Vorschau17. August 2012 , 11:08 Uhr

Ubisoft hat hohe Ziele für Assassin’s Creed

„Assassin’s Creed” hat als Trilogie begonnen, soll jetzt aber laut Kreativdirektor Alex Hutchinson in eine langfristig angelegte Spieleserie umgewandelt werden.

In einem Interview verteidigte Hutchinson die Idee, das Hauptwerk von Ubisoft in einer jährlichen Reihe weiterzuentwickeln: „Seit wann wird etwas weniger fantastisch, wenn man es jährlich neu bekommt? Würde man meine Lieblingsfernsehserie zweimal die Woche ausstrahlen, ich würde sie zweimal die Woche ansehen. Würde meine Lieblingsband alle sechs Monate ein neues Album produzieren, ich würde es alle sechs Monate kaufen.“

Seit der ersten Folge von „Assassin’s Creed” 2007 hat Ubisoft vier Fortsetzungen der Serie und mindestens vier weitere Spin-offs herausgegeben. Im Oktober wird der Verleger das bereits sehnsüchtig erwartete „Assassin’s Creed 3” sowie eine selbstständige Version für die PS Vita veröffentlichen.

Hutchinson erklärte, dass die Umwandlung eines derart beliebten Spieles in eine Serie eine Notwendigkeit für jedes Unternehmen sei, das beträchtliche Geldsummen in außergewöhnlich hohe Qualität investiert.

Er fuhr fort: „Wenn die Leute umwerfende Blockbuster-Games haben wollen, müssen sie auch verstehen, dass wir irgendwie unser Geld wieder hereinholen müssen. Nur selten lassen sich die Investitionskosten durch den Verkauf des ersten Spieles decken. Assassin’s Creed 3 ist ein riesengroßes Projekt und wir mussten bei einigen Punkten, einschließlich der Technik, auf unsere Vorkenntnisse zurückgreifen.“

Hutchinson argumentierte weiterhin, dass Verleger durch diese erfolgreichen Kassenschlager in anderen Bereichen mehr Risiken eingehen können: „Solange wir Einkünfte erzielen und diese in risikoreichere Projekte investieren können, ist mir deren Herkunft relativ egal. Die Leute sagen, das ist die dunkle Seite des Kapitalismus. Ich betrachte das jedoch eher als Kommunismus: Der Erfolg unserer großen Projekte finanziert unsere kleinen Projekte.“

Vorherige „Assassin’s Creed”-Spiele wurden zum Teil dafür kritisiert, die Qualitätsstandards verfehlt zu haben. Hierzu sagte Hutchinson: „In manchen der Testberichte über Assassin’s Creed Revelations fragten die Leute, ob das nun das Ende der Spielereihe sei. Wir fanden das etwas voreilig, da das Spiel von anderen Kritikern sehr gut angenommen wurde.“

Er fügte hinzu: „Wir betrachten Assassin’s Creed 3 jetzt als Serie wie Mario oder Resident Evil, die ihre Hochs und Tiefs haben wird. Das war keinesfalls unser ursprünglicher Plan, aber es hat sich eben so entwickelt. Wenn man eine Spielereihe interessant und frisch genug hält, gibt es keinen Grund, warum sie scheitern sollte. Nintendo ist hierfür das beste Beispiel und andere japanische Unternehmen haben es ebenfalls geschafft. Wir sind uns sicher, wir bekommen das auch hin.”

„Assassin’s Creed 3” wird ab 31. Oktober im Einzelhandel erhältlich sein.