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"Eine der irrsten Achterbahnfahrten" - Hamilton mit Rundenrekord auf Japan-Pole

Lewis Hamilton setzt in Japan ein Ausrufezeichen. Der Brite rast in einer Traumrunde zur Pole Position und lässt WM-Rivale Sebastian Vettel hinter sich. Der Ferrari-Star rechnet sich dennoch viel aus.

Lewis Hamilton qualifiziert sich in Japan für die Pole Position

In Japan ganz vorn: Lewis Hamilton rast mit Rundenrekord zur Pole Position

"Gentleman, please start your engines!" Die Formel -1-Saison 2017 läuft - der Nachfolger von Silberpfeil-Pilot Nico Rosberg als Weltmeister wird nach 20 Rennen beim Grand Prix in Abu Dhabi am 26. November gekürt. Die beiden großen auf den Titel heißen Lewis Hamilton im Mercedes und Sebastian Vettel im Ferrari. Keep Racing!

Die neuesten Meldungen und Analysen:

+++ Hamilton mit Rundenrekord auf Pole Position - Vettel Zweiter +++

Lewis Hamilton setzt in Japan ein Ausrufezeichen. Der Brite rast in einer Traumrunde zur Pole Position und lässt WM-Rivale Sebastian Vettel hinter sich. Mit seiner Rekordrunde von 1:27,319 Minuten verwies der englische Mercedes-Pilot am Samstag seinen Teamkollegen Valtteri Bottas auf den zweiten Rang, der allerdings wegen eines regelwidrigen Getriebewechsels fünf Plätze weiter hinten ins Rennen muss. Davon profitiert Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel, der eigentlich nur die drittbeste Zeit vorwies. Für Hamilton war es die zehnte Pole dieser Saison und die 71. seiner Karriere. Schon in der zweiten K.o.-Runde hatte Hamilton Michael Schumachers Rundenrekord (1:28,954 Minuten) unterboten.

+++ Verstappen gewinnt in Sepang - Hamilton Zweiter +++

Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat den Grand Prix von Malaysia gewonnen und seinen zweiten Formel-1-Sieg gefeiert. Einen Tag nach seinem 20. Geburtstag verwies der Niederländer Lewis Hamilton im Mercedes auf den zweiten Platz. Sebastian Vettel gelang am Sonntag von ganz hinten noch ein Sturm auf den vierten Rang in Sepang. Dennoch wuchs der Rückstand des deutschen Ferrari-Piloten auf Hamilton im WM-Titelkampf auf 34 Punkte. Hinter Hamilton kam beim 15. Saisonrennen Verstappens Teamkollege Daniel Ricciardo auf den dritten Platz. Verstappen hatte seinen Formel-1-Premierensieg 2016 in Barcelona gefeiert.

In der Auslaufrunde in Sepang hat es Sebastian Vettel erwischt: Lance Stroll fuhr dem Ferrari von hinten in die Seite. Vettel musste daraufhin seinen demoliertes Auto mitten auf der Piste abstellen. Zu seinem Glück hielt Pascal Wehrlein an und nahm Vettel auf dem Seitenkasten seines Autos mit. Vettels vierter Platz ist aber gewertet.


+++ Nächster Rückschlag für Ferrari: Raikkönens Motor macht vor dem Start schlapp +++

Wegen eines Motorenproblems ist der Ferrari von Sebastian Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen kurz vor dem Start des Grand Prix von Malaysia in die Garage zurück geschoben worden. Die Mechaniker versuchten innerhalb weniger Minuten bis zum Start, ein Problem mit dem Turbo an dem Formel-1-Dienstwagen des Finnen zu beheben. Räikkönen hatte sich zuvor beschwert, dass er keine Batterie habe. Damit musste er aus der Boxengasse starten. Vettel rückte von Platz 20 auf 19 in der Startaufstellung vor. Auch der Heppenheimer hatte tags zuvor Probleme mit seinem Motor gehabt.

+++ Hamilton schnappt sich die 70. Pole - Drama um Vettel +++

Die Pechsträhne von Sebastian Vettel hält an. Der Ferrari-Pilot musste nach dem dritten Freien Training zum Großen Preis von Malaysia den Motor wechseln. Doch auch das neue Aggregat funktionierte nicht einwandfrei. In Q1 war für Vettel Schluss, ohne das er eine Zeit gesetzt hatte. Das bedeutet: Vettel startet als Letzter ins Rennen am Sonntag. Es ist ein weiterer Rückschlag im Kampf um den WM-Titel. Sein Rivale Lewis Hamilton nutzte den Ausfall des Rivalen und holte sich die 70. Pole seiner Karriere. Kimi Räikkönen, Vettels Ferrari-Kollege, fuhr auf den zweiten Platz vor Max Verstappen im Red Bull.


+++ Aufstand in der Formel 1 wegen einer brisanten Personalie +++

Es ist Anfang der Woche, als Marcin Budkowski seinen sofortigen Abschied verkündet. Eigentlich klingt das auch bloß nach einer Randnotiz: Der Technikdirektor beim Motorsport-Weltverband Fia geht. Hinter dieser Personalie verbirgt sich aber eine Menge Brisanz.

Vor allem steckt dahinter eine Menge Insiderwissen. Budkowski ist der Mann, der zuviel weiß. Und das wissen auch die Rennställe. Gerade dieser Budkowski, lange Assistent von Fia-Renndirektor Charlie Whiting und Kandidat auf dessen Nachfolge, peilt einen neuen Job bei einem Formel-1-Team an. Und das sorgt für Unruhe im Fahrerlager.

"Wir werden erhebliche Einwände anmelden, falls er bei einem anderen Team landet", kündigte Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Rande des Grand Prix von Malaysia schon mal. "In solche Personen steckt man eine Menge an Vertrauen. Marcin hatte in seiner Rolle eine extrem privilegierte Position." Erst vor Kurzem habe der 40-Jährige Zugang zu den Windtunneln der Rennställe gehabt und Blicke auf "vertrauliche Details" der Wagen für die kommende Saison gehabt.

Drei Monate darf der Pole, der vor seinem Fia-Engagement für McLaren und Ferrari arbeitete, keinen neuen Job antreten. Länger beträgt die Arbeitssperre dem Vernehmen nach nicht. Das ist keine lange Zeit - vor allem, wenn man über soviel Hintergrundwissen in Sachen Technik und Reglement verfügt.

Angeblich soll sich Renault die Dienste Budkowskis sichern. Seine kurze Sperre sei "absolut unangemessen", kritisierte Horner. "Ich bin mir sicher, dass darüber sehr ernsthaft beim nächsten Treffen der Strategiegruppe diskutiert wird." Diese besteht aus Vertretern der Fia und des Formel-1-Rechteinhabers sowie aus sechs Teams.

Der Zuspruch seiner Kollegen ist Horner sicher. Denn Informationen sind in einem technikgetriebenen Sport wie der Formel 1 Millionen wert. "Die Fia kennt die ganzen Projekte der Teams, und am Ende des Tages ist es eine knifflige Situationen, wenn wir nicht offen zur Fia sein können", beschrieb Sauber-Teamchef Frédéric Vasseur den drohenden Vertrauensverlust zur obersten Regelbehörde.

"Die Teams haben Vertrauen und Glauben in den Dachverband, so dass sie über ihr technisches Knowhow und ihre in vielerlei Hinsicht technischen Geheimnisse im Vertrauen darauf diskutieren können, dass Informationen nicht beim Rivalen landen können", mahnte Horner.

Vor allem nicht, wenn die Frist bis zum nächsten Job nur bei wenigen Wochen liegt, wo doch Entwicklungen stets so früh wie möglich angetrieben werden. "Drei Monate sind nicht lang genug", meinte auch Sportdirektor Otmar Szafnauer von Force India. "Standard in der Industrie für eine Rolle, wie sie Marcin innehatte, würden irgendwo zwischen 12 und 18 Monaten liegen", führte Horner aus.

Für Budkowski dürfte das Ganze eine durchaus unangenehme Situation sein. Für sein kostbares Wissen kann er nichts. Sein Wunsch, sich einen neuen Arbeitgeber zu suchen, ist Alltagsgeschäft in der Industrie. Dass sein bevorstehender Seitenwechsel aber für großen Unmut sorgt, dürfte Budkowski indes keineswegs überraschen. Die Frage ist jetzt bloß: Wann sieht man ihn in der Formel 1 wieder?

+++ Glückspilz: Lewis Hamilton siegt in Singapur, weil Vettel und Räikkönen sich abschießen +++

Nach dem Crash-Desaster von Singapur klammerte sich Sebastian Vettel trotzig an die rasant schwindenden Titelhoffnungen. "Es geht weiter, es ist jetzt kein Weltuntergang, aber natürlich hilft es nicht", sagte der Ferrari-Pilot am Sonntag nach seinem frühen Schock-Aus, das beim verregneten Formel-1-Nachtrennen den Weg für WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton zum dritten Sieg in Serie frei machte. Der Start-Unfall mit Red-Bull-Teenager Max Verstappen und Teamkollege Kimi Räikkönen beraubte Polesetter Vettel der Chance, wieder die WM-Führung zu erobern, und warf ihn im Titelrennen nun auf insgesamt 28 Punkte hinter Hamilton zurück.

"Das ist natürlich doof, aber was sollen wir machen", sagte Vettel, um Erklärungen für den Unfall ringend, den er selbst mitverursacht hatte. Ausgerechnet auf der vermeintlichen Ferrari-Paradestrecke war für beide Scuderia-Piloten das Rennen schon nach wenigen Metern gelaufen, während Hamilton das Chaos cool zum siebten Saisonsieg vor Daniel Ricciardo im Red Bull und Teamgefährte Valtteri Bottas nutzte. "Natürlich hatten wir Glück, der liebe Gott hat mich gesegnet und ich habe die Situation mit den Ferrari genutzt", sagte Hamilton.

Vor den verbleibenden sechs Grand Prix des Jahres scheint der Weg zum vierten Titel für den Briten frei, zumal die letzten Strecken die Mercedes bevorteilen dürften. "Das ist das Unglaubliche am Sport. Morgens haben wir noch von Schadensbegrenzung gesprochen, dann dieser Unfall und es dreht sich alles. Das nehmen wir natürlich gern", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff.


Auch Vettels Landsmann Nico Hülkenberg kam im Renault nicht ins Ziel, nachdem er zu Beginn noch auf den ersten Podiumsplatz seiner Karriere hatte hoffen dürfen. Die rabenschwarze deutsche Bilanz komplettierte der einmal mehr punktlose Pascal Wehrlein im Sauber.

Die Startaufstellung hatte noch wie eine Verheißung für Vettel gewirkt. Mit einer Zauberrunde holte sich der viermalige Singapur-Sieger am Samstag die Pole Position und startete damit vier Plätze vor Hamilton, der nicht über Platz fünf hinausgekommen war. Nach den Niederlagen von Spa und Monza, die den Deutschen erstmals in diesem Jahr die WM-Führung gekostet hatten, schien alles für eine Rückkehr an die Spitze der Gesamtwertung bereitet.

Doch der Dauerregen am Sonntag deutete schon auf ein mögliches Renn-Chaos hin. Noch nie seit der Premiere 2008 hatte es bei dem Flutlichtrennen an der Marina Bay geregnet, dennoch entschied sich die Rennleitung gegen einen Start hinter dem Safety Car.

Als die roten Ampeln erloschen, schoss Räikkönen von Platz vier links neben den vor ihm gestarteten Verstappen. Vettel kam mittelprächtig weg und drängte von rechts neben den Niederländer. "Wenn man um die WM fährt, sollte man solche Risiken nicht eingehen", sagte Verstappen und gab Vettel die Schuld für die Kollision. Zunächst rutschten Räikkönen und Verstappen mit schweren Blechschäden von der Piste. Kurz darauf drehte sich auch Vettel in die Mauer, riss sich die Frontpartie ab und strandete mit seinem Wrack neben der Strecke.

"Ich wollte Max vor der Kurve ein bisschen die Linie zumachen, habe gesehen, dass er schon neben mir war. Im nächsten Moment hat es schon geknallt", berichtete Vettel, um Fassung bemüht. Auf dem Rücksitz eines Motorrollers war er zur Garage zurückgekehrt und schlurfte in Bermuda-Shorts schon durch das Fahrerlager, als die Konkurrenz erst die zehnte Runde absolvierte. Er habe Räikkönen einfach nicht gesehen, versicherte Vettel. "Das ist natürlich blöd gelaufen, weil wir beide draußen sind", sagte er.

Zu allem Überfluss war Hamilton der große Gewinner inmitten des Chaos. Schon nach der dritten Kurve führte der Silberpfeil-Star das Rennen an und behielt auch danach den Durchblick. Weder das Durcheinander nach dem Vettel-Aus noch die erneute Safety-Car-Phase elf Runden später, als der Russe Daniil Kwjat seinen Toro Rosso in die Begrenzung jagte, konnte Verfolger Ricciardo zur Attacke nutzen.

Mit schnellen Runden auf dem nur langsam abtrockenenden Stadtkurs hielt Hamilton den Australier auf Distanz. Unter normalen Bedingungen im Training hatten die Red Bull noch deutlich stärker als die Mercedes gewirkt, aber Hamilton zeigte seine ganze Klasse. Auch ein weiterer Safety-Car-Einsatz nach einem Unfall des schwedischen Sauber-Piloten Marcus Ericsson änderte am Ergebnis nichts mehr. 

+++ Vettel auf der Pole - Hamilton nur Fünfter +++

Sebastian Vettel hat in der K.o.-Spätschicht von Singapur den Angriff von Red Bull nervenstark abgewehrt und sich im WM-Duell mit Lewis Hamilton in eine optimale Ausgangslage manövriert. Als die Box dem deutschen Ferrari-Piloten noch im Wagen für Startplatz eins an diesem Sonntag gratulierte, schrie der viermalige Formel-1-Weltmeister seine Freude heraus und bedankte sich überglücklich bei seinem Team. "Ich bin noch voll Adrenalin, was ich auch immer sage, macht wohl keinen Sinn", meinte der Heppenheimer danach beim Interview auf dem Asphalt.

Es war Vettels dritte Pole in diesem Jahr, die 49. seiner Karriere - und eine eminent wichtige auf dem Weg zu seinem fünften WM-Titel: WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton schaffte es im Mercedes nur auf den fünften Platz. Zwischen Vettel, der drei Punkte Rückstand im WM-Klassement auf Hamilton aufholen muss, und den Briten schoben sich Max Verstappen und Daniel Ricciardo im Red Bull sowie Vettels Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen.


In der Box der Silberpfeile schüttelte Teamchef Toto Wolff enttäuscht den Kopf, die Miene von Teamoberaufseher Niki Lauda war entsprechend. "Unser Abstand ist einfach zu groß", betonte Lauda. Hamilton lag 0,635 Sekunden hinter Vettel. "Es ist schwer, aufs Podium zu kommen", meinte Lauda. Er attestierte Vettel eine "Wunderrunde". Man könne nur Schadensbegrenzung betreiben, so Lauda. 

+++ Vettel nur Elfter im zweiten Training in Singapur +++

Sebastian Vettel ist im zweiten Freien Training zum Großen Preis von Singapur nicht unter die Top Ten gekommen. Der 30 Jahre alte Ferrari-Pilot reihte sich unter Rennbedingungen am Freitagabend auf dem elften Platz ein. Vettel fuhr allerdings als einziger Pilot seine schnellste Runde auf einer langsameren Reifenmischung. Die Tagesbestzeit stellte Daniel Ricciardo vor seinem Red-Bull-Teamkollegen Max Verstappen auf. Dritter wurde in der schnelleren Einheit am Abend auf dem Marina Bay Street Circuit Formel-1-Spitzenreiter Lewis Hamilton.

Der Brite führt im Klassement vor dem 14. Saisonrennen mit drei Punkten vor Vettel. Nico Hülkenberg wurde im Renault im zweiten Training Füfnter, Pascal Wehrlein im Sauber Vorletzter (19.). 

+++ Nico Rosberg wird Manager von Robert Kubica +++

Nico Rosberg als Comeback-Beschleuniger: Der zurückgetretene Formel-1-Weltmeister will dem ehemaligen Rennrivalen Robert Kubica auf Weg zurück in die Motorsport-Königsklasse helfen. "Es ist spannend, mit Robert an seiner Rückkehr in die Formel 1 zu arbeiten", twitterte Rosberg zusammen mit einem Foto, das ihn, Kubica und den aktuellen WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton aus gemeinsamen Nachwuchstagen zeigt. Kubica und Hamilton seien die Schnellsten gewesen, gegen die er gefahren sei, schrieb Rosberg. Er gehört künftig zum Berater-Team des Polen. Rosberg teilt sich die Aufgaben mit dem bisherigen Manager von Kubica, Alessandro Alunni Bravi. Rosbergs Sprecher Georg Nolte bestätigte entsprechende Berichte der "Bild"-Zeitung und von autosport.com.

+++ Große Rochade in der Formel 1 +++

Carlos Sainz wird ab der kommenden Saison der neue Teamkollege von Nico Hülkenberg beim Formel-1-Rennstall Renault. Das gab das französische Team am Freitag am Rande des Großen Preises von Singapur bekannt. Der 23-Jährige aus Spanien fährt noch für Toro Rosso. Das Zweitteam von Red Bull wechselt im kommenden Jahr auch den Antriebspartner: Statt Renault liefert Honda die Motoren für Toro Rosso.

Sainz löst bei Renault den erfolglosen Briten Jolyon Palmer nach nur einem Jahr ab. Hülkenberg war zu Beginn dieser Saison von Force India zu Renault gewechselt.

Eine Rückkehr des Polen Robert Kubica, mit der auch schon spekuliert worden war, ist damit bei Renault auch vom Tisch. Der mittlerweile 32-Jährige galt bis zu seinem Rallye-Unfall im Februar 2011 als WM-Anwärter in der Motorsport-Königsklasse. Kubica versucht derzeit auch mithilfe des zurückgetretenen deutschen Weltmeisters Nico Rosberg zurück in die Formel 1 zu kommen.

+++ Hamilton holt Pole in Chaos-Quali von Monza - Vettel nur Achter +++

Lewis Hamilton hat sich in der Chaos-Qualifikation für das Formel-1-Rennen von Italien den besten Startplatz gesichert und den Rekord von Michael Schumacher übertroffen. Der britische Mercedes-Pilot verwies am Samstag im Regen mit seiner 69. Karriere-Pole Red-Bull-Mann Max Verstappen auf den zweiten Platz. Dritter auf dem 5,793 Kilometer langen Kurs in Monza wurde Verstappens Teamkollege Daniel Ricciardo. Sebastian Vettel musste sich beim Ferrari-Heimspiel mit einem enttäuschenden achten Platz begnügen. Der Hesse wird aber für die Startaufstellung noch von Strafversetzungen von Verstappen und Ricciardo profitieren.

Die Qualifikation war nach einem Crash wegen Dauerregens für mehr als zweieinhalb Stunden unterbrochen worden. Der Neustart wurde zehnmal verschoben. Vor dem 13. Saisonlauf am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) hat Vettel in der WM-Wertung sieben Punkte Vorsprung auf Hamilton.

+++ Die Silberpfeile sind im Freitagstraining am schnellsten im Königlichen Park von Monza +++

Sebastian Vettel hat sich zum Auftakt seines Ferrari-Heimspiels nur knapp dem Mercedes-Duo Lewis Hamilton und Valtteri Bottas geschlagen geben müssen. Vettel war am Ende des Freitagstrainings 0,140 Sekunden langsamer als Spitzenmann Bottas. Der Finne verwies seinen Teamkollegen Hamilton auf den zweiten Platz.

In der ersten 90-minütigen Einheit hatte noch Hamilton vor Bottas die schnellste Runde gedreht. Vettel, der elf Jahre nach Legende Michael Schumacher am Sonntag Ferrari wieder einen deutschen Sieg schenken möchte, war zunächst ebenfalls Dritter geworden.

"Es gibt noch viel zu tun. Es war heute ein bisschen durchwachsen, zum Schluss war ein bisschen viel Verkehr auf der Strecke, deshalb war die Pace nicht ideal auszumachen", resümierte Vettel. "Wir können uns noch ein bisschen verbessern und müssen am Auto arbeiten." Damit meinte Vettel die Balance des Wagens, die Stabilität und das Bremsverhalten. "Wir sind noch nicht da, wo wir sein können."



+++ Hamilton ist in Spa-Francorchamps nicht zu stoppen +++

Lewis Hamilton ist bärenstark aus den Sommerferien der Formel 1 zurückgekehrt. Der britische Mercedes-Pilot dominierte das komplette Wochenende. Am Samstag raste er auf dem Ardennen-Kurs zu seiner 68. Pole-Position und zog mit dem ewigen Rekordhalter Michael Schumacher gleich. Auch das Rennen gewann er durch einen fehlerlosen Auftritt vor seinem WM-Rivalen Sebastian Vettel und verkürzte den Abstand in der Fahrerwertung auf sieben Punkte.

Hinter den beiden fuhr Daniel Ricciardo im Red Bull über die Ziellinie in Belgien. Der Australier nutzte den Restart in Runde 34, um am bis dahin drittplazierten Valtteri Bottas vorbeizuziehen - es war das spektakulärste Manöver an diesem Nachmittag. Auch Kimi Räikkönen zog in diesem Dreikampf an seinem Landsmann Bottas vorbei, der am Ende nur auf einem enttäuschenden fünften Platz landete. Der zweite Red Bull-Pilot Max Verstappen war vorher wegen eines technischen Defekt ausgeschieden - zum sechsten Mal in diesem Jahr.

+++ Vettel geht als Sieger von Ungarn in die Ferien +++

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hat den Großen Preis von Ungarn gewonnen und seine WM-Führung vor der vierwöchigen Formel-1-Sommerpause wieder ausgebaut. Bei seinem zweiten Sieg auf dem Hungaroring und seinem 46. Grand-Prix-Erfolg überhaupt verwies der Heppenheimer trotz massiver Lenkungsprobleme seinen finnischen Teamkollegen Kimi Räikkönen und dessen Landsmann Valtteri Bottas (Mercedes) auf die Plätze. Vettels großer WM-Rivale Lewis Hamilton (England/Mercedes) wurde Vierter, nachdem er Bottas auf der Zielgerade absprachegemäß wieder passieren ließ. Bei Ferrari lief es anders. Es war offensichtlich, dass Kimi Räikkönen dem angeschlagenen Vettel den Rücken frei hielt, um ihm den Sieg zu ermöglichen. Bei den Roten ist Vettel klar die Nummer 1.

Nach elf von 20 WM-Läufen liegt Vettel damit wieder 14 Punkte vor Hamilton. Der hatte den dritten Rang per Teamorder von seinem langsameren Mercedes-Kollegen Valtteri Bottas (Finnland) übernommen, diesen aber wieder zurückgegeben, weil er nicht an den Ferrari vorbeikam.

+++ Daniel Ricciardo macht Red Bull in Budapest wieder Hoffnung +++

Bisher hat Red Bull erst einen Sieg in der aktuellen Saison zu verzeichnen. Bedingt durch zahlreiche Ausfälle fuhr Daniel Ricciardo in Baku in Aserbaidschan als Erster über die Zielinie. Ansonsten war das österreichische Team bislang nicht in der Lage, Ferrari und Mercedes Paroli zu bieten. Nach wie vor hapert es mit der Motorpower. Nur auf kurvigen Strecken wie dem Hungaroring ist der Red Bull mit Renault-Motor konkurrenzfähig. 

Der Australier war in beiden Freien Trainings am Freitag schnellster Mann, sein Teamkollege Max Verstappen wurde Vierter und Fünfter. Ricciardo scheint also um den Sieg beim letzten Rennen vor der Sommerpause mitfahren zu können. 

In den Kampf um die Führung in der Fahrerwertung wird Ricciardo aber höchtens indirekt eingreifen können. Da führt Vettel noch mit einem Pünktchen vor Lewis Hamilton. Aber nach seinem Sieg in Silverstone ist Hamilton nach einer durchwachsenden ersten Sasionhälfte wieder voll da. Der Silberpfeil ist stabiler. Die Probleme zu Saisonbeginn sind behoben, während Ferrari leicht zurückgefallen ist. Vettel schaffte in den vergangenen vier Rennen nur einen Podiumsplatz (Zweiter in Spielberg). Ferrari sammelte in diesem Zeitraum nur 79 Punkte, Mercedes hingegen 151. Aber die Trainingseindrücke aus Ungarn machen den Roten Mut. Räikkönen und Vettel wurden jeweils Zweiter. Vielleicht geht was.

+++ Comeback von Robert Kubica naht +++

Es wäre eine der schönsten Geschichten, die die Formel 1 seit langem zu erzählen hätte: Eines ihrer größten Talente der vergangenen zwei Jahrzehnte kehrt möglicherweise nach über sechs Jahren zurück in die Königsklasse des Motorsports. Und das nach einem Horrounfall in einem Rallyeauto, bei dem der junge Pilot fast seine rechte Hand und den Unterarm verloren hätte. Eine Leitplanke hatte sich durch seinen Skoda Fabia gebohrt und Arm und Beine aufgeschlitzt. Zahlreiche Knochenbrüche kamen hinzu. Dutzende von Operationen waren nötig, den Fahrer wieder zusammenzuflicken. Doch er kämpfte sich zurück, obwohl sein rechter Arm immer beeinträchtigt bleiben wird. Er begann wieder Rallyes zu fahren - bis sein altes Formel-1-Team Renault anfragte, ober nicht mal wieder einen Fahrversuch in einem älteren Modell wagen wollte.

Noch ist es nicht soweit mit dem Comeback von Robert Kubica, mittlerweile 32 Jahre alt. Doch es spricht viel dafür, dass die Geschichte ein Happy End findet. Es ist kein Geheimnis, dass Renault unzufrieden mit seinem zweiten Piloten ist, dem Briten Joylon Palmer. Bei Kubicas ersten Testfahrten Anfang Juni in einem älteren Renault überzeugte der Pole mit guten Zeiten - und mit viel Biss. "Was ich Ihnen aber sagen kann: Er ist noch immer schnell, noch immer sehr beständig, und was noch wichtiger ist: dass er immer noch diese Energie, diesen Antrieb hat," lobte Renault-Teamchef Cyril Abiteboul ihn auffällig wohlwollend.

Jetzt hat Renault angekündigt, dass Kubica, der bislang einzige Pole in einem Formel-1-Cockpit, nach dem Grand Prix in Ungarn auch den aktuellen Rennwagen RS17 bei den offiziellen Testfahrten steuern wird.

Nun wird im Fahrerlager fleißig spekuliert, ob Kubica vielleicht sogar schon nach der Sommerpause Ende August zu Renault zurückkehren wird. Er würde dann Teamkollege von Nico Hülkenberg werden. Allerdings blühen Gerüchte in der Formel 1 immer schnell. So wird ebenfalls darüber spekuliert, dass auch Fernando Alonso oder Carlos Sainz Jr, die in ihren Teams sehr unzufrieden sind, Kandidaten für den Platz an Hülkenbergs Seite sind. So richtig glaubt das aber niemand. Es spricht viel für Kubica, den schnellen Polen.

Kubicas spektakulärer Unfall in Montreal im Jahr 2007, als er in seinem BMW-Sauber mit 300 Stundenkilometer in die Mauer krachte und sich danach mehrmals überschlug. Kubica überstand den spektakulären Crash unverletzt. Ein Jahr später gewann er an gleicher Stelle sein einziges Formel-1-Rennen.

+++ Aufstand gegen den "Halo" +++

Gegen den Willen von Teams und Piloten hat der Motorsport-Weltverband Fia den "Halo" ab der nächsten Saison zur Pflicht erklärt. Der "Heiligenschein" ist ein Überrollbügel, der auf dem Cockpit der Rennautos angebracht wird und die Sicherheit der Fahrer erhöht. In einer Abstimmung waren neun der zehn Teams gegen den "Halo". Nur Ferrari votierte dafür.

"Es es ist eine absolute Fehlentscheidung", wettere Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda gegen die Entscheidung der Fia. Die Wut der Teams bezieht nicht nur auf die gewöhnungsbedürftige Ästhetik des Schutzbügels, sondern auch auf die Tatsache, dass das System offenbar nicht ausgereift ist. "Er ist ja noch nicht einmal richtig ausgetestet", sagte Lauda der "Bild". Und weiter: "Es ist eine Überreaktion, was die Sicherheit betrifft."

+++ ARD soll Interesse an Übertragungsrechten haben +++

Ab 2018 könnten Rennen der Formel 1 in der ARD übertragen werden. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, verhandelt der Sender mit dem Eigentümer Liberty Media und wird damit zum Konkurrenten von RTL. Der Privatsender zeigt die Grands Prix seit 1991. Da dieser Vertrag nach der aktuellen Saison endet, müssen die Übertragungsrechte neu vergeben werden. Dem Bericht zufolge soll nach der Sommerpause der Formel 1 feststehen, welche Sender die Rennserie ausstrahlen werden. Würde die ARD einen Zuschlag bekommen, soll demnach der SWR für die Übertragung verantwortlich sein.

+++ Lewis Hamilton ist auf der Überholspur - Vettel unter Druck +++

Silverstone ist Hamilton-Land. Hier an der Geburtsstätte der Formel 1 (1950 wurde in Silverstone das erste Formel-1-Rennen der Geschichte ausgetragen) regiert nur König Lewis. Fünf Rennen hat der Mercedes Pilot in seiner Heimat gewonnen, zuletzt vier Mal in Folge. In diesem Jahr war der Triumph nahezu perfekt. Hamilton holte das Triple aus Rennsieg, Pole Position und schnellster Rennrunde. Zudem widerlegte der 32-Jährige seine Kritiker, die ihm vorgeworfen hatten, dass er am Show-Event in London unter der Woche nicht teilgenommen hatte und stattdessen im Privatjet zum Feiern nach Mykonos geflogen war. Seiner Form tat das keinen Abbruch. Hamilton zeigte sich in Silverstone topfit und hochkonzentriert. 

Fans tragen Lewis Hamilton in Silverstone auf Händen

Britischer Renn-Gott: Fans tragen Lewis Hamilton in Silverstone auf Händen

Die persönliche Form des Briten ist aber nicht der einzige Grund, warum er in der Fahrerwertung nur noch ein Pünktchen hinter Sebastian Vettel liegt. Auch sein Auto zeigt sich stark verbessert, oder besser gesagt: zuverlässiger. Gab es zu Saisonbeginn häufiger Probleme mit der Einstellung des Boliden, klappt es jetzt immer besser. Drei der vier vergangenen Rennen gewann Mercedes. Hatten die Silberpfeile zunächst Probleme mit den Reifen, plagt sich jetzt Ferrari mit dem Problem herum. Ein weiterer Grund für Hamiltons wiedererlangte Stärke ist, dass der Mercedes weiterhin die größte Motor-Power hat und die Qualifikationen dominiert. Obwohl Ferrari nach einem Update 15 PS zulegte, hatten die Ferraris in Silverstone keine Chance gegen Hamilton und den Mercedes. Acht Pole Positionen gingen an Mercedes (Hamilton sechs, Bottas zwei), während Vettel und sein Teamkollege Kimi Räikkönen nur jeweils ein Mal das Qualifying gewannen - das ist Ferraris größter Nachteil. 

Knapp vor Halbzeit der Saison scheint sich das Blatt zu Gunsten der Silberpfeile zu wenden. Vettel braucht unbedingt mehr Punkte, in den vergangenen vier Rennen schaffte er es nur ein Mal auf das Podium - zu wenig, um den Titel zu gewinnen. 

+++ Lauda kritisiert Vettel scharf +++

Es war der Aufreger beim Großen Preis von Europa in Baku: Erst fuhr Sebastian Vettel kurz vor dem Restart hinter dem Safety Car seinem Rivalen Lewis Hamilton hinten auf, dann rempelte er den Mercedes-Piloten seitlich an. Im Rennen wurde der Ferrari-Pilot umgehend mit einer Zehn-Sekunden-Strafe belegt. Doch damit ist die Angelegenheit für Vettel womöglich nicht beendet. Am Montag tagt der Motorsport-Weltverband Fia und berät den Fall. Im schlimmsten Fall wird Vettel dann für ein ganzes Rennen gesperrt.

Das Problem ist: Vettel zeigte sich bislang uneinsichtig. Für Mercedes-Boss Niki Lauda ist Vettels Verhalten nach seinem Wut-Rempler deshalb noch inakzeptabler als seine Rüpelaktion. Lauda kritisierte den Heppenheimer noch einmal deutlich. "Ich verstehe nicht, dass Sebastian seinen Fehler trotz der eindeutigen Faktenlage nicht erkennt", sagte er in einem Interview der "Welt am Sonntag".


+++ Baku: Jubel bei Ricciardo, Strafe für Vettel +++

Red Bull holt sich den Großen Preis von Aserbaidschan: Rennfahrer Daniel Ricciardo konnte seine guten Leistungen während der Trainings wiederholen und fuhr auf Platz eins. Beim fünften Sieg seiner Karriere profitierte der Australier von einer Zeitstrafe gegen Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel und einem unplanmäßigen Boxenstopp von Mercedes-Star Lewis Hamilton, der wegen einer gelösten Nackenstütze in der 33. Runde seine souveräne Führung einbüßte. Vettel war Hamilton in einer Safety-Car-Phase ins Auto gefahren und kassierte dafür die Strafe.

Zweiter in Baku wurde Valtteri Bottas aus Finnland im zweiten Mercedes vor dem erst 18-jährigen Kanadier Lance Stroll im Williams. Vettel belegte am Ende Platz vier, Hamilton wurde Fünfter. In der WM-Wertung führt weiterhin Vettel mit 153 Punkten vor Hamilton mit 139.


+++ Hamilton und Vettel schleichen in Baku hinterher +++

Was ist das los? Die beiden großen Favoriten auf den WM-Titel sind in den ersten beiden Freien Trainings in Baku hinterhergefahren. Nix war es mit einer roten oder silbernen Dominanz. Stattdessen fuhren auf dem engen Stadtkurs in der aserbaidschanischen Hauptstadt die Red Bulls vorneweg. Der Gesamtführende Vettel kam nach vielen Fahrfehlern im Ferrari nicht über Rang drei bzw. fünf hinaus. Sein Rivale Hamilton wurde im Mercedes sogar nur Fünfter bzw. Zehnter. Jeweils war der junge Max Verstappen im Red Bull, der aber kurz vor Ende heftig in die Streckenbegrenzung krachte. Immerhin fuhr der zweite Silberpfeil mit Valtteri Bottas im zweiten Training auf den zweiten Platz und schob sich zwioschen die beiden Red Bull.

+++ Red-Bull-Team überrascht beim Training in Baku +++

Das achte Rennen der Formel 1 2017 steht an. In Baku absolvierten die Fahrer bereits ihr Auftakttraining. Eine überraschend gute Figur machte dabei das Red-Bull-Team: Max Verstappen dominierte das Rennen und fuhr die Bestzeit ein. Nur 0,470 Sekunden langsamer war sein australischer Kollege Daniel Ricciardo. Dritter wurde WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel im Ferrari. Mercedes-Pilot Lewis Hamilton musste sich mit Rang fünf begnügen.

Nach einem heftigen Crash von Force-India-Fahrer Sergio Perez in der engen Kurve acht nahe der alten Festung war die Übungseinheit für eine Viertelstunde unterbrochen. Renault-Pilot Nico Hülkenberg kehrte nach den ersten Proberunden vor dem Großen Preis von Aserbaidschan am Sonntag als 14. zurück in die Garage. Pascal Wehrlein belegte im Sauber den 19. Platz.

Vor dem Rennen führt Vettel die Gesamtwertung mit zwölf Punkten Vorsprung auf Hamilton an. Beide Fahrer haben in diesem Jahr jeweils drei Rennen gewonnen. Zuletzt siegte der Brite Hamilton vor zwei Wochen in Kanada.

+++ Finanzinvestor feuert offenbar Teamchefin Monisha Kaltenborn +++

Noch ist es von keiner Seite offiziell bestätigt, aber die Sache ist wohl sicher: Monisha Kaltenborn ist nicht mehr Teamchefin beim Schweizer Formel-1-Team Sauber aus Hinwil. Beim anstehenden Großen Preis von Europa in Aserbaidschan in Baku sollen Teammanager Beat Zehnder und Technikdirektor Jörg Sander den Rennstall führen.

Formel 1 2017: Monisha Kaltenborn war die einzige Teamchefin

Formel 1 2017: Monisha Kaltenborn war die einzige Teamchefin 

Grund für die Entlassung soll ein Streit Kaltenborns mit dem Eigentümer des Rennstalls sein, dem Finanzinvestor Longbow aus London. Das sagen zumindest die Gerüchte im Fahrerlager. Als Kandidat für die Nachfolge wird der Deutsche Colin Kolles gehandelt, der bereits einige kleinere Teams leitete.

2012 war sie als erste Frau an die Spitze eines Formel-1-Rennstalls gerückt, als Gründer Peter Sauber den Posten an Kaltenborn übergab. Zuvor war die Juristin von der Rechtsabteilung des Teams zur Geschäftsführerin aufgestiegen und hatte später auch 30 Prozent der Anteile an Sauber übernommen.

Sportlich hinkt Sauber seit Jahren hinterher und hatte zwischenzeitlich mit massiven Finanzproblemen zu kämpfen. Offenbar betrachtet man in London Kaltenborn als Hauptverwantwortliche für die Rückschläge. 

+++ Im vergangenen Jahr siegte Rosberg in Baku +++

Am 25. Juni steigt das achte Rennen der Saison in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Erinnern sie noch an das vergange Jahr? Da war der künftige Weltmeister Nico Rosberg nicht zu schlagen. Der Mercedes-Pilot eroberte auf dem Stadtkurs die Pole Position und gewann das Rennen.


+++ Hamilton schlägt in Kanada gegen Vettel zurück +++

Kanada-Spezialist Lewis Hamilton hat mit einem Start-Ziel-Sieg auf seiner Paradestrecke das Unfallpech von Sebastian Vettel genutzt und im Formel-1-Titelrennen gewaltig aufgeholt. Weil der deutsche WM-Spitzenreiter nach einem frühen Schaden an seinem Ferrari am Sonntag nur Vierter wurde, verkürzte der Brite im Mercedes mit seinem sechsten Sieg in Montréal den Rückstand in der WM von 25 auf zwölf Punkte. Der von der Pole Position gestartete Hamilton verwies auf dem Circuit Gilles Villeneuve seinen Silberpfeil-Kollegen Valtteri Bottas und Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo auf die Ränge zwei und drei und feierte seinen 56. Grand-Prix-Sieg.

Vettel indes erlebte einen harten Arbeitstag, nachdem ihm Red-Bull-Fahrer Max Verstappen kurz nach dem Start den Frontflügel so schwer beschädigt hatte, dass er zu einem frühen Stopp gezwungen war.

Trotz starker Aufholjagd und gewagter Reifentaktik schaffte es der Hesse im siebten Saisonrennen zum ersten Mal nicht aufs Podium. Nico Hülkenberg holte sich als Achter vier weitere WM-Punkte. Pascal Wehrlein kam im Sauber als 15. und Letzter ins Ziel.

+++ Mercedes weist Gerüchte um Formel-1-Ausstieg zurück +++ 

Mercedes will weiterhin Rennen um den Formel-1-Titel fahren. Spekulationen über einen möglichen Ausstieg hat das Team damit zurückgewiesen. In einem Interview mit der "Auto Bild Motorsport" hatte Michael Schuhmachers früherer Teamchef Eddie Jordan auf die Frage, ob Sebastian Vettel über sein Vertragsende 2017 bei Ferrari bleibe, geantwortet: "Weil er bei Ferrari alles hat, was er braucht. Und weil Mercedes Ende 2018 als Team womöglich den Stecker ziehen wird."

Auf Nachfrage meinte Jordan, der nach eigener Aussage in Monaco einen Austausch mit Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte: "Ja, ich glaube, sie werden dieses Jahr und nächstes Jahr wieder um beide Titel fahren, und dann wird der Vorstand in Stuttgart entscheiden, das Team zu verkaufen und nur noch als Motorenhersteller in der Formel 1 zu bleiben.

Diese Überlegungen dementierte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff deutlich. "Die Berichte sind völlig haltlos und spiegeln nicht mehr als die boshafte Spekulation einer Einzelperson wider. Mercedes hat feste Verträge für die Teilnahme an der Formel 1 bis Ende 2020 - und befindet sich derzeit in Gesprächen über den nächsten Wettbewerbszyklus mit den neuen Besitzern des Sports", sagte er.

+++ Vettel gewinnt Formel-1-Klassiker in Monaco +++

Nach 16 Jahren endlich wieder ein Ferrari-Sieg in Monaco: Sebastian Vettel tanzte vor dem Fürstenpaar aufs Podest und bekam das Siegergrinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Von unten dröhnte danach der Gesang seiner glückselig-stolzen Mechaniker zur italienischen Nationalhymne. Der letzt Ferrari-Sieger hieß Michael Schumacher. Mit seinem aktuellen Erfolg hat Vettel den schwächelnden Lewis Hamilton in der WM vorerst distanziert.

"Unglaublich, es war ein sehr intensives Rennen", sagte Vettel beim Interview direkt nach dem Rennen, das der zurückgetretene Weltmeister Nico Rosberg führte. "Ich wusste, ich habe eine Chance zu gewinnen, die musste ich nutzen. Das ist mir gelungen", sagte Vettel und kündigte eine entsprechende Siegerparty an.

Dank einer cleveren Strategie und einer makellosen Leistung zog Vettel am Sonntag in Monte Carlo im Teamduell an dem von der Pole Position gestarteten Kimi Räikkönen vorbei, der die Zeremonie mit dem monegassischen Fürstenpaar mit versteinerter Miene verfolgte. "Es fühlt sich nicht wirklich gut an", sagte der Finne. Es sieht sehr danach aus, dass Ferrari den Finnen durch seine Taktik "geopfert" habe.


Vettel baute durch den 45. Sieg seiner Karriere und den dritten in dieser Saison seinen Vorsprung auf WM-Widersacher Hamilton im Mercedes auf 25 Punkte aus. Der dreimalige Champion und Vorjahressieger raste nach einer verkorksten Qualifikation wie entfesselt vom 13. Startplatz immerhin auf den siebten Platz. "Ich bin sehr glücklich mit den Punkten, das war das Beste, was ich rausholen konnte." Teamkollege Valtteri Bottas verpasste als Vierter hinter Daniel Ricciardo im Red Bull ebenfalls das Podest. "Das ist keine tolle Ausbeute", meinte Mercedes-Teamaufseher Niki Lauda. "Hoffentlich war das unser schlechtestes Wochenende", betonte Teamchef Toto Wolff.

Für die weiteren deutschen Piloten endete das Rennen vorzeitig und für einen von beiden mit mehr als einem Schrecken: Nico Hülkenberg musste seinen rauchenden Renault abstellen, Pascal Wehrlein landete nach einem heftigen Abflug fast kopfüber mit seinem Sauber in den Reifenstapeln. Der ehemalige DTM-Champion, der wegen eines Unfalls bei einem Jux-Rennen im Januar wegen Brüchen im Brustwirbelbereich mit Verspätung in die Saison gestartet war, stieg aus eigener Kraft aus seinem Auto, spürte aber die Folgen des Einschlags. "Mal sehen, wie es dem Rücken geht", meinte er. "Es ist ziemlich ärgerlich." Er war durch eine Berührung der Räder mit dem McLaren-Honda von Ein-Rennen-Rückkehrer Jenson Button ausgehoben worden.

+++ Räikkönen schlägt Vettel im Qualifying von Monte Carlo - Drama um Hamilton +++

Kimi Räikkönen hat das Qualifying von Monaco gewonnen. Der finnische Ferrari-Pilot war um 0,043 Sekunden schneller als sein Teamkollege Sebastian Vettel. Für Räikkönen ist das die erste Pole seit dem Jahr 2008. Dritter wurde wurde Valtteri Bottas im Mercedes, der nur unglaubliche zwei Tausendstel langsamer war als Vettel. Umgerechnet entspricht das einem Vorsprung von sechs Zentimetern. Der Landsmann von Räikkönen rettete die Ehre der Silberpfeile, denn Lewis Hamilton hatte sich in Q2 verpokert und startet nur von Position 14. Hamilton war bei seinem ersten Zeitenversuch von anderen Autos behindert worden, den letzten Versuch in Q2 musste er abbrechen, weil wegen eines Crashes die gelbe Flagge gewunken wurde.

Für Hamiltons Titelkampf gegen Sebastian Vettel bedeutet das einen schweren Rückschlag. Der Vorjahressieger muss im sechsten Saisonlauf am Sonntag auf ein kleines Wunder hoffen, um noch in die Nähe des Podiums zu kommen. In der WM-Gesamtwertung liegt der dreimalige Champion derzeit sechs Punkte hinter Spitzenreiter Sebastian Vettel im Ferrari.

+++ Hamilton gewinnt Spanien-Rennen vor Vettel +++

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat den Großen Preis von Spanien vor Formel-1-Spitzenreiter Sebastian Vettel gewonnen. Der Brite setzte sich am Sonntag in Barcelona nach einem spannenden Zweikampf vor dem deutschen Ferrari-Fahrer durch. In der WM-Gesamtwertung schrumpfte der Vorsprung des führenden Vettel vor Hamilton nach dem fünften von 20 Saisonrennen auf sechs Zähler. Vettel war auf den ersten Metern an dem von Pole Position gestarteten Hamilton vorbeigezogen, der Silberpfeil-Star aber konterte nach dem zweiten Reifenwechsel und fuhr dann zum 55. Sieg seiner Karriere. 

+++ Training in Barcelona: Vettel zweimal Vierter - Mercedes vorn +++

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hat in den ersten beiden Trainingseinheiten zum Großen Preis von Spanien der Mercedes-Konkurrenz den Vortritt lassen müssen. Der viermalige Formel-1-Weltmeister musste sich am Freitag in Barcelona in beiden anderthalbstündigen Sessions jeweils mit dem vierten Platz begnügen. 

Schnellster in beiden Einheiten war sein schärfster WM-Rivale Lewis Hamilton im Mercedes, der jeweils knapp vor seinem finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas lag. Zweimal Dritter wurde Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari. Nico Hülkenberg kam im verbesserten Renault auf die Ränge neun und sieben. Pascal Wehrlein wurde im unterlegenen Sauber 17. und 19. 

Der zweimalige Saisonsieger Vettel führt vor dem fünften von 20 Saisonrennen am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) das Klassement mit 86 Punkten an. 13 Zähler dahinter liegt Hamilton. Sotschi-Sieger Bottas (63 Punkte) ist Dritter vor Räikkönen (49). Am Samstag (14.00 Uhr/RTL und Sky) geht es in der Qualifikation um die Pole Position.

+++ Hockenheimring will für neuen Vertrag keine Verluste machen +++

Für einen neuen Formel-1-Vertrag will der Hockenheimring keine finanziellen Risiken mehr eingehen. "Sollten sich die Rahmenbedingungen hier nicht ändern, wird sicherlich die Zukunft der Formel 1 in Deutschland gefährdet sein", sagte Ring-Geschäftsführer Georg Seiler im Interview der Deutschen Presse-Agentur. In diesem Jahr gibt es keinen deutschen Grand Prix, für 2018 hat Hockenheim einen Vertrag mit den Rechte-Inhabern. Für die Zeit danach gibt es noch keine Einigung. "Es verdienen sehr viele mit der Formel 1, da kann es nicht sein, dass dort, wo die Spielwiese bereitet und viel investiert wird, Verluste auflaufen", sagte Seiler.

Der neue Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey hatte zuletzt gesagt: "Es ist sicherlich eines unserer Ziele, im deutschen Markt vertreten zu sein." Allerdings betonte die neue Führung der Rennserie auch, dass Streckenbetreiber nicht zwingend mit deutlichen Preisnachlässen gegenüber den bisherigen Verträgen rechnen sollten. 

Bislang hat es keine direkten Gespräche zwischen den Nachfolgern von Bernie Ecclestone und dem Hockenheimring gegeben. "Die Rennstrecken werden nicht länger mit Verlusten aus der Formel 1 leben. Jetzt müssen neue, gute Verträge geschaffen werden", mahnte Seiler.

+++ RTL will Formel 1 weiterhin übertragen +++

Seit 1991 überträgt der Fernsehsender RTL die Formel-1-Rennen. Das soll sich auch in Zukunft nicht ändern: "Wie wir zur Formel 1 stehen, erleben seit 26 Jahren unsere Zuschauer, der ehemalige Lizenzgeber und auch die neuen Eigentümer", sagte RTL-Sportchef Manfred Loppe der Deutschen Presse-Agentur. "Wir leben und lieben die Formel 1! Das wollen wir auch in den nächsten Jahren mit vielen Millionen Fans teilen." Die Übertragungsrechte will sich der Sender auch nach dem Auslaufen des aktuellen Vertrags wieder sichern.

Das gelte "natürlich unter der Voraussetzung, dass die Rahmenbedingungen passen", erklärte der RTL-Sportchef. Nach dem Eigentümerwechsel der Formel 1 hat sich der neue Besitzer Liberty Media grundsätzlich für mehr Pay-TV ausgesprochen. "Weil da das Geld ist", hatte der neue Vermarktungs-Chef Sean Bratches vor Beginn der neuen Saison gesagt.

In Deutschland sind alle Rennen der Motorsport-Serie ohne zusätzliche Bezahlung zu sehen. RTL besitzt einen Zweijahresvertrag bis zum Ende der laufenden Saison. Parallel überträgt der Pay-TV-Sender Sky die WM-Läufe.

+++ Sebastian Vettel wütet mit Stinkefinger gegen Felipe Massa +++

Auf den letzten Runden des Großen Preises von Russland in Sotschi verkürzte Sebastian Vettel den Rückstand auf den führenden Mercedes mit Valtteri Bottas kontinuierlich. Die Reifen waren beim Ferrari frischer, Vettel konnte höheres Tempo gehen und glaubte noch an einen Rennsieg. Doch das Problem am Ende eines Rennens sind immer die überrundeten Autos, auf die die führenden Fahrer treffen. Sie kosten in der Regel Zeit, auch wenn sie brav Platz machen.

So war es auch in Sotschi. Vettel hing auf einmal hinter dem Williams von Felipe Massa fest. Der Brasilianer hatte zuvor seinem früheren Teamkollegen Bottas den Weg ohne Gegenwehr frei gemacht. Doch Vettel ließ er nicht so einfach passieren, sondern wehrte sich zunächst gegen die Überholversuche des Ferraris. Vettel wütete später am Boxenfunk: " Was zur Hölle war das?“ Als er schließlich an Massa vorbeizog, zeigte Vettel dem Brasilianer den Stinkefinger.

Massa fragte daraufhin ironisch: "Er hat sich über Funk beschwert? Seid ihr euch sicher?" Um hinzuzufügen: "Ernsthaft, er mag es halt sich zu beschweren…"

Allerdings lässt sich nicht sicher sagen, ob Massa Vettel tatsächlich den Sieg gekostet hat. Es ist sogar eher unwahrscheinlich, denn Bottas und Vettel befanden sich auf der letzten Runde. Ein Überholmanöver gegen Bottas wäre für Vettel nur schwer zu meistern gewesen. Im ganzen Rennen gab es nur ein einziges Überholmanöver, als Pascal Wehrlein an seinem Teamkollegen Marcus Ericsson vorbeizog. 

Genauso sah es Vettel, nachdem er sich nach Ende des Rennens wieder beruhigt hatte: "Anfangs war ich sauer, aber Valtteri hatte die Sache unter Kontrolle. Es wäre wohl schwer geworden, ihn zu überholen, auch mit DRS. Das ist Valtteris Tag.“ sagte Vettel über den Mercedes-Rivalen.

Für Bottas war es im 81. Rennen der erste Sieg seiner Karriere. Der Finne war während des ganzen Wochenendes der schnellere Mercedes-Fahrer. Lewis Hamilton hingegen erlebte in Russland rabenschwarze Tage. In den Trainings hielt er nicht mit, im Qualifying wurde er Vierter genauso wie im Rennen. Es sieht so aus, als müsse Hamilton in Zukunft nicht nur gegen Vettel um den WM-Titel kämpfen, sondern auch wieder gegen den eigenen Teamkollegen.

Sebastian Vettel Stinkefinger

Das gehört sich normalerweise nicht: ein Stinkefinger für den anderen Straßenteilnehmer

+++ Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen starten in Russland aus der ersten Reihe +++

Sebastian Vettel hat mit seiner ersten Pole Position nach 588 Tagen die Mercedes-Dominanz beim Großen Preis von Russland durchbrochen. Der viermalige Formel-1-Weltmeister brillierte auf dem Autodrom der ehemaligen Winter-Olympia-Stadt Sotschi und verwies in einer packenden K.o.-Ausscheidung seinen Ferrari-Teamkollegen Kimi Räikkönen auf den zweiten Platz. Das rote Duo verwies die Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas und Lewis Hamilton auf die Plätze drei und vier. "Das Auto war phänomenal. Wenn du hier den Rhythmus hast, fühlt es sich einfach großartig an", sagte Vettel. Damit stehen zum ersten Mal seit dem 22. Juni 2008 zwei Ferraris in der ersten Startreihe bei einem Grand Prix. 

+++ Alonso fährt mit Widmung für tödlich verunglückten Jungen +++

Am vergangenen Wochenende hat sich auf der Kartbahn von Fernando Alonso in Asturien ein schreckliches Unglück ereignet. Der 11-jährige Gonzalo Baruto Movilla starb einen Tag nach einem Trainingsunfall mit seinem Kart. Der spanische Formel-1-Pilot wird deshalb beim Grand Prix in Russland den Namen des Jungen auf seinem Helm tragen. Es bleibt aber nicht bei der Widmung. Alonso reagierte auf den Unfall, in dem er mit dem Präsidenten des spanischen Automobilverbandes vereinbarte, ein Institut zur Verbsserung der Sicherheit im Kartsport zu schaffen.

+++ Keine Flossen, sichtbare Startnummern, stehende Starts nach roter Flagge - Fia beschließt neue Regeln +++

Die Kommission der Formel 1 hat Anfang der Woche in Paris getagt. Und sie war fleißig. Das Gremium beschloss unter anderem, dass ab dem Spanien-Grand-Prix die Nummern und die Namen der Fahrer an den Autos für Fans auf den Tribünen und vor dem Fernseher zu erkennen sein müssen. Fahrernummern müssen mindestens 23 Zentimeter groß sein, die Ziffern der Pilotennamen 15 Zentimeter. Das Problem: So geht Fläche für Sponsoren flöten. Deshalb sind die Rennställe von der Neuerung nur mäßig begeistert. Gravierender ist das künftige Verbot (ab 2018) von Heckflosse und T-Flügel. Beide werden als ästhetisch unzumutbar und als, im Fall des T-Flügels, als zu unsicher eingestuft. Der T-Flügel war bei vielen Autos immer wieder abgefallen. Eine weitere Änderung ist, dass ab der nächsten Saison nach einer Rennunterbrechung (rote Flagge) stehend gestartet wird und nicht hinter dem Safety Car.

formel 1 2017 - renault-studie

Mehr als 1300 PS auf nur 600 Kilogramm: Noch ist der Renault R.S. 2027 nur eine Zukunfstvision


+++ Renault präsentiert hybriden Formel-1-Boliden der Zukunft +++

Renault hat auf der Automesse Shanghai die Studie eines Formel-1-Wagens vorgestellt, der spätestens 2027 die Königsklasse im Motorsport aufmischen soll. Die Eckdaten der auf den Namen "R.S. 2027 Vision" getauften Studie sind zumindest beeindruckend: Satte 1360 PS sollen durch die Kombination eines Verbrennungsmotors mit einem 500kW starken Elektroantrieb zur Verfügung stehen und den gerade einmal 600 Kilogramm leichten Boliden nach vorn katapultieren. 

Das im 3D-Drucker entstandene und durchsichtige Cockpit soll Fans zudem nie dagewesene Einblicke auf Aktionen des Fahrers gewähren, der seinerseits einen transparenten Helm tragen soll. Obendrauf soll das Geschoss auch autonome Fahrfunktionen erhalten, wie es in einem Blogeintrag Renaults heißt.

+++ RTL prüft Verlängerung der Formel 1-Rechte +++

Seit mehr als 20 Jahren überträgt der Kölner Sender RTL bereits die Formel 1 - und möchte das auch über 2017 hinaus weiter tun. Da die Übertragungsrechte jedoch nach der laufenden Saison auslaufen, prüfen die Verantwortlichen aktuell, ob die Verträge mit dem neuen Inhaber Liberty Media verlängert werden. Als langjähriger Formel-1-Broadcaster würde man "natürlich gern die Königsklasse des Motorsports behalten, aber wir setzen uns wie bei jeder Investition gewisse Kriterien und falls diese nicht erfüllt werden, würden wir auf das Recht verzichten", sagte Anke Schäferkordt, Chefin der RTL Mediengruppe, dem Medienmagazin "new business". Mehr könne sie noch nicht mitteilen, da entsprechende Gespräche gerade erst beginnen würden. Eine Entscheidung, ob RTL weiterhin überträgt, wird spätestens zum Jahresende erwartet.

+++ Formel-1-Chef sucht Alternativstrecken in Deutschland +++

2018 soll auch in Deutschland wieder ein Grand Prix stattfinden. Die neue Formel-1-Führung zieht dafür auch neue Standorte in Betracht. "Wir reden natürlich mit den zwei Rennstrecken, die in der Vergangenheit den Großen Preis von Deutschland ausgetragen haben.Aber wir schauen uns auch nach anderen Optionen um", sagte Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Der Nachfolger von Bernie Ecclestone gab damit der Diskussion um mögliche Austragungsorte abseits von Höckenheim und dem Nürburgring neue Nahrung. Die Formel-1-Piloten könnten also auch auf dem Sachsenring oder dem Lausitzring fahren.

Allerdings wären dafür wohl zunächst hohe Investitionen in diese Strecken erforderlich, um sie für die Königsklasse tauglich zu machen. Zudem ist fraglich, ob sich die Streckenbetreiber die hohen Antrittsgebühren für die Formel 1 leisten können. Wegen der drohenden Verluste für die Organisatoren findet in diesem Jahr wie schon 2015 kein Grand Prix in Deutschland statt. 2018 ist dann wieder Hockenheim Gastgeber. Danach läuft der aktuelle Vertrag der nordbadischen Rennstrecke aus.

+++ Force-India-Teamchef in England verhaftet +++

Vijay Mallya ist in London festgenommen worden. Gegen den Chef und Eigentümer des Formel-1-Rennstalls Force India liegen in seiner Heimat Indien mehrere Haftbefehle vor. Wie die Polizei bestätigte, wurde der 61-Jährige verhaftet, nachdem ein indisches Gericht einen Auslieferungsantrag bei den britischen Behörden gestellt hatten. 

Zuletzt hatte vor gut einer Woche ein Gericht in der
Hauptstadt Neu Delhi einen weiteren Haftbefehl gegen ihn ausgesprochen. Mallya hält sich bereits seit über einem Jahr in Großbritannien aus. Im April 2016 hatte das indische Außenministerium seinen Ausweis für ungültig erklärt. Weil er jedoch ein gültiges Visum für Großbritannien besitzt, wurde er bisher nicht abgeschoben.

Der Force-India-Teamchef befindet sich im Rechtsstreit mit mehreren Banken in Indien. Der Unternehmer schuldet den Geldhäusern laut deren Angaben mehr als 1,3 Milliarden Euro. Es handelt sich um Kredite und Verzugszinsen für Mallyas Fluggesellschaft Kingfisher, die 2012 wegen Geldproblemen ihren Betrieb eingestellt hatte.

+++ Hamilton löscht Instagram-Video von Shanghai +++

Weil er beim Großen Preis von China ein Video auf Instagram gepostet hatte, das eine On-board-Aufnahme seiner Runde zeigte, die ihm die Pole Position in Shanghai sicherte, drohte Lewis Hamilton Ärger mit Formel-1-Eigentümer Liberty Media. Das Unternehmen forderte den Briten daraufhin auf, den Post zu löschen.

Diesem Auftrag ist Hamilton nun nachgekommen. Zwar hatten Liberty Media die Regeln erst jüngst gelockert und es den einzelnen Teams erlaubt, kurze Videos auf den Sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Eine On-board-Aufnahme zu posten, verstößt jedoch gegen die Statuten. Das weiß nun auch der aktuelle WM-Zweite dieser Saison.

+++ Drittes Rennen, zweiter Sieg: Vettel triumphiert in Bahrain +++

+++ Konkurrenten kritisieren Vettel +++

Die Saison hat gut begonnen für Sebastian Vettel. Doch nun hat er Ärger mit Fahrerkollegen aus der Formel 1. Lewis Hamilton, Fernando Alonso und Co. werfen dem Heppenheimer vor, dass er beim Start in China die Regeln gebrochen hat. Die ganze Geschichte gibt es hier:

+++ Wehrlein kann wieder starten +++

Pascal Wehrlein hat die Folgen seines Crashs beim Race of Champions Ende Januar ausgestanden. Beim Großen Preis von Bahrain wird der 22-Jähre verspätet in die Formel-1-Saison starten und seine Rennpremiere im Sauber-Rennstall feiern.

Nun sollte der Worndorfer sein Können bestenfalls gleich auf Anhieb zeigen. Pleiten und Rückschläge erlebte Wehrlein genug. Auch schon vor dem Unfall bei dem sportlich wertlosen Rennen der Meister, zu dem er eine Einladung bekommen hatte. Im Manor fuhr er in der vergangenen Saison, seiner ersten in der Formel 1, meist nur hinterher. Mit dem Team belegte er den letzten Platz. 

Doch auch da hatte er bisweilen sein Können angedeutet und war auf dem Bahrain International Circuit vor einem Jahr 13. geworden. In Österreich hatte er sogar den einzigen Punkt für das Team als Zehnter geholt. Es waren seine besten Saisonergebnisse. 2017 sieht er "auf jeden Fall nicht als Lehrjahr. Ich will das Maximale aus dieser Saison herausholen, fehlerfrei bleiben, so viele Punkte wie möglich holen", hatte er vor dem richtigen Saisonstart angekündigt.

+++ Alonso verzichtet auf Start in Monaco +++

Formel 1 2017 - Fernando Alonso - Monaco

Indianapolis statt Monaco: Auf Fernando Alonso müssen die Fans beim Grand Prix im Fürstentum verzichten

Indy 500 statt Formel 1, Indianapolis statt Fürstentum: Fernando Alonso wird das Traditionsrennen von Monaco verpassen und stattdessen mit einem McLaren am Indy 500 teilnehmen. Dies teilte das englische Traditionsteam vor dem Grand Prix von Bahrain mit. Da das Monaco-Rennen genauso wie auch die Veranstaltung in den USA am 28. Mai stattfindet, muss McLaren nun einen zweiten Fahrer neben dem Belgier Staffel Vandoorne für das Fürstentum bestimmen. Dies soll zu gegebener Zeit erfolgen. Naheliegend wäre eine Lösung mit Jenson Button. Der Brite arbeitet als Entwicklungsfahrer für McLaren. Ende der vergangenen Saison hatte Button zwar seinen Formel-1-Abschied erklärt, sich für 2018 aber eine Option auf Rückkehr gesichert.

Der zweimalige Weltmeister Alonso bestreitet seine dritte Saison in Serie für McLaren, ist jedoch vor allem mit Motorenpartner Honda extrem unzufrieden und fährt mit dem Team weiter nur hinterher.

+++ Ferrari-Boss ist mit Räikkönen unzufrieden +++

Am zweiten Ferrari-Fahrer, Kimi Räikkönen, kommt Kritik auf. Ferrari-Boss Sergio Marchionne höchstselbst war mit dem Auftritt des Finnen beim Großen Preis von China überhaupt nicht zufrieden. Räikkönen wurde hinter Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und den beiden Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Daniel Ricciardo nur Fünfter. "Vielleicht sollten sie sich mal zusammensetzen und mit ihm reden", ließ Marchionne italienischen Medien zufolge Teamchef Maurizio Arrivabene wissen.

Räikkönen war während des Rennens dadurch aufgefallen, dass er an der Strategie seines Teams eifrig herum meckerte: "Wir hätten einen besseren Job machen müssen," sagte der Weltmeister von 2007.

+++ Sieg in Shanghai - Hamilton schlägt gegen Vettel zurück +++

Nach einem Chaos-Auftakt hat Lewis Hamilton souverän das Formel-1-Rennen von Shanghai gewonnen und im noch jungen WM-Duell mit Sebastian Vettel zurückgeschlagen. In einem China-Grand-Prix mit zwei Safety-Car-Phasen, mehreren Drehern und Rad-an-Rad-Duellen verwies der britische Mercedes-Pilot am Sonntag seinen deutschen Ferrari-Rivalen auf den zweiten Rang und baute seine Shanghai-Bilanz auf fünf Erfolge aus.

Mit seinem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg schloss der Brite Hamilton nach dem zweiten Saisonrennen im Klassement zu Auftaktgewinner Vettel auf. Beide reisen nun mit 43 Punkten zum nächsten Rennen am kommenden Sonntag in Bahrain.

"Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Eine perfekte Strategie von Mercedes. Danke an alle", sagte Teamaufsichtsratschef Niki Lauda. Anerkennung gab es auch vom zurückgetretenden Mercedes-Weltmeister Nico Rosberg via Twitter: "Zurück an der Spitze. Gratulation an Lewis/Merci! Sehr verdient."

+++ Wehrlein hatte sich Halswirbel gebrochen +++

Man konnte es ahnen, jetzt hat Mercedes-Teamchef Toto Wolff die Wahrheit ausgeplaudert: Pascal Wehrleins Verletzung beim "Race of Champions" im Januar war ein Halswirbelbruch. Das ist der Grund dafür, dass der Sauber-Pilot noch nicht fit genug für ein Rennen ist. "Er hat Glück gehabt, dass es nicht zu einer weitreichenderen Verletzung gekommen ist", sagte der Mercedes-Teamchef. Auch beim anstehenden Grand Prix in Shanghai wird Wehrlein wie schon beim Saisonauftakt in Melbourne nicht im Cockpit sitzen. 

Nach dem Unfall habe er sich viele Wochen "kaum rühren können und in einem Korsett verbracht. Über diese Zeit hat er nicht trainieren können und diese Kraft ist ihm ausgegangen", sagte Wolff. Der Österreicher versicherte aber, dass Wehrlein beim Rennen in Bahrain am 16. April wieder im Einsatz sein werde.

Der Mecedes glaubt nicht, dass Wehrleins Ersatzfahre,  Antonio Giovinazzi, den Deutschen wegen der Verletzungsfolgen als Stammpilot bei Sauber ablöst. Die Sauber-Führung stehe "voll hinter Pascal".

+++ Max Verstappen fährt erste Bestzeit ein - bei abgebrochenem Training +++

Während des Auftakttrainings zum Großen Preis von China hat sich Max Verstappen die Bestzeit gesichert. Der niederländische Red-Bull-Pilot verwies das Williams-Duo Felipe Massa und Lance Stroll am Freitag im verregneten Shanghai auf die Plätze zwei und drei. Renault-Pilot Nico Hülkenberg schloss die erste Einheit nach einem Dreher auf Platz elf ab.

Das Freie Training musste jedoch vorzeitig abgebrochen werde, sodass WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel im Ferrari und Mercedes-Verfolger Lewis Hamilton keine gezeitete Runde auf dem feuchten Kurs vorweisen können. Die Rennkommissare zeigten bereits vier Minuten nach Freigabe der Strecke die Rote Flagge, da der Rettungshubschrauber bei stark eingeschränkter Sicht im Notfall nicht hätte problemlos eingesetzt werden können.

Nach 43 Minuten Wartezeit starteten die Piloten dann wieder ins verkürzte erste Freie Training. 26 Minuten vor dem Ende musste die Auftakteinheit erneut unterbrochen werden. Wieder zeigten die Stewards wegen der schwierigen Wetterbedingungen die Rote Flagge und gaben die Strecke schließlich nicht mehr frei.

+++ Mercedes-Teamchef Wolff vor GP China: "Finger auf Wunde legen" +++

Die Strategiepanne beim Grand Prix von Australien soll möglichst ein einmaliger Ausrutscher bleiben, fordert Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff vor dem Rennen in Shanghai (9. April). "Wir versuchen, uns jeden Tag zu verbessern. An diesem Tag in Melbourne war Ferrari besser. Jetzt müssen wir daran arbeiten, wie wir sie wieder schlagen können", so Wolff. "Es gibt noch viele Bereiche, in denen wir uns steigern müssen. Darauf haben wir uns in der zurückliegenden Woche konzentriert", versicherte Wolff. "Es geht nicht darum, sich die Konkurrenz als Inspiration anzusehen, sondern vielmehr darum, die eigenen Hausaufgaben zu erledigen, um unsere Performance zu optimieren."

"Man muss den Finger auf die Wunde legen, seine Schwächen erkennen und darauf reagieren", erklärte Wolff und schwärmte von Shanghai-Rekordgewinner Hamilton: "Wir erleben den besten Lewis der vergangenen vier Jahre - sowohl auf als auch abseits der Strecke. Er ist eine der Säulen des Teams geworden, und das hat er in Melbourne bewiesen."

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+++ Pascal Wehrlein muss auch in Shanghai passen +++ 

Der Nacken hält noch nicht. Pascal Wehrlein muss wegen der Folgen einer Verletzung auch beim zweiten Formel-1-Rennen der Saison aussetzen. Das teilte sein neuer Rennstall Sauber mit. In Shanghai (MESZ 8.00 Uhr) wird wieder der Italiener Antonio Giovinazzi für ihn im Cockpit Platz nehmen. 

Wehrlein hatte sich beim Show-Rennen "Race of Champions" im Januar eine Nackenverletzung zugezogen. In den neuen, schnelleren Formel-1-Autos herrschen aufgrund der höheren Kurvengeschwindigkeiten höhere Fliehkräfte. Dafür ist der Deutsche noch nicht fit genug. "Das Wichtigste ist für mich, dass ich sehr hart und intensiv trainieren kann, um meine Leistung so schnell wie möglich hundertprozentig abrufen zu können", sagte er.

Er hoffe, dass er in Bahrain am 16. April sein Debüt für das Schweizer Team geben könne. "Spätestens für den Großen Preis von Russland sollte ich aber wieder in bester körperlicher Verfassung sein."

+++ Jos Verstappen nach Schlägerei festgenommen +++

Jos Verstappen, Vater von Red-Bull-Pilot Max Verstappen, ist mehreren niederländischen Medienberichten zufolge am Sonntag kurzzeitig festgenommen worden. Demnach soll Vater Verstappen, selbst zwischen 1994 und 2003 (107 Starts) in der Motorsport-Königsklasse aktiv, in einer Bar in Roermond in eine Schlägerei verwickelt gewesen sein, berichtet die Zeitung "De Limburger".

Im Zuge der Streitigkeiten soll Jos Verstappen zum Verlassen der Lokalität aufgefordert worden sein, habe sich jedoch geweigert, dies auch zu tun. Daraufhin habe ihn die Polizei festgenommen und verhört, ehe der 45-Jährige wieder auf freien Fuß gekommen sein soll. Verstappens Anwalt ließ in dem Bericht verlauten, sein Mandant sehe sich als Opfer. Demnach habe ein Mann zuerst ihn attackiert.

+++ Webber traut Vettel den Titel zu +++

Als Fahrer bei Red Bull waren Mark Webber und Sebastian Vettel erbitterte Rivalen. Dass diese Zeiten längst vorbei sind, bewiesen beide jüngst beim GP von Melbourne, wo der Australier auf dem Podium die siegreichen Piloten interviewte und so auch als einer der Ersten Vettel beglückwünschte. Nun legte Webber lobtechnisch noch einmal nach. "Für mich war Sebastians Sieg in Australien kein Glück", sagte der 40-Jährige in einem Interview mit der "Auto Bild Motorsport". Auch für das zweite Rennen sei daher wieder mit dem Ferrari-Piloten zu rechnen.

Webber traut dem Heppenheimer aber noch deutlich mehr zu: "Sebastian kann dieses Jahr Weltmeister werden, denn er ist mental zurück", so der Australier. "Letztes Jahr fehlte ihm ohne die Chance auf Siege die Motivation. Deshalb war dieser Triumph für ihn so wichtig. Die neuen Autos haben für Sebastians Wiedergeburt gesorgt. Als Fahrer kann er wieder einen größeren Unterschied machen, weil die Autos am Limit viel schwerer zu fahren sind. Und es ist eine seiner Spezialitäten, mit dem Auto im Grenzbereich zu spielen."

Eine Warnung hielt der Ex-Formel-1-Pilot dann aber doch noch bereit. "Ferrari darf jetzt nicht nachlassen und muss das ganze Jahr über hart arbeiten. Mercedes’ Entwicklungstempo wird nur schwer zu schlagen sein", prophezeite Webber.

+++ Verbrecher wollten Enzo Ferraris Leiche stehlen +++

Es gab schon detaillierte Pläne, sogar wie man die Familie kontaktieren wollte, stand fest: Eine Verbrechergruppe in Italien soll geplant haben, die sterbliche Überreste von Ferrari-Gründer Enzo Ferrari aus einer Gruft eines Friedhofs in Modena zu stehlen, um anschließend dessen Familie zu erpressen. Die ganze Geschichte gibt es hier:


+++ Vettel feiert in Melbourne Saisonauftakt nach Maß +++

So kann es für Sebastian Vettel weitergehen: Der viermalige Weltmeister hat beim Formel-1-Auftakt im australischen Melbourne eine Strategie-Panne des Mercedes-Stalls gnadenlos ausgenutzt und kürte sich zum ersten Sieger der Saison gekürt. Einen ausführlichen Rennbericht können Sie hier nachlesen:


+++ Hamilton zeigt Vettel gleich im ersten Training die Grenzen auf +++

Eigentlich sollten die umfassenden Regeländerungen die nun schon dreijährige Übermacht von Mercedes in der Formel 1 beenden. Doch schon beim ersten Training in Melbourne bot sich ein bekanntes Bild: Silberpfeil-Pilot Lewis Hamilton dominierte die ersten Einheiten und war bei seiner Tagesbestzeit (1:23,620) mehr als eine halbe Sekunde schneller als Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel. Platz drei belegte der Finne Valtteri Bottas, der bei Mercedes das Cockpit des zurückgetretenen Weltmeisters Nico Rosberg übernommen hat. Die Silberpfeile hatten in den vergangenen drei Jahren jeweils das Auftaktrennen in Australien gewonnen und danach auch alle Titel abgeräumt. Auch nach der Regelreform zur neuen Saison hinterließ Mercedes in Melbourne zu Beginn den stärksten Eindruck.

Renault-Neuzugang Nico Hülkenberg belegte Platz neun, sein neuer Teamkollege Jolyon Palmer sorgte mit dem ersten heftigen Unfall des Jahres für kurze Aufregung. Der Brite blieb nach seinem Crash in der Zielkurve aber unverletzt. Für den zu Sauber gewechselten Pascal Wehrlein reichte es nur zu Platz 18. Der Große Preis von Australien am Sonntag (26. März; 7.00 Uhr MESZ) ist das erste von 20 Rennen in diesem Jahr.

+++ Sebastian Vettels Neue heißt Gina +++

Sebastian Vettel und sein Team  pflegen eine Tradition: Vor dem ersten Rennen der Saison taufen sie den neuen Boliden des viermaligen Weltmeisters. Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, fiel die Wahl in diesem Jahr auf Gina. 

Der Name ist allemal klangvoller als die offizielle Bezeichnung des Autos SF70H. Und er zeigt an, wo Vettel mit dem Renner wieder hin will: ganz nach oben. Gina ist die Kurzform des lateinischen Namen Regina, der unter anderem "Königin" bedeutet.

Seinen ersten Titel verschafften Vettel 2010 übrigens gleich zwei "Damen": Wegen eines Chassis-Wechsel gab er - damals noch bei Red Bull - seinen Autos im Laufe der Saison zwei Spitznamen: "Luscious Liz" ("üppige Liz") und "Randy Mandy" ("geile Mandy"). 


+++ Force India bringt Farbe in die Rennen +++

Die neue Formel-1-Saison beginnt der Rennstall Sahara Force India gewissermaßen mit der rosaroten Brille. Während die Rennwagen bei den Testfahrten in Barcelona noch mit der Lackierung der letzten Saison an den Start gingen, sollen die kommenden 20 Rennen in rosa bestritten werden. Am Dienstag präsentierte der Rennstall mit indischer Lizenz die in weiß, rosa und rot gehaltenen Autos. Die beiden Rennfahrer Sergio Perez und Esteban Ocon sollen passend dazu pinke Helme tragen.

Mit der Farbwahl präsentiert Force India gleichzeitig seinen neuen Sponsor BWT. Das österreichische Unternehmen ist auf Wasseraufbereitungssysteme spezialisiert. Teamchef Vijay Mallya verkündete auf der Website des Rennstalls, dass der Farbwechsel die Stärke der neuen Partnerschaft symbolisiere. 

+++ Kimi Räikkönen fährt Bestzeit bei Abschlusstests +++

Sebastian Vettels Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen hat am letzten Tag der Formel-1-Abschlusstests in Barcelona mit Abstand die Bestzeit hingelegt. Der Finne unterbot auf dem Circuit de Catalunya mit 1:18,634 Minuten die zuvor gültige Marke des Heppenheimers von 1:19,024 Minuten. Mercedes-Pilot Lewis Hamilton schloss den Testtag auf Rang fünf ab direkt vor Renault-Fahrer Nico Hülkenberg. Pascal Wehrlein musste sich in seinem Sauber mit der langsamsten Zeit aller 13 aktiven Piloten begnügen. Für McLaren liefen auch die letzten Proberunden alles andere als zufriedenstellend. Fernando Alonsos Dienstwagen wurde auf dem Kurs in Spanien von mehreren Elektronikproblemen ausgebremst und landete weit hinten. Das erste Saisonrennen findet am 26. März in Melbourne statt.

+++Ferrari beeindruckt die Konkurrenz +++

Vielleicht wird der Kosename für Sebastian Vettels neuen Ferrari ja wieder ein bisschen verführerischer ausfallen. Derzeit schwärmt ja sogar die Konkurrenz vom SF70H. "Der Ferrari schaut am schnellsten aus. Das Auto liegt wie ein Brett", zitierte auto-motor-und-sport.de Mercedes-Teamaufsichtsratschef Niki Lauda.

Am Donnerstag absolvierte Vettel auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona seine letzten Runden vor dem Beginn der neuen Formel-1-Saison. "Margherita" hieß Vettels Wagen der vergangenen Saison. Um die gleichnamige Pizza ging es nicht, eher um eine Assoziation mit einer ehemaligen italienischen Königin. Vom Thron war der viermalige Weltmeister Vettel aber ebenso wie sein Teamkollege Kimi Räikkönen - noch immer der letzte Champion im Ferrari - weit entfernt. 

Die Chancen stehen gut, dass sich das in der neuen Saison ändert. Vettel fuhr am Ende Bestzeit der gesamten Testphase. Der im vergangenen Jahr von Nico Rosberg entthronte dreimalige Weltmeister Lewis Hamilton wies der Scuderia vorerst die Favoritenrolle zu. "Wir können unsere Augen nicht vor ihnen verschließen, sie machen im Moment einen großartigen Job."


Impressionen aus der Ferrari-Vergangenheit

Rennkalender 2017: Alle Grands Prix im Überblick

Grand PrixDatumStartzeit
Australien/Melbourne26. März 7.00 Uhr MESZ
China/Shanghai9. April 8.00 Uhr MESZ
Bahrain/Sachir16. April17.00 Uhr MESZ
Russland/Sotschi30. April14.00 Uhr MESZ
Spanien/Barcelona14. Mai14.00 Uhr MESZ
Monaco/Monte Carlo28. Mai14.00 Uhr MESZ
Kanada/Montreal9. Juni20.00 Uhr MESZ
Aserbaidschan/Baku25. Juni15.00 Uhr MESZ
Österreich/Spielberg9. Juli14.00 Uhr MESZ
Großbritannien/Silverstone16. Juli 14.00 Uhr MESZ
Ungarn/Budapest30. Juli14.00 Uhr MESZ
Belgien/Spa-Francorchamps27. August14.00 Uhr MESZ
Italien/Monza3. September14.00 Uhr MESZ
Singapur/Singapur17. September 14.00 Uhr MESZ
Malaysia/Sepang1. Oktober 9.00 Uhr MESZ
Japan/Suzuka8. Oktober 7.00 Uhr MESZ
USA/Austin22. Oktober 21.00 Uhr MESZ
Mexiko/Mexiko-City29. Oktober 20.00 Uhr MEZ
Brasilien/Sao Paulo12. November17.00 Uhr MEZ
V.A.E./Abu Dhabi26. November 14.00 Uhr MEZ

Die erfolgreichsten Fahrer der Formel-1-WM-Geschichte

Sieben WM-Titel

Michael Schumacher (Kerpen): 1994,95,2000-04

Fünf WM-Titel

Juan Manuel Fangio (Argentinien): 1951,54-57

Vier WM-Titel

Sebastian Vettel (Heppenheim): 2010-13

Alain Prost (Frankreich): 1985-86,89,93

Drei WM-Titel

Lewis Hamilton (England): 2008,14,15

Ayrton Senna (Brasilien): 1988,90,91 

Nelson Piquet (Brasilien): 1981,83,87

Niki Lauda (Österreich): 1975,77,84

Jackie Stewart (Schottland): 1969,71,73

Jack Brabham (Australien): 1959-60,66

Zwei WM-Titel

Fernando Alonso (Spanien): 2005,06 

Mika Häkkinen (Finnland): 1998,99

Emerson Fittipaldi (Brasilien): 1972,74 

Alberto Ascari (Italien): 1952,53

Graham Hill (England): 1962,68

Jim Clark (Schottland): 1963,65

Ein WM-Titel

Nico Rosberg (Wiesbaden): 2016 

Jenson Button (England): 2009 

Kimi Räikkönen (Finnland): 2007 

Jacques Villeneuve (Kanada): 1997

Damon Hill (England): 1996 

Nigel Mansell (England): 1992 

Keke Rosberg (Finnland): 1982 

Alan Jones (Australien): 1980

Jody Scheckter (Südafrika): 1979

Mario Andretti (USA): 1978

James Hunt (England): 1976

Jochen Rindt (Österreich): 1970

Dennis Hulme (Neuseeland): 1967

John Surtees (England): 1964 

Phil Hill (USA): 1961

Mike Hawthorn (England): 1958

Giuseppe Farina (Italien): 1950

tis/rös/mod/DPA/AFP

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