Startseite

Die Revolution findet statt

Die Formel 1 macht Ernst in Sachen Kosten sparen. Auf einer Sitzung des Motorsport-Weltverbandes wurde einschneidende Maßnahmen beschlossen, die die Ausgaben schon im nächsten Jahr bis zu 30 Prozent senken sollen. Besonders bei den Motoren und den Testfahrten gab es doch Überraschendes.

Die Formel 1 fährt künftig einen radikalen Sparkurs: Der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobil- Verbandes Fia hat für die kommende Saison einschneidende Einsparungen um etwa 30 Prozent gegenüber 2008 beschlossen. Damit reagierte der Dachverband auf seiner Sitzung am Freitag in Paris drastisch auf die zuletzt explodierenden Kosten in der Königsklasse und die sich zuspitzende Krise in der Automobilindustrie.

"Die Veränderungen haben die uneingeschränkte Zustimmung der Formel-1-Teams, die eine Hauptrolle bei deren Entwicklung gespielt haben", teilte der Weltrat in einer Presseerklärung mit, nachdem die beiden Lager in der Zusammenarbeit häufig gegensätzliche Meinungen vertreten hatten.

Vor allem im Motorenbereich gibt es weitreichende Einschnitte und Veränderungen. Allein hier rechnet der Weltrat mit einer Halbierung der Kosten gegenüber 2008. In der kommenden Saison darf ein Fahrer nur noch maximal acht Triebwerke benutzen. Ein Achtzylinder muss künftig drei statt zwei Grand-Prix-Wochenenden halten und darf nur noch maximal 18.000 Umdrehungen/Minute leisten.

Von 2010 an müssen Privatteams für weniger als fünf Millionen Euro pro Saison einen kompletten Motorensatz entweder von einem Hersteller oder einem unabhängigen Triebwerkproduzenten erhalten. Diese Motoren müssen bis 2012 eingesetzt werden.

Gewaltig kostendämpfend dürfte sich das Testverbot während der Saison auswirken. Auch der ausufernde Einsatz von bis zu zwei Windkanälen pro Rennstall rund um die Uhr wurde eingeschränkt: Nur noch 60-Prozent-Modelle und Strömungen von maximal 50 Metern pro Sekunde sind erlaubt. Die Formel-1-Fabriken müssen während eines Jahres sechs Wochen lang geschlossen bleiben. Bislang kamen die Techniker, Ingenieure und Mechaniker kaum zum Verschnaufen. Längere Ferien waren angesichts des dicht gedrängten Kalenders, des gewaltigen Arbeitspensums und der rasanten Entwicklungsdynamik ausgeschlossen.

Am Rennwochenende soll die Zahl der Mitarbeiter in und außerhalb der Box reduziert werden. Auch wenn die Fia keine konkreten Zahlen nannte, ist klar, dass sich künftig weniger Mechaniker um ein Rennauto kümmern dürfen.

Durch eine Reihe neuer Ideen soll das Spektakel zudem noch spannender und reizvoller werden. So könnte die in drei K.o.-Runden ausgefahrene Qualifikation einen neuen Modus erhalten. Die von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone vorgeschlagene Medaillenvergabe wie bei Olympischen Spielen anstatt Punkten für die acht Besten bleibt ebenfalls denkbar. Was letztendlich umgesetzt wird, hängt von den Ergebnissen einer Marktanalyse ab.

2010 geht der Sparkurs weiter: Bis dahin sollen für den Chassisbereich mehrere Veränderungen erarbeitet werden. Am Rennwochenende werden dann beispielsweise Reifenwärmer und das Nachtanken verboten. Sogar eine Verkürzung der Grand Prix soll je nach Ergebnis der Marktanalyse denkbar sein.

Zukunftsmusik sind angedachte Reformen für die kommenden Antriebsvarianten. Hier wollen FIA und die Formel-1-Teamorganisation Fota gemeinsam an einem Strang ziehen und Vorschläge entwickeln. Das von 2009 an einsetzbare Energierückgewinnungssystem Kers soll da in ausgereifter Form eine große Rolle spielen.

DPA/DPA

Kommentare (0)

    Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

    Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
    Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

    Partner-Tools