1. August 2009, 11:43 Uhr

Test mit falschen Reifen - Fia ermittelt

Kaum sitzt Michael Schumacher wieder im Cockpit, schon gibt es Ärger. Auf der Ferrari-Teststrecke in Mugello fuhr Schumi mit Slick-Reifen. Die gibt es erst seit 2009. Und laut Fia-Regeln ist es strikt verboten, mit neuen Bauteilen zu testen. Jetzt ermittelt der Weltverband.

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Muss binnen kürzester Zeit wieder auf das Niveau eines Hochleistungssportlers kommen: Michael Schumacher©

Der erste Formel-1-Test von Michael Schumacher in einem zwei Jahre alten Ferrari hat den Weltverband Fia auf den Plan gerufen. Eine Sprecherin sagte der Deutschen Presse- Agentur dpa am Samstag, dass die Fia die Einzelheiten prüfe. Sie bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Demnach sind die Slick-Reifen an dem F2007 ins Visier geraten, mit denen Schumacher am Freitag seine Runden in Mugello gedreht hatte. Ferrari erklärte, dass es sich um Pneus aus der Nachwuchsserie GP 2 handelte. Slicks in der Formel 1 sind indes erst seit der laufenden Saison wieder erlaubt, Tests mit aktuellen Bauteilen strikt verboten.

Schumacher hatte in seinem Statement unmittelbar nach seinen Testrunden, bei denen laut Fia-Regeln kein Teammitglied der Scuderia anwesend sein durfte, erklärt: "Ein gutes Gefühl, wieder in einem Formel-1-Auto zu sitzen. Auch wenn es ein altes Auto von 2007 war, mit Slicks, die in der GP2 verwendet werden. Damit hat man natürlich keine echten Anhaltspunkte."

Tests mit aktuellen Bauteilen sind in dieser Saison streng verboten. Dies hatte die Fia als eine der umfangreichen Maßnahmen zur weiteren Kostenreduzierung in der Formel 1 vor der laufenden Saison beschlossen. So musste Schumacher auch mit dem Gebrauchtwagen von Kimi Räikkönen vorlieb nehmen, mit dem der Finne 2007 Weltmeister geworden war. "Zwar kann ich hier keine aktuellen oder letztjährigen Autos fahren, aber ich möchte eben so viel wie möglich fahren, und da ist das schon mal eine gute Option", hatte Schumacher vor seinen 67 Runden klargestellt. Die Wagen bekam Schumacher von der Ferrari- Sparte F1 Clienti. Diese unterhält, pflegt und vermietet alte Ferrari-Rennwagen.

Um im aktuellen F60 vor seinem geplanten Comeback am 23. August beim Großen Preis von Europa in Valencia testen zu können, hat Ferrari die Teams um eine Sondererlaubnis gebeten. Ein solcher Test ist - ebenfalls den Fia-Statuten folgend - eigentlich streng untersagt. Die sieben neben Ferrari in der Teamvereinigung Fota vertretenen Rennställe signalisierten bereits ihr mögliches Einverständnis. Fraglich ist allerdings, ob Williams und Force India, die momentan nicht zur Fota gehören, der Linie folgen.

Michael Schumacher hat die Vorbereitungen für seine Rückkehr in die Formel 1 unterdessen am Wochenende unterbrochen und seinen verletzten Ferrari-Teamkollegen Felipe Massa in Budapest im Krankenhaus besucht. Einen Tag nach den ersten Testrunden für sein Comeback, das Schumacher als Ersatz für den verunglückten Massa am 23. August in Valencia geben will, erschien der Rekordweltmeister am Samstag zusammen mit Ex-Ferrari-Teamchef Jean Todt in dem Militärhospital. Vor den wartenden Reportern äußerte sich Schumacher beim Verlassen der Klinik nicht. Massas Leibarzt Dino Altman erklärte am Samstag, der 28-Jährige erhole sich gut und freue sich darauf, nach Hause zu kommen. Am Montag solle Massa in einem Privatjet nach Brasilien zurückkehren, wo weiterhin allein seine Genesung im Mittelpunkt stehen solle. "Es gibt keine Eile dabei, dass er wieder fährt", sagte Altman. "Das Wichtigste ist, dass er sich in einem sicheren Umfeld vollständig erholt."

Der Vize-Weltmeister war in der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn am vergangenen Samstag vor dem Einschlag in die Reifenstapel bei Tempo 190 von einer Metallfeder am Kopf getroffen worden. Am Montag war er aus dem künstlichen Koma erwacht. Bei dem Unfall hatte sich Massa unter anderem einen Schädelbasisbruch, weitere schwere Kopfverletzungen und eine Gehirnerschütterung zugezogen. Solange Massa ausfällt, soll Schumacher den Ferrari des Südamerikaners steuern.

DPA/kbe

 
 
KOMMENTARE (10 von 17)
 
daisytim (02.08.2009, 08:07 Uhr)
Spannung
Und es mag ja sein, das es für einige in den letzten Jahren interessant war, F1 zu gucken, aber ich fand es laaaaaangweilig. Denn M. Schuhmacher mag seine Fehler haben, haben andere auch, aber mit ihm wurde einiges geboten. Und ich freu mich drauf, wieder Schumi mit seinem unglaublichehn Ergeiz zuschauen zu können. Er ist nun einmal eine Person, an der sich die anderen Fahrer messen lassen müssen.
Heinerich (02.08.2009, 06:48 Uhr)
Diese Korintenkacker von der Fia, sollen
die doch froh sein wenn überhaupt noch einer bei denen mitfährt.
flyingfree (02.08.2009, 06:26 Uhr)
jetzt geht das schon wieder los
Wenn die nur allen Fahrern oder Teams so genau auf die Finger sehen würden. Es ist doch wurscht auf welchem Platz er landet. Ist er Erster ist er der Held, ist er es nicht ist er der Depp.
Achja, und ROT ist das Auto auch, wie das aktuelle Modell. Und das ist VERBOTEN.
thebigbadwolf (01.08.2009, 20:49 Uhr)
Geht das wirklich nach so langer Pause?
Ich bin ja mal gespannt, ob ein Mann in diesem Alter, nachdem er mehrere Jahre diesen Sport nicht mehr betrieben hat, so schnell da wieder reinkommt - Interessant wird das allemal.
Bandit12 (01.08.2009, 20:40 Uhr)
Ganz entspannt!
Hat sich anscheinend nichts geändert! Sobald ein gewisser M. Schumacher in ein F1-Auto steigt, schreit halb Deutschland Betrug, Betrug, Betrug. Und anscheinend ist es in der heutigen Zeit wichtiger, eine Meinung zu einem Thema zu haben als Ahnung davon. In anderen Ländern, nicht nur in Italien, geht man mit dem Namen Schumacher wesentlich entspannter um. Mich wundert nur, dass noch niemand ironisch gefragt hat, ob M. S. denn auch brav seine Steuern in Deutschland bezahlt etc. etc.
Ich jedenfalls freue mich, ihn wieder im Ferrari zu sehen, und was daraus wird... schaun mer mal. Ganz entspannt!
confused (01.08.2009, 19:25 Uhr)
mir wird wieder einmal mehr als schlecht wo ist mein eimer ich muss
K....n..... wenn ich mir manche kommentare hier anschaue... Leute die im wahren leben wahrscheinlich irgendein Öko Auto mit Blümchen auf den scheiben geklebt fahren und nem wackeldackel hinten auf der ablage meinen tatsächlich mitreden zu können bei einem thema wo sie soviel von wissen wie davon wie man ein raumschiff fliegt..... Der Perfektionist Schumacher ist wieder da und sein Trainigswagen ist alles jedoch nicht regelkonform... und hoffentlich zeigt er innert der Restsaison den anderen wo der Hammer hängt und steht mal min. einmal auf dem Treppchen... damit wieder die Neider was zu blödlabern haben wie sie es jetzt schon tun....
schönes wochenende.
TomH (01.08.2009, 19:17 Uhr)
Mitleid ist umsonst, Neid mußt du dir erarbeiten
Mehr kann man sandraberlin oder gaga007 angesichts derer Kommentare nicht antworten...
JanvanHelsing (01.08.2009, 17:26 Uhr)
@Henning100
Danke für die Blumen :-)
Ich denke das er das mit der Familie abgesprochen hat, die kennen ihn auch nicht anders, da ist es mir lieber er fährt in Valencia als auf dem Motorrad ein Rennen.
Wer einmal dieses Gefühl genossen hat in einem Rennwagen zu fahren, wird dieses nie wieder missen mögen.
Ich kann Michael voll und ganz verstehen, manchmal ist Racing besser als Sex.
Henning100 (01.08.2009, 17:15 Uhr)
an alle
Also, Leute, der Schumi ist doch absolut kein Dummi. Schaut Euch malden Kommentar von JvH an, dieser Mensch hat Ahnung und Recht.Trotzdem wuensche ich mir persoenlich, dass Michael am 23.8. nicht am Rennen teilnimmt. Er sollte lieber an seine Gesundheit und an seine Familie denken.
GCTec (01.08.2009, 17:01 Uhr)
GP2-Slicks ≠ F1-Slicks
Wenn Ferrari, wie angegeben, GP2-Slicks verwendet hat, bewegt sich alles im Rahmen des FIA-Reglements.
Und selbst mit aktuellen F1-Slicks wäre die Aussagekraft sehr begrenzt, da sich Achskinematik, Aerodynamik und Gewichtsverteilung gegenüber dem 2007er-Boliden stark verändert haben.
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