlichsten Menschen, die jemals Einzug in ein Videospiel gefunden haben.
In “1313” spielt der Gamer einen Kopfgeldjäger, der die Gefangenen eintausenddreihundertunddreizehn Level unter die Oberfläche von Coruscant bringen muss. Als man mit seinem zwielichtigen Kollegen in die Tiefen des Planeten steigt, gerät man in einen Hinterhalt. Ein Android führt eine Gruppe von Eindringlingen auf das Schiff und ein Feuerkampf entbrennt. Es folgen deckungsbasiertes Schießen und eine filmische Zwischenszene, in der man auf das Schiff der Gegner flüchtet und damit in die Tiefen des Level 1313 stürzt.
Es ist eine spektakuläre Szene, die jedoch hauptsächlich durch das Feuerwerk an höchster Grafikleistung und nicht weil es wirklich originell ist, überzeugt.
Aber, man wird vorher kaum ein Spiel gespielt haben, dass atemberaubender aussieht. Während Naughty Dog mit „Uncharted“ von Grund auf beginnen musste, besitzt LucasArts bereits dreißig Jahre Erfahrung in der Umsetzung von filmischen Abenteuern. Sie können damit alles schlagen und haben das bekannteste und bisher beliebteste Fantasy-Universum hinter sich.
Die Wahrheit ist jedoch, LucasArts haben es in dieser Generation mächtig versaut. Nur „The Force Unleashed“ und einige Lego-Videospielauflagen haben dafür gesorgt, dass das Universum nicht in der Versenkung verschwindet. Aber sollte LucasArts kreatives Potenzial da bündeln, wo die Macht des Geldes ist, wären sie unschlagbar.
LucasArts haben bewiesen, dass Grafiken der nächsten Generation bereits in greifbarer Nähe sind, aber das Gameplay muss neu definiert werden, um zu siegen. Denn Naughty Dog haben mit „The Last of Us“ bereits einen würdigen Nachfolger zu „Uncharted“ in petto. Lasst die Spiele beginnen.