9. Juni 2010, 14:53 Uhr

Felipe Massa verlängert bei Ferrari

Gute Nachricht für alle Ferrari-Fans: Felipe Massa verlängert seinen Vertrag bei der Scuderia bis 2012. Pünktlich vor dem Montreal-Grand-Prix unterschrieb der Brasilianer. Vor allem der Ferrarimotor war ausschlaggebend für die Einigung.

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Weitere zwei Jahre für Ferrari: Felipe Massa fühlt ich bei der Scuderia sehr wohl©

Felipe Massa bleibt bis 2012 bei Ferrari. Das italienische Traditionsteam gab am Mittwoch bekannt, dass es den Vertrag mit dem brasilianischen Formel-1-Piloten um zwei Jahre verlängert habe. "Felipe ist seit fast einem Jahrzehnt Teil von Ferrari. Mit uns ist er als Fahrer und Mann gewachsen", sagte Teamchef Stefano Domenicali am Firmensitz Maranello. "Es gab sowohl sehr schwierige Zeiten als auch Momente großen Glücks." Massa, der seit 2001 bei der Scuderia unter Vertrag steht, erklärte: "Ich freue mich, dass ich weitere zwei Jahre für Ferrari fahren kann. Es macht mich stolz, dass ich mit einem Team weiterarbeiten kann, das ich als zweite Familie betrachte."

Damit haben sich Spekulationen, Ferrari könnte den 29 Jahre alten Brasilianer in der kommenden Saison durch den Polen Robert Kubica ersetzen, zerschlagen. Domenicali begründete die Vertragsverlängerung mit der Absicht, Stabilität beweisen zu wollen: "Wir glauben an den Wert einer Fahrerpaarung, die bezüglich Talent, Geschwindigkeit und Teamfähigkeit absolut notwendig ist." Der zweimalige spanische Champion Fernando Alonso fährt seit diesem Jahr für das Traditionsteam.

Massa schwört Ferrari Treue

Massa verwies auf die enge Bindung zur Scuderia: "Während meiner ganzen Formel-1-Karriere bin ich immer mit einem in Maranello angefertigten Motor gefahren." In seinem Debütjahr bei den "Roten" war Massa Testfahrer. Michael Schumacher (Kerpen) und sein brasilianischer Landsmann Rubens Barrichello waren damals die Stammpiloten. Dann fuhr er drei Jahre lang für Sauber, ehe er von 2006 an Barrichello bei Ferrari ersetzte. Mit Schumacher, den Massa als "Lehrmeister" bezeichnete, verbindet ihn noch heute eine enge Freundschaft.

Im vergangenen August hatte ihm nach einem schweren Unfall in der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn das Karriereende gedroht. Nach schweren Kopfverletzungen wegen einer an den Helm gesprungenen Metallfeder lag Massa lange im Koma. Weil sein Ersatz nicht überzeugen konnte, sollte ihn Schumacher, der seine Grand-Prix-Karriere Ende 2006 beendet hatte, vertreten. Der Rekord-Weltmeister aus Kerpen musste damals aber wegen seiner noch nicht völlig ausgeheilten Verletzungen nach einem Motorradunfall passen.

Massa hat vor dem Großen Preis von Kanada an diesem Wochenende in Montreal insgesamt 121 Formel-1-Rennen bestritten, davon 76 für Ferrari. Mit der Scuderia gewann der Südamerikaner elf Grand Prix, stand 30 Mal auf dem Podium, holte 15 Pole Positionen und fuhr zwölfmal die schnellste Rennrunde.

DPA/dab
 
 
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