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Die undurchsichtige Rolle von Nike im Fall Armstrong

Während sich immer mehr Sponsoren vom mutmaßlichen Dopingsünder Lance Armstrong abwenden, gerät einer davon, Nike, selber unter Druck. Es geht um eine Schmiergeldzahlung.

  Die Sponsoren wenden sich ab, um Lance Armstrong wird es frostig.

Die Sponsoren wenden sich ab, um Lance Armstrong wird es frostig.

Langsam wird es einsam um Lance Armstrong. Nach dem Bericht der amerikanischen Anti-Doping-Agentur Usada, der den siebenmaligen Sieger der Tour de France in der vergangenen Woche eindeutig als jahrelangen Doper, Dopinghändler und -organisator entlarvt hat, ist nun auch für die langjährigen Geldgeber des Texaners das Maß voll. Armstrongs Sponsoren wenden sich vom längst gestürzten Ex-Superstar ab. Einer nach dem anderen, mit jedem Tag werden es mehr.

Den Anfang hatten Mitte der Woche Nike und die Brauerei Anheuser-Busch gemacht, kurz darauf zogen der Fahrradbauer Trek sowie die Fitnessstudio-Kette 24 Hour Fitness nach. "Trek ist enttäuscht von den Erkenntnissen des Usada-Berichts über Lance Armstrong", teilte das Unternehmen mit. 24 Hour Fitness schrieb auf der Firmen-Facebookseite, die jüngsten Beweise gegen Armstrong seien mit den Werten des Unternehmens nicht in Einklang zu bringen. Kann man verstehen.

Wie verschiedene US-Medien am Donnerstag berichteten, entschieden sich darüber hinaus auch die Energy-Drink-Marke FRS sowie Honey Stinger, ein Produzent von Energie- und Fruchtriegeln, ihre Zusammenarbeit mit Armstrong zu beenden. Der Sonnenbrillenhersteller Oakley überprüft derzeit seinen Sponsorenvertrag mit dem 41-Jährigen, der erst am Mittwoch als Vorsitzender der Krebsstiftung Livestrong zurückgetreten war.

Verbruggens Rolle Rückwärts

Es gibt nicht mehr viele Menschen, die zu Armstrong halten - und doch finden sich erstaunlicherweise noch welche. Es sind Personen, wie der langjährige und umstrittene UCI-Boss Hein Verbruggen. Der hat jetzt in der Causa Armstrong für neuen Wirbel gesorgt. Trotz erdrückender Beweise und vieler Zeugenaussagen gegen den Amerikaner meinte der Ehrenpräsident des Weltverbands in einem via SMS geführten Interview mit der niederländischen Tageszeitung "De Telegraaf": "Es gibt viele Geschichten und Verdächtigungen, aber nicht die Spur eines BEWEISES."

Armstrong "wurde nie positiv getestet", schrieb Verbruggen in dem Interview - von dem er kuioserweise kurz nach Veröffentlichung plötzlich nichts mehr wissen wollte. Über die offizielle UCI-Presseabteilung ließ der Niederländer, der zwischen 1991 und 2005 und damit auch in den offensichtlichen Doping-Jahren um die Armstrong-Teams US Postal und Discovery Channel an der Spitze des Weltverbandes stand, eine Gegendarstellung verbreiten. "Ich distanziere mich komplett von dem Artikel", schrieb der Funktionär und erklärte, sich nur auf eine vermeintliche Vertuschungsaktion 1999 bezogen zu haben.

Hat Nike die UCI geschmiert?

Damals soll Verbruggen gegen eine Zahlung von 500.000 Dollar einen positiven Dopingtest Armstrongs bei der Tour de Suisse verschleiert haben. Kathy LeMond - die Frau des zweimaligen Tour-de-France-Siegers Greg LeMond - habe von dem Vorfall bei einem Gerichtsverfahren 2006 unter Eid berichtet, wie jüngst die "New York Daily News" meldete. LeMond berief sich dabei auf einen Mechaniker des US Postal Teams. Der habe ihr erzählt, dass Nike und Thomas Weisel - ein Banker aus San Francisco, der damals einer der Eigentümer und Sponsoren von Armstrongs Team war - die Überweisung getätigt hätten.

Der Sportartikelhersteller wies die Anschuldigungen mittlerweile "vehement" zurück und ließ per Stellungnahme verlauten: "Nike duldet nicht die Nutzung von leistungssteigernden Substanzen." Auch Verbruggen nannte die Vorwürfe "absurd". Armstrong sei nie positiv getestet worden. Es habe nichts zu vertuschen gegeben. Kathy LeMond hat ihre Anschuldigungen mittlerweile wiederholt. Auch deshalb steht fest: Der Druck auf Nike nimmt vor diesem Hintergrund enorm zu. Und daran wird auch der Rückzug als Armstrong-Sponsor so schnell nichts ändern.

Hein Verbruggen gilt auch nach dem Ende seiner UCI-Präsidentschaft noch als Strippenzieher im Radsport. Als einer, der sich gern mit den Stars der Szene wie Armstrong oder dessen Teamchef Johan Bruyneel umgab. Aber er war wohl auch selber Teil des Systems. Bei der möglichen Vertuschung der Dopingkontrolle am Rande der Schweiz-Rundfahrt ging es übrigens um ein positiven Test auf Corticosteroide. Armstrong hatte damals eine medizinische Ausnahmegenehmigung nachgereicht - und war damit durch gekommen. Jetzt versteht man, warum.

kbe mit DPA

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