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Radfahrer Toupalik jubelt eine Runde zu früh

Bei der U23-Weltmeisterschaft der Cross-Radrennfahrer wähnt sich Adam Toupalik als Sieger. Am Ende kostet der frühe Jubel den 19-Jährigen den Sieg.

Adam Toupalik jubelt zu früh und gewinnt nur Silber

Bei der Siegerehrung kann sich Adam Toupalik nicht über die Silbermedaille freuen

Es sind nur noch 20 Meter bis zum Ziel. Adam Toupalik liegt weit vor seinen Konkurrenten. Der 19-jährige Tscheche dreht sich noch einmal nach hinten um und reißt siegesgewiss seine Arme nach oben. Kurz hinter der Ziellinie klopft sich der stolze Cross-Radrennfahrer wie ein Löwe auf die Brust. Doch während er sein Fahrrad ausrollen lässt, tritt die Konkurrenz kräftig in die Pedale. Der Grund: Das Cross-WM-Rennen der U23 in Heusden-Zolder, Belgien, ist noch nicht vorbei, die Teilnehmer haben noch eine weitere Runde zu fahren.

"Irgendjemand schrie 'Letzte Runde, letzte Runde'. Ich habe mich nicht mehr auf die Rundenanzahl konzentriert. Und dann dachte ich: Oh, hier läuft irgendetwas schief", sagt der Tscheche nach dem Rennen. Als Toupalik seinen Fehler bemerkt, sind schon drei Verfolger an ihm vorbeigezogen. Er hat sich zu früh gefreut und muss noch einmal kräftig in die Pedale treten. Das Unglück eines anderen ist dabei noch sein Glück: An einer rutschigen Rampe stürzt der Fahrer vor ihm.

Am Ende kämpft sich Toupalik noch nach vorn

Mit letzter Kraft überholt der 19-Jährige noch Belgier Quinten Hermans, doch für den Sieg reicht es nicht mehr. Toupalik gewinnt am Ende "nur" Silber, die Goldmedaille bekommt Belgier Eli Iserbyt. Bei der Siegerehrung blickt Toupalik frustriert in die Kameras, nach Jubel ist ihm nicht mehr zu Mute. "Ich hatte in der letzten Runde nicht mehr genug Energie. Ich bin selbst schuld. Jetzt bin ich wohl der größte Idiot der Welt", sagt er. Doch immerhin: Das wird ihm kein zweites Mal passieren.

js
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