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Vettel Dritter - aber eine Strafe droht

Sebastian Vettel ist in der Qualifikation in Abu Dhabi auf den dritten Startplatz gefahren - aber dem Doppelweltmeister droht eine drastische Strafe. Erster wurde Hamilton, Alonso nur Siebter.

  Sebastian Vettel kann sich noch nicht sicher sein, ob er tatsächlich als Dritter hinter Lewis Hamilton und Teamkollege Mark Webber ins Rennen geht.

Sebastian Vettel kann sich noch nicht sicher sein, ob er tatsächlich als Dritter hinter Lewis Hamilton und Teamkollege Mark Webber ins Rennen geht.

Formel-1-Doppelweltmeister Sebastian Vettel hat die erste Startreihe beim Großen Preis von Abu Dhabi verpasst. Der Red-Bull-Pilot musste sich am Samstag in der Qualifikation auf dem Yas Marina Circuit dem britischen McLaren-Piloten und Vorjahressieger Lewis Hamilton sowie seinem Teamkollegen Mark Webber geschlagen geben. WM-Spitzenreiter Vettel wurde Dritter. Verfolger Fernando Alonso, der 13 Punkte Rückstand aufweist, wurde nur Siebter.

Aber die Freude über den Ausgang des drittletzten Qualifyings hält sich im Red-Bull-Team in Grenzen, weil Vettel sein Auto nach der letzten gemessenen Runde auf Anweisung aus der Box noch auf der Strecke abstellen musste. "Ich weiß nicht, warum ich stoppen sollte", meinte Vettel und beruhigte: "Es sollte aber nichts Großes sein." Die Mienen bei den Verantwortlichen und Vettel sagten aber etwas anderes. Sie wissen, dass die Regeln des Automobilsport-Weltverbands für ein vorzeitig abgestelltes Auto eine Strafe vorsehen - und die wäre drastisch. Es kommt auf die Ursache für den vorzeitigen Stopp an. Im schlimmsten Fall müsste Vettel am Sonntag aus der letzten Startreihe ins Rennen gehen. So erging es Lewis Hamilton beim Großen Preis von Spanien in Barcelona, als dem Briten das knapp berechnete Benzin ausgegangen war, nachdem er die beste Zeit im Qualifying hingelegt hatte.

Hamilton dominiert im McLaren

Dominiert wurde die Qualifikation in Abu Dhabi von Beginn an von Hamilton, der die insgesamt 25. Pole seiner Karriere feierte. "Das Auto ist fantastisch an diesem Wochenende", sagte Hamilton, der für Vettel vorerst außer Reichweite war: "Es hätte ein bisschen weiter nach vorne gehen können, aber für Platz eins hätte es nicht gereicht."

Schon in den Freien Trainingseinheiten hatte Hamilton angedeutet, dass die Pole über ihn führen würde. Nachdem Vettel im Training zuvor durch Probleme mit den Bremsen kaum zum Fahren gekommen war, verharrte er in den ersten 20 Minuten des Qualifyings freiwillig am längsten in der Box. Die Handschuhe lagen noch vor ihm auf der Abdeckung, die Augen verfolgten hellwach die Ergebnisse der Konkurrenz auf den Bildschirmen.

Dann fuhr Vettel raus und leistete sich prompt einen kleinen Ausrutscher, als er die Leitplanken touchierte. Er konnte aber weiterfahren, die schnellste Runde ging aber schon im ersten Durchgang an Hamilton. Auch in den nachfolgenden 15 Minuten kam Vettel nicht ohne kleinen Fehler durch, erneut war Hamilton in der Zeitentabelle ganz oben.

Schumacher verpasst erneut Top Ten

Als es dann in den finalen zehn Minuten drauf ankam, legte Hamilton auch wieder die schnellste Runde früh vor. Vettel versuchte umgehend zu kontern, kam aber mit fast einer halben Sekunde Rückstand vorerst nur auf den zweiten Platz. Dann schob sich Webber noch dazwischen. "Wir haben das Beste getan, was wir konnten", meinte Webber, während Vettel zugab: "Die letzte Runde hat nicht ganz so hingehauen, wie ich mir das gewünscht hatte." Das Red-Bull-Duo kann dennoch schon an diesem Woche den Titel-Hattrick in der Konstrukteurswertung perfekt machen.

Von Wünschen ist Rekordweltmeister Michael Schumacher schon länger weit entfernt. Er verpasste erneut die Top Ten. Wie vor einer Woche in Indien musste sich der 41 Jahre alte Mercedes-Pilot mit dem 14. Platz abfinden. "Entschuldigung dafür", funkte das Team umgehend, nachdem die Zeit für eine weitere schnelle Runde nicht mehr gereicht hatte. Sein Teamkollege Nico Rosberg schaffte es auf den achten Platz. Nico Hülkenberg wurde im Force India Elfter, Timo Glock im Marussia 22.

tis/DPA/DPA

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