20. Juni 2010, 17:43 Uhr

L'équipe scandaleuse

Der Streit innerhalb der französischen Mannschaft eskaliert: Wegen des Rauswurfs von Nicolas Anelka haben die Spieler das Training verweigert. Ein Funktionär schmiss aus Protest seinen Job und zeterte: "Ein Skandal für den Verband, für die Mannschaft und für das Land."

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Da haben sie noch trainiert - doch dann haben die Spieler aufgehört - um so gegen den Rauswurf von Anelka zu protestieren©

Beim krisengeschüttelten Fußball-Vizeweltmeister Frankreich überschlagen sich in Südafrika die Ereignisse. Die Spieler verweigerten am Sonntag aus Protest gegen den Ausschluss von Nationalstürmer Nicolas Anelka die Teilnahme am Training. In einem Kommuniqué an die Medien teilten sie am späten Nachmittag mit: "Alle Spieler der Mannschaft von Frankreich wollen ohne Ausnahme ihre Opposition gegen den vom Französischen Fußball-Verband beschlossenen Ausschluss von Nicolas Anelka bekanntgeben".

Nach der Absage des Trainings und eines handfesten Streits zwischen Kapitän Patrice Evra und Konditionstrainer Robert Duverne gab Delegationsleiter Jean-Louis Valentin seinen Job in Südafrika auf. "Ganz ehrlich, ich verlasse Südafrika und fliege heim nach Paris", sagte er zu Journalisten im WM-Quartier in Knysna.

"Ich bin empört und angewidert"

Valentin fügte sichtlich erschüttert hinzu: "Ich bin empört und angewidert, ich gebe meinen Job hier auf. Was hier passiert, ist ein Skandal für den Verband, für die französische Mannschaft und für das gesamte Land. Die wollen nicht trainieren. Das ist inakzeptabel".

Bei der Auseinandersetzung zwischen Evra und Duverne musste Trainer Raymond Domenech die beiden Streithähne trennen, um eine Eskalation zu verhindern. Duverne warf seine Stoppuhr zu Boden und ging verärgert davon.

Der Boykott wird nach dem Turnier Folgen haben

Der Französische Fußball-Verband (FFF) hat das Verhalten der Spieler als "inakzeptabel" zurückgewiesen und versichert, die Krise werde nach dem Turnier Folgen nach sich ziehen. Man habe die Trainings- Verweigerung mit "Bestürzung" zur Kenntnis genommen, heißt es in einem auf der FFF-Seite veröffentlichten Kommuniqué. Man entschuldige sich für das Verhalten der die Nation vertretenden Spieler. Über die Konsequenzen solle bei einer unmittelbar nach WM-Ende einzuberufenden Verbands- Versammlung debattiert werden.

Chelsea-Profi Anelka war aus dem französischen WM-Kader ausgeschlossen worden, weil er Trainer Domenech in der Halbzeit des WM-Vorrundenspiels gegen Mexiko (0:2) übelst beleidigt haben soll.

DPA/nik
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
tetrapanax (21.06.2010, 22:09 Uhr)
Nichts bei dieser WM freut mich so sehr
wie der Zerfall des Betrügers Henry und dieses "Teams" von Millionären aus der Gosse. Hoffentlich schickt Südafrika sie morgen mit Schmach und Schande nach Hause.
Schade schade für die Iren - die hätten gekämpft und alles gegeben. Sch.. FIFA!
butcher99 (21.06.2010, 17:25 Uhr)
so ist
das, wenn man nur durch Mogelei zur WM gekommen ist. Da holt dich irgendwann der Woudou Zauber der ein. perdu les bleus
gunnarhaeger (21.06.2010, 17:05 Uhr)
Wo ist die Ehre?
Auch wenn es altmodisch klingt, es sollte eine Ehre sein, für sein Land spielen zu dürfen. Der franz. Verband wird seine Gründe für Domenech gehabt haben, was mir zwar schleierhaft ist, aber ich habe das ja nicht zu entscheiden. Als normaler Arbeiter mit 5? 23 in der Tasche kann ich mir meinen Chef auch nicht aussuchen. Anelkas Verhalten ist somit absolut inakzeptabel und sein Rauswurf ok. Daraus aber eine Staatsaffäre zu machen, ist doch wohl etwas übertrieben.
alwo (21.06.2010, 15:59 Uhr)
teurochecker
Die halten wenigstens zusammen !
Nein ....genau das tun sie nicht ! Wie wäre denn sonst Kabinengespräch nach aussen gelangt. Als Franzose ist es mir mehr als peinlich dass Fussballsport so in den Dreck gezogen wird von verwöhnten und müden Millionären. Man kann kann auch mit Anstand verlieren....das sieht man bei Deutschland. Drücke unserem Nachbarland die Daumen dass sie weiterkommen....denke (hoffe) dass Loew's Truppe es unter die ersten vier schafft.
Broeselbub (21.06.2010, 15:07 Uhr)
Man sollte
den Spielern sämtliche Profiverträge kündigen und sie zurück schicken woher sie zum größten Teil gekommen sind. In die Gosse. So führen die sich nämlich auf. Das hat mit Fussball nichts mehr zu tun. Ein paar verwöhnte Millionäre meinen sie wären was besseres. Der Trainer tut mir leid aber ihn hätte man schon frühzeitiger gehen lassen sollen.
Styx2007 (21.06.2010, 14:37 Uhr)
Hoffentlich werden...
...alle diese erbärmlichen Söhnchen vom französichen Verband für immer aus der Nationalelf rausgeschmissen. Dieses kollektive erbärmliche possenspiel kann einen wirklich nur anwiedern. Schade nur, dass diese frösche überhaupt trotz eines erlogenen und betrogenen Spiles gegen Irland zur WM fahren durften. irland wäre jederzeit besser gewesen und hätte es mehr als verdient gehabt. Stattdessen läuft diese Schmierenkomödie der satten faulen Frösche. Die französischen Fans können einem nur leid tun für solche Maden auch noch ihr geld geopfert zu haben!
JimPanse (21.06.2010, 00:11 Uhr)
Schöne Grüsse..
aus Irland. Was suchen diese Eier da bei der WM, wenn sie eh keine Lust haben? Armes Irland. Da hätte ein Ire mehr Motivation gezeigt als das gesamte Franzakenteam.
Frankreich ist bei mir unten durch.
johniehandsome (20.06.2010, 20:26 Uhr)
Keine Führungsperson
Dieser Domenech ist eine zumutung und die Spieler wollen ihn nicht .Er ist schon lange umstritten aber die Bonzen im Verband halten zu ihm (keiner weiss warum). Jetzt ist das ganze raus....
teurochecker (20.06.2010, 19:07 Uhr)
Die halten wenigstens zusammen!
Vor den Spielern kann man nur den Hut ziehen, genauso wie vor den französischen Bürgern, die sich gegen die Politik wehren und auf die Straße gehen. Die wehren sich wenigstens, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Ganz im Gegensatz zum deutschen Volk, das sich alles gefallen zu lassen scheint. Und von den deutschen Nationalspielern wäre so ein Aufstand undenkbar, weil sie alle angepasst sind und kuschen.
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