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Rosberg übersteht Horror-Crash bei Tempo 290

Schrecksekunde für Nico Rosberg: Der Formel-1-Pilot krachte zum Auftakt des Abschlusstrainings in Monaco in die Leitplanken. Der Mercedes-Fahrer muss um seinen Start in der Qualifikation bangen.

  Nach der Ausfahrt aus dem Tunnel prallte Rosberg in die Leitplanken

Nach der Ausfahrt aus dem Tunnel prallte Rosberg in die Leitplanken

Zwei spektakuläre Unfälle von Nico Rosberg und Vitantonio Liuzzi haben das letzte freie Training zum Großen Preis von Monaco überschattet. Beide Formel-1-Piloten überstanden die Crashs in die Leitplanken des Stadtkurses von Monte Carlo am Samstag unverletzt, können aber möglicherweise in der Qualifikation am Nachmittag nicht starten. Ferrari-Pilot Fernando Alonso erzielte die Bestzeit. Weltmeister Sebastian Vettel belegte im Red Bull als bester Deutscher Platz vier vor Michael Schumacher im Mercedes.

Weder die Verantwortlichen des Mercedes-Teams noch Rosberg wollten sich zunächst zur Ursache des Unfalls äußern. "Nico war am Beginn eines Longruns zur Rennsimulation, als er ausgangs des Tunnels beim Anbremsen die Hinterräder blockierte", sagte Motorsportchef Norbert Haug.

Problem bei der Tunnelausfahrt

Ersten Einschätzungen zufolge könnte ein zu geringer Druck am Hinterreifen oder ein Bremsproblem den Einschlag in die Leitplanke ausgelöst haben. "Wir denken, dass bei Nico die Hinterreifen blockiert haben, als er aus dem Tunnel kam. Er hatte zu dem Zeitpunkt einen niedrigen Reifendruck hinten, was möglicherweise das Problem verursacht hat", hatte das Team Schumacher via Boxenfunk noch während des Trainings mitgeteilt.

Rosberg war nach etwa acht Minuten der Übungseinheit direkt nach der Tunnelausfahrt mit hoher Geschwindigkeit - an der Stelle sind die Fahrer um die 290 km/h schnell - in die Leitplanken gekracht. Dabei brach der Frontflügel und der 25 Jahre alte Wahl-Monegasse schoss ohne Lenkmöglichkeiten geradeaus, ehe er nach ein paar hundert Metern erneut in die Leitplanken knallte. Der Mercedes-Pilot hatte Glück und konnte unverletzt aus dem Auto steigen. Rosberg wurde mit einem Cabrio an die Box zurückgefahren und winkte den Zuschauern nach dem Aussteigen zu, ehe er schnell in die Mercedes-Garage verschwand.

Alonso schneller als Vettel

Liuzzi krachte etwa fünf Minuten vor Schluss in eine Leitplanke. Der stark beschädigte HRT-Rennwagen des Italieners musste mit einem Kran geborgen werden. Liuzzi blieb ebenfalls unverletzt. Nach beiden Unfällen musste das Training unterbrochen werden.

Alonso fuhr bei dieser letzten Abstimmungsmöglichkeit der Autos vor der Qualifikation in 1:14,433 Minuten die schnellste Runde. Der Brite Jenson Button belegte im McLaren-Mercedes mit 0,563 Sekunden Rückstand Rang zwei vor Felipe Massa (Brasilien) im zweiten Ferrari.

Vettel fuhr als bester Deutscher in 1:15,245 Minuten auf dem 3,340 Kilometer langen Stadtkurs 0,812 Sekunden langsamer als Alonso. Hinter dem Red-Bull-Piloten aus Heppenheim belegte der Kerpener Schumacher Rang fünf. Der Rekord-Weltmeister wies im Mercedes 0,877 Sekunden Rückstand auf.

Nick Heidfeld (Mönchengladbach) wurde im Lotus-Renault 16. vor Force-India-Pilot Adrian Sutil (Gräfelfing). Timo Glock (Wersau) landete im Marussia-Virgin auf dem 19. Platz.

tib/DPA/DPA
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