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VfB in Rom chancenlos

Mit einer weitgehend schwachen Vorstellung hat sich der VfB Stuttgart von der internationalen Fußball-Bühne verabschiedet - und das alles auch noch vor leeren Rängen.

  Vedad Ibisevic sorgte in der 41. Minute für Aufregung, als er Lazio-Torhüter Federico Marchetti mit dem Stollen unglücklich am Kopf traf

Vedad Ibisevic sorgte in der 41. Minute für Aufregung, als er Lazio-Torhüter Federico Marchetti mit dem Stollen unglücklich am Kopf traf

Eine Woche nach dem 0:2 vor heimischem Publikum haben die Schwaben am Donnerstag das "Geisterspiel" bei Lazio Rom mit 1:3 (0:2) verloren. Sie schieden im Achtelfinale der Europa League als letzte deutsche Mannschaft aus.

Ein früher Doppelschlag von Libor Kozak (6./8. Minute) beraubte den VfB aller Illusionen und machte aus der Partie ein besseres Trainingsspiel. Mehr als das Anschlusstor durch Tamas Hajnal (62.) gelang dem Bundesliga-14. nicht, ehe wiederum Kozak (87.) für den Endstand sorgte. Wegen rassistischer Ausfälle seiner Fans war Lazio von der Uefa zu zwei Heimspielen ohne Zuschauer verurteilt worden.

Die nach der Winterpause tief in die Krise geratenen Schwaben wurden im gähnend leeren Stadio Olimpico eiskalt erwischt, bewiesen aber im zweiten Durchgang immerhin Moral und stemmten sich mit Macht gegen die Niederlage. Die Defensive, in der Arthur Boka ausfiel, bekam den wendigen Kozak zunächst kaum in den Griff. Auch im Angriff hatte die Elf von Trainer Bruno Labbadia lange Zeit nicht viel zu bieten. Erst als die Römer zwei Gänge zurückschalteten, setzte der VfB in der Offensive einige Achtungszeichen. Der im Hinspiel fehlende Vedad Ibisevic sorgte in der 41. Minute für Aufregung, als er Lazio-Torhüter Federico Marchetti mit dem Stollen unglücklich am Kopf traf. Der Keeper musste daraufhin ausgewechselt werden.

Trostlose Atmosphäre

So trostlos wie die Kulisse war auch der Beginn des Spiels für die Stuttgarter, denn die leisen Hoffnungen auf ein Fußball-Wunder in der Ewigen Stadt lösten sich schon nach wenigen Minuten in Wohlgefallen auf. Nach einer Flanke von Stefan Radu reagierte Kozak schneller als die Innenverteidigung der Gäste mit Georg Niedermeier und Serdar Tasci und überwand den machtlosen Sven Ulreich zur frühen Führung. Keine 120 Sekunden später war der Tscheche nach Zuspiel von Hernanes gegen die schläfrige VfB-Defensive erneut zur Stelle und jagte den Ball zum 2:0 unter die Latte.

"Das ist eine abgezockte Truppe, die wartet nur auf Fehler. Da können wir nicht gegenhalten", gestand VfB-Sportdirektor Fredi Bobic zur Pause ernüchtert. Kozak, eigentlich nur Stürmer Nummer 3 bei Lazio hinter dem weiter verletzt fehlenden Miroslav Klose und Sergio Floccari erzielte damit schon seine Tore sechs, sieben und acht im laufenden Wettbewerb. Auch in der Zwischenrunde gegen Borussia Mönchengladbach war er zweimal erfolgreich gewesen.

Die Schwaben benötigten lange, um sich von dem Doppelschock zu erholen. Erst Mitte der ersten Halbzeit setzten sie erste zaghafte Akzente im Spiel nach vorne, allerdings fehlte es den Aktionen an Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen. Auf der Gegenseite ließ Ulreich einen Freistoßknaller von Antonio Candreva (35.) nach vorne abprallen und hatte Glück, dass kein Lazio-Stürmer in der Nähe war.

Als der Stuttgarter K.o. längst besiegelt war, ließen die nur noch mit halber Kraft agierenden Römer ihren Gästen mehr Freiheiten, die diese nach gut einer Stunde zu einer Resultatsverbesserung nutzten. Der zuletzt von den Fans in Stuttgart geschmähte Hajnal traf mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zum 2:1. Schon zuvor hatte Gotoku Sakai (52.) gegen Lazios Ersatzkeeper Albano Bizzarri eine große Chance vergeben. Als das 2:2 in der Luft zu liegen schien, traf Kozak zum 3:1.

anb/DPA/DPA

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