Vettel greift nach der Krone

25. November 2012, 15:06 Uhr

Die Voraussetzungen vor dem letzten Formel-1-Rennen der Saison könnten für Sebastian Vettel nicht besser sein. Er startet in Sao Paulo drei Plätze vor Fernando Alonso. Wenn da nicht der Regen wäre.

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Alles liegt in seinen Händen: Sebastian Vettel startet in Sao Paulo drei Plätze vor Fernando Alonso.©

Um kurz nach halb sieben deutscher Zeit wissen wir mehr: Dann steht fest, ob Sebastian Vettel zum dritten Mal hintereinander Formel-1-Weltmeister geworden ist. Der Red-Bull-Pilot startet in das Finale in Sao Paulo (ab 17 Uhr im stern.de-Liveticker) vom vierten Platz. Dieser würde ihm reichen, um den Hattrick perfekt zu machen.

Vettels großer Widersacher Fernando Alonso beginnt den Großen Preis von Brasilien im Ferrari von Platz sieben. Der Spanier muss aber 14 Punkte mehr holen als der Titelverteidiger und WM-Spitzenreiter aus Deutschland. Lewis Hamilton geht von der Pole ins Rennen, dahinter startet dessen McLaren-Rivale Jenson Button.

Weil Mark Webber das Qualifying als Dritter beenden konnte, könnte man nun denken, das sei ein Vorteil für Vettel. Schließlich könnte der Australier seinen Teamkollegen direkt am Start vorbei lassen. Aber der hat schon abgewunken. Abgesehen davon, dass es bei Red Bull zumindest offiziell keine Stallorder gibt, will Webber sowieso sein eigenes Rennen fahren. "Ich werde mich morgen auf mich selbst konzentrieren", erteilte er Überlegungen, Vettel schon am Start passieren zu lassen, eine deutliche Abfuhr: "Ich will ein möglichst gutes Rennen bieten. Wir wissen, dass es womöglich schwierige Bedingungen geben wird."

Vettel ist das Wetter egal

Das ist ein gutes Stichwort. Das Wetter wird wohl die entscheidende Rolle bei der Vergabe der WM-Krone spielen. Zur Stunde regnet es leicht in Sao Paulo. Zum Rennbeginn sind weitere Niederschläge vorhergesagt. Es wird zwar nicht aus Kübeln schütten, aber die Prognose sagt Nieselregen voraus. Ein Chaosrennen droht. Damit erhöhen sich die Chancen für Alonso, Vettel doch noch abzufangen. "Natürlich hoffe ich auf ein chaotisches Rennen", sagte Alonso am Samstag: "Der Regen könnte einen wichtigen Faktor darstellen, selbst wenn es im Nassen für alle riskanter ist."

Vettel sind die Wetterfrösche egal. Er bleibt bei seiner Devise: "Wir müssen hungrig und angriffslustig sein. Nicht zu viel nachdenken und nachher die falschen Entscheidungen treffen", sagte der zweimalige Champions noch am späten Samstagabend.

Und hier noch einmal im Überblick: Sebastian Vettel wird Weltmeister, wenn…

... er gewinnt
... er generell vor Alonso ins Ziel kommt
... er mindestens Vierter wird
... er Siebter wird und Alonso höchstens Zweiter
... er Neunter wird und Alonso maximal Dritter
... er Zehnter wird und Alonso höchstens Vierter
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